nnz-online

Verwaltung gibt nicht auf

Montag, 30. Juli 2007, 11:51 Uhr
Nordhausen (nnz). Es ist schon ein paar Jahre her, da wurden in der Nordhäuser Promenade so genannte Hundetoiletten installiert. Die allerdings fielen sehr schnell dem allgemeinen Vandalismus zum Opfer. Jetzt gibt es einen Neuanfang.


Einen zweiten Anlauf beim Betrieb der Hundetoiletten in der Nordhäuser Promenade unternehmen jetzt das städtische Ordnungs- und Umweltamt: Die Vorrichtungen sollen wieder mit Tüten und Abfallbehältern für den Hundekot bestückt werden. „Parallel dazu werden wir ab sofort verstärkt im gesamten Stadtgebiet kontrollieren, ob die Hundebesitzer die Stadtordnung einhalten, ob sie also wie vorgeschrieben die Hinterlassenschaften ihres Hundes sofort beseitigen. Darüber hinaus werden wir auch prüfen, ob die entsprechenden Utensilien für die Beseitigung des Kotes mitgeführt werden, wie es ebenfalls in der Stadtordnung vorgeschrieben ist. Sollte dies nicht der Fall sein, werden wir konsequent Verwarngelder verhängen: Die beginnen beim Fehlen der Utensilien bei 10 Euro; die Nicht-Beseitigung des Hundekots startet bei 35 Euro. Denn es ist nicht zumutbar - vor gegenüber dort spielenden Kindern - dass die öffentlichen Flächen vom Hundedreck übersät sind“, so Ordnungsamtsleiter Holger Wengler.

Bereits im Jahr 2003 hatte die Stadtverwaltung Nordhausen in der Promenade zwei Hundetoiletten installiert. Damit sollte ein Erziehungsprozess in Gang gesetzt und die Hundebesitzer dazu bewegt werden, den Kot ihrer Lieblinge nach dem „Geschäft“ zu entfernen. „Da diese Anlagen immer wieder zerstört wurden, stellte das zuständige Amt die erneute Reparatur und Bestückung ein“, so Wengler. Damit verschlechterte sich allerdings der Zustand der Promenade zunehmend hinsichtlich der Sauberkeit der Grünflächen. Für die Arbeitskräfte die mit der Pflege der Grünanlagen beauftragt sind, stellen diese Hundehaufen unzumutbare Beeinträchtigungen insbesondere bei der Rasenmahd dar.

„In dieser erneuten Testphase werden wir prüfen, ob die Hundetoiletten bei der Bevölkerung und vor allem von den Hundehaltern akzeptiert werden. Sollte dies so sein, werden wir entscheiden, in anderen Park-/Grünanlagen so z.B. im Stadtpark ähnliche Hundetoiletten zu installieren“, sagte der Amtsleiter.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de