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Pflegedienstleistungszentrum geplant

Donnerstag, 02. August 2007, 12:09 Uhr
Nordhausen (nnz). Eine zentrale Anlaufstelle für Pflegebedürftige und Angehörige plant das Jugendsozialwerk einzurichten. Mehr Menschen können Hilfen der Pflegekassen in Anspruch nehmen. Mit dem neuen Service soll das erleichtert werden.

Der JugendSozialwerk Nordhausen e.V. plant seine Angebote zu wohnortnahen Pflegedienstleistungszentren weiter zu entwickeln. Das ist eine Konsequenz aus den erweiterten Leistungen der Pflegeversicherung. „Mehr Menschen können nun durch die steigenden Geld- und Sachleistungen der Pflegekassen die ambulanten und teilstationären Hilfen in Anspruch nehmen. Doch um häusliche Pflege auch langfristig möglich zu machen, ist eine individuelle und kontinuierliche Beratung und Betreuung nötig“, sagt Katharina von Hoff, Fachbereichsleiterin des JugendSozialwerkes Nordhausen e.V. und Heimleiterin im Evangelischen St. Marien-Hospital Bleicherode. „Wir wollen zentrale Anlaufstellen für Pflegebedürftige und Angehörige bieten, die alle Pflegeleistungen aufeinander abgestimmt koordinieren und vermitteln. Von ambulanten Diensten oder Essen auf Rädern bis zu Informationen über den Pflegemittelverleih oder den Anspruch auf Kurzzeitpflege oder Tagespflege.“

Bei einer Qualitätspflegekonferenz im September werden die acht Heim- und PflegedienstleiterInnen des JugendSozialwerkes, der Diakonie Nordhausen und der Diakonie West gemeinsam die Vorraussetzungen für die systematische und langfristige Beratung von Pflegebedürftigen prüfen.

Außerdem sollen bereits bestehende Angebote noch stärker miteinander vernetzt werden. Für die Pflegedienstleistungszentren können die Diakonie und das JugendSozialwerk aus einem Pool von mehreren hundert Mitarbeitern in der Pflege zurückgreifen, darunter viele Pflegefachkräfte, Wohnbereichsleitungen, studierte Pflegemanager, Sozialmanager und Pflegewissenschaftler mit Beratungskompetenz. Im städtischen und ländlichen Bereich des Landkreises Nordhausen wie Bleicherode, Nordhausen und Günzerode bestehen bereits wohnortnahe Anlaufstellen für Pflegebedürftige, die nun ausgebaut werden sollen.
Autor: nnz

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