Höchster Preisanstieg in diesem Jahr
Dienstag, 31. Juli 2007, 11:29 Uhr
Nordhausen (nnz). Hilfe, die Butter wird teurer – so titelten heute diverse Printmedien. Ob die Hysterie angebracht ist wird sich zeigen. Nach nnz-Informationen war der Juli auch ohne Milch und Butter schon teuer genug...
In Thüringen sind die Verbraucherpreise von Mitte Juni bis Mitte Juli 2007 um 0,5 Prozent gestiegen. Das war nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik der größte Preisanstieg binnen Monatsfrist in diesem Jahr. Während der Preisanstieg bei Waren mit 0,2 Prozent noch recht moderat verlief, zogen die Preise für Dienstleistungen mit 0,8 Prozent überdurchschnittlich an.
So stiegen zum Ferienbeginn die Preise für Ferienwohnungen um 30,2 Prozent, für Pauschalreisen um 16,3 Prozent, für Beherbergungsdienstleistungen um 11,5 Prozent und für Personenbeförderung im Luftverkehr um 10,7 Prozent. Kraftstoffe waren Mitte Juli 0,6 Prozent teuerer als Mitte Juni.
Die Preise für Heizöl stiegen (+ 2,9 Prozent) den siebenten Monat infolge. Dies sowie der Preisanstieg für Strom (+ 1,6 Prozent) und feste Brennstoffe (+ 0,3 Prozent) waren die Hauptgründe dafür, dass Wohnen in Thüringen im Juli 2007 um 0,3 Prozent teuerer war als noch im Juni.
Bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken (+ 0,1 Prozent) verlief die Preisentwicklung in den einzelnen Warengruppen sehr unterschiedlich, aber insgesamt mit steigendem Trend. Unter den Nahrungsmitteln verteuerten sich besonders 'Molkereiprodukte und Eier' um 1,2 Prozent. Da Eier um 0,6 Prozent billiger zu haben waren, ist der Anstieg einzig auf höhere Preise für Molkereiprodukte zurückzuführen. Nach 2,4 Prozent im Juni zogen die Preise für Milch und Butter im Juli nochmals um 2,8 Prozent an. Frische Vollmilch und H-Milch kosteten im Juli jeweils 4,4 Prozent mehr als noch im Juni.
Speisefette und -öle verteuerten sich um 1 Prozent. Brot und Getreideerzeugnisse zogen im Preis um 0,4 Prozent an. Bei Brot und anderen Backwaren aus Brotteig betrug der Preisanstieg 0,7 Prozent.
Kundenfreundlicher dagegen die Preisentwicklung für Fisch und Fischwaren (- 0,8 Prozent) sowie für Obst und Gemüse (- 1,3 Prozent). Bei Obst (- 1,0 Prozent) wurde die Preisentwicklung insbesondere bestimmt durch Preisnachlässe für Weintrauben (- 6,5 Prozent) und für Kiwis (- 4,6 Prozent). Demgegenüber mussten die Kunden für Orangen (+ 7,1 Prozent) und für Grapefruits (+ 5,8 Prozent) mehr bezahlen. Auch bei Gemüse (- 0,9 Prozent) stehen Preisnachlässen u.a. für Weißkohl (- 17,8 Prozent), Zucchini (- 15,6 Prozent) und Gurken (- 11,6 Prozent) höheren Preise u.a. für Salat (+ 11,1 Prozent), Zwiebeln (+ 6,1 Prozent) und Tomaten (+ 5,5 Prozent) gegenüber.
Nur in den Bereichen 'Bekleidung und Schuhe' (- 1,1 Prozent) sowie 'Nachrichtenübermittlung' (- 0,2 Prozent) lag das Preisniveau im Juli unter dem des Vormonats. Zur rückläufigen Preisentwicklung für Bekleidung (- 1,4 Prozent) trugen Preisnachlässe u.a. für Damenmäntel (- 9,9 Prozent), Damenjacken (- 8,5 Prozent) und Damenhosen (- 5,1 Prozent) sowie Mädchenkleider (- 5,6 Prozent) und Mädchenhosen (- 4,5 Prozent) bei.
Mit 1,5 Prozent blieb die Jahresteuerungsrate auf dem Niveau vom Juni 2007. In keiner der 12 Warenhauptgruppen lagen die Preise im Juli unter denen vom Juli 2006. Die deutlichsten Preisanstiege wurden für die Bereiche 'Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen' (+ 4,2 Prozent) und 'Alkoholische Getränke, Tabakwaren' (+ 3,9 Prozent) ermittelt. Der Indexstand stieg von 112,6 im Juni auf 113,2 (Basisjahr 2000 = 100) im Juli 2007.
