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Bullen und Bären im nnz-Aktien-Tipp

Mittwoch, 20. Februar 2002, 09:09 Uhr
Nordhausen/Frankfurt (nnz). Die nnz bietet in lockerer Folge Analysen und Markteinschätzungen an. Das Material wird nnz von der „Helaba“ zur Verfügung gestellt. Heute: 20.2.2002


Die Standardwerte an der New York Stock Exchange (NYSE) sind am Dienstag schwächer in die wegen eines Feiertages verkürzte Woche gestartet. Marktteilnehmer zeigten sich verunsichert über die langfristigen Auswirkungen möglicher Bilanzmanipulationen von Unternehmen wie IBM. Die erwartet guten Quartalsergebnisses des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart und positive Konjunkturzahlen verpufften vor diesem Hintergrund. Auch die positiven Konjunkturdaten des US-Handelsministeriums konnten den Markt nicht halten. Der Dow Jones-Index gab um 1,61 Prozent auf 9.743,83 Zähler ab, während der breiter angelegte S&P 500-Index sogar 1,90 Prozent auf 1.083,21 Zähler verlor. An der Technologiebörse NASDAQ kam es zu den stärksten Verlusten. Die Finanzmanipulationen von IBM und Schwierigkeiten beim Telekomkonzern Nextel Communications haben am Dienstag zu starken Kurseinbrüchen an der technologielastigen NASDAQ geführt. Allein die Nextel-Papiere verloren rund ein Viertel ihres Wertes. Der NASDAQ-Composite fiel bis Handelsschluss um 3,07 Prozent auf 1.749,85 Punkte.

Auch die deutschen Aktienmärkte verloren gestern weiter an Boden. Schon im morgendlichen Handel musste der Dax Federn lassen und konnte die Marke von 4870 nicht mehr erreichen. Mit seinem Tiefstkurs von 4758 konnte er die Tiefststände vom 07.02. nicht ganz erreichen. Ich gehe aber davon aus, dass wir diesen Bereich heute zur Eröffnung sehen werden. Es wird aus diesem Grund heute ein spannender Tag werden. Sollte die Marke von 4730 halten haben wir gute Chancen eine kleine Erholung in Richtung 4800 zu erleben. Wenn diese wichtige Unterstützung durchbrochen wird, sieht es sehr schlecht aus für den Dax. Es gibt danach bis 4500 keine weitere nennenswerte Unterstützung und auch die Charttechnik würde dann wieder sehr negativ aussehen. Da die Angst vieler Marktteilnehmer zur Zeit sehr groß ist, könnte ich mir ein weiteres Abrutschen der Märkte vorstellen.
Christian Schmidt, Aktienhandel
Autor: nnz

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