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Mitarbeiter werden erpresst

Mittwoch, 01. August 2007, 17:32 Uhr
Nordhausen (nnz). Entweder die Mitarbeitervertretung der Bike Systems GmbH nimmt dass vor einigen Tagen vom Arbeitgeber auf der Tisch gelegte Angebot an oder der Gesellschafter...


... wird die Insolvenz beantragen. Das teilte heute der Betriebsrat des Unternehmens der nnz mit. In einer vom Arbeitgeber verlangten weiteren Verhandlungsrunde von Betriebsrat und Arbeitgeber weigerte sich der Gesellschafter überhaupt über die Forderung der Belegschaft zu verhandeln.

„Das Unternehmen wurde dem Betriebsrat übergebenen Unterlagen zufolge bewusst in einen Zustand versetzt, der es unmöglich macht, auch die den Mitarbeitern gesetzlich zustehenden Kündigungsfristen zu finanzieren. Solange Bike Systems als Lohnfertiger für die MIFA tätig war, hat der gleiche Gesellschafter das Unternehmen in die Lage versetzt, seine Verbindlichkeiten zu bedienen“, teilte die Arbeitnehmervertretung mit.

Jetzt werde die Bike Systems GmbH nicht mehr benötigt, um bei der börsennotierten MIFA analystenfreundliche Überschüsse zu erwirtschaften. Für die von Arbeitsplatzverlust betroffenen Mitarbeiter bleibe nichts mehr übrig. Im Gegenteil –„die durch eine provozierte Insolvenz entstehenden Kosten sollen von der Solidargemeinschaft der Arbeitslosengeldversicherten übernommen werden, indem für die Kündigungsfristen Kurzarbeitergeld gezahlt werden soll. Auf diese Weise werden Erträge privatisiert und Aufwand vergesellschaftet“, so die Mitarbeiter von Bike Systems in einer heute herausgegebenen Erklärung.
Autor: nnz

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