Autor: nnzIn Thüringen sind die Verbraucherpreise von Mitte Juni bis Mitte Juli 2007 um 0,5 Prozent gestiegen. Das war nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik der größte Preisanstieg binnen Monatsfrist in diesem Jahr. Während der Preisanstieg bei Waren mit 0,2 Prozent noch recht moderat verlief, zogen die Preise für Dienstleistungen mit 0,8 Prozent überdurchschnittlich an.
So stiegen zum Ferienbeginn die Preise für Ferienwohnungen um 30,2 Prozent, für Pauschalreisen um 16,3 Prozent, für Beherbergungsdienstleistungen um 11,5 Prozent und für Personenbeförderung im Luftverkehr um 10,7 Prozent. Kraftstoffe waren Mitte Juli 0,6 Prozent teuerer als Mitte Juni.
Die Preise für Heizöl stiegen (+ 2,9 Prozent) den siebenten Monat infolge. Dies sowie der Preisanstieg für Strom (+ 1,6 Prozent) und feste Brennstoffe (+ 0,3 Prozent) waren die Hauptgründe dafür, dass Wohnen in Thüringen im Juli 2007 um 0,3 Prozent teuerer war als noch im Juni.
Bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken (+ 0,1 Prozent) verlief die Preisentwicklung in den einzelnen Warengruppen sehr unterschiedlich, aber insgesamt mit steigendem Trend. Unter den Nahrungsmitteln verteuerten sich besonders 'Molkereiprodukte und Eier' um 1,2 Prozent. Da Eier um 0,6 Prozent billiger zu haben waren, ist der Anstieg einzig auf höhere Preise für Molkereiprodukte zurückzuführen. Nach 2,4 Prozent im Juni zogen die Preise für Milch und Butter im Juli nochmals um 2,8 Prozent an. Frische Vollmilch und H-Milch kosteten im Juli jeweils 4,4 Prozent mehr als noch im Juni.
Speisefette und -öle verteuerten sich um 1 Prozent. Brot und Getreideerzeugnisse zogen im Preis um 0,4 Prozent an. Bei Brot und anderen Backwaren aus Brotteig betrug der Preisanstieg 0,7 Prozent.
Kundenfreundlicher dagegen die Preisentwicklung für Fisch und Fischwaren (- 0,8 Prozent) sowie für Obst und Gemüse (- 1,3 Prozent). Bei Obst (- 1,0 Prozent) wurde die Preisentwicklung insbesondere bestimmt durch Preisnachlässe für Weintrauben (- 6,5 Prozent) und für Kiwis (- 4,6 Prozent). Demgegenüber mussten die Kunden für Orangen (+ 7,1 Prozent) und für Grapefruits (+ 5,8 Prozent) mehr bezahlen. Auch bei Gemüse (- 0,9 Prozent) stehen Preisnachlässen u.a. für Weißkohl (- 17,8 Prozent), Zucchini (- 15,6 Prozent) und Gurken (- 11,6 Prozent) höheren Preise u.a. für Salat (+ 11,1 Prozent), Zwiebeln (+ 6,1 Prozent) und Tomaten (+ 5,5 Prozent) gegenüber.
Nur in den Bereichen 'Bekleidung und Schuhe' (- 1,1 Prozent) sowie 'Nachrichtenübermittlung' (- 0,2 Prozent) lag das Preisniveau im Juli unter dem des Vormonats. Zur rückläufigen Preisentwicklung für Bekleidung (- 1,4 Prozent) trugen Preisnachlässe u.a. für Damenmäntel (- 9,9 Prozent), Damenjacken (- 8,5 Prozent) und Damenhosen (- 5,1 Prozent) sowie Mädchenkleider (- 5,6 Prozent) und Mädchenhosen (- 4,5 Prozent) bei.
Mit 1,5 Prozent blieb die Jahresteuerungsrate auf dem Niveau vom Juni 2007. In keiner der 12 Warenhauptgruppen lagen die Preise im Juli unter denen vom Juli 2006. Die deutlichsten Preisanstiege wurden für die Bereiche 'Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen' (+ 4,2 Prozent) und 'Alkoholische Getränke, Tabakwaren' (+ 3,9 Prozent) ermittelt. Der Indexstand stieg von 112,6 im Juni auf 113,2 (Basisjahr 2000 = 100) im Juli 2007.
