Olafs verrückte Welt
Freitag, 27. Juli 2007, 07:00 Uhr
Nordhausen (nnz). Mit Nike, Gelb und Arabien beschäftigt sich Olaf Schulze in seiner Glosse diese Woche. Dabei geht es nicht um Sportschuhe, Ampeln und Palästina, wovon Sie sich mit einem Klick überzeugen können.
Nike für Bayreuth
Kaum ein Deutscher im Alter von unter 120 Jahren kann das jährliche Theater um das Theater in Bayreuth zu den Wagner-Festspielen verstehen. Mal abgesehen vom 87-jährigen Enkel des Schreibers bombastischer deutschtümelnder Noten. Dieser Wolfgang Wagner bringt jetzt seine jüngste Tochter in Stellung, sein Amt als Festspielleiter zu erben. Sehr zum Verdruss von deren Cousine Nike, die auch gern bayreuthen will, obwohl sie ja die Leiterin des Weimarer Kunstfestes ist. Vielleicht hat sie ja inzwischen begriffen, dass außer den Weimarern und einer elitären Kunstjournaille kaum jemand bemerkt, dass es dieses Fest überhaupt gibt.
Und Weimar könnte sie ziehen lassen, würde die Stelle nicht neu besetzen und hätte ungeahnte Mittel für das eigene Theater frei. Das wäre doch was?!
Am meisten leiden aber muss bei den Festspielen in Bayern die Frau Merkel. Schlimm genug, dass sie nicht mit ihrem Hosenanzug ins Festspielhaus gelassen wird; ihr werden auch noch die Mundwinkel hochgezogen und an den Ohren festgetackert, damit es so aussieht, als ob sie lächelt.
Der Letzte nimmt das Gelbe
Bei der Tour des Tranks sieht niemand mehr durch. Keiner weiß, wer gerade das Gesamtklassement anführt und niemand kann voraussagen, welcher Fahrer am nächsten Tag noch an den Start geht. Teamweise verabschieden sich all die Helden der Landstraße, die zu dämlich sind, ordentlich unauffällig zu dopen. Kaum einer, der nicht in bester Vampirart sein tägliches Literchen Blut schlürft.
In Paris wird derjenige zum Gesamtsieger ausgerufen, der das Ziel erreicht. Momentan haben die Monsieurs Veranstalter nur eben mal das gelbe Trikot verlegt und suchen fieberhaft danach. Neusten Gerüchten zufolge will im nächsten Jahr BAYER groß in die Tour einsteigen und wird vermutlich mit den Teams Aspirin und Spalt gute Aussichten haben, im übersichtlichen Feld von 24 Nachwuchsfahrern aus Wuppertal und Castrop-Rauxel den Toursieger zu stellen.
Arabische Verhältnisse
Nordhausens Ex-Theaterleiter und früherer Informant des Aufklärungsdienstes des ersten deutschen Arbeiter- und Bauernstaates, M. Schindhelm, ist eigentlich für seinen nichtssagenden, aber dafür äußerst ausführlichen Intellektualismus bekannt. Hin und wieder lässt er jedoch ein Bonmot gucken, dass aufhorchen lässt. Nachdem er jahrelang in Berlin der Direktor der Opernintendanten war und niemand wusste, was er da warum zu tun hatte, verschlug es ihn nun in die Wüste von Dubai, wo er für den dort residierenden Scheich ein Theater aufbauen soll. Ob der Scheich und Schindhelm unter einem Theater das Gleiche verstehen ist bisher nicht bekannt.
Der berühmte deutsche Intendant klagte aber schon mal öffentlich, dass er ja in Dubai noch schlechtere Bedingungen vorgefunden hätte als damals in Nordhausen. Der arme Kerl! Schade auch, dass Schindhelm vergessen hat, dass er sich dank seiner Beschäftigung am Nordhäuser Theater in den Wendewirren später als Theaterfachmann ausgeben konnte.
Autor: oschNike für Bayreuth
Kaum ein Deutscher im Alter von unter 120 Jahren kann das jährliche Theater um das Theater in Bayreuth zu den Wagner-Festspielen verstehen. Mal abgesehen vom 87-jährigen Enkel des Schreibers bombastischer deutschtümelnder Noten. Dieser Wolfgang Wagner bringt jetzt seine jüngste Tochter in Stellung, sein Amt als Festspielleiter zu erben. Sehr zum Verdruss von deren Cousine Nike, die auch gern bayreuthen will, obwohl sie ja die Leiterin des Weimarer Kunstfestes ist. Vielleicht hat sie ja inzwischen begriffen, dass außer den Weimarern und einer elitären Kunstjournaille kaum jemand bemerkt, dass es dieses Fest überhaupt gibt.
Und Weimar könnte sie ziehen lassen, würde die Stelle nicht neu besetzen und hätte ungeahnte Mittel für das eigene Theater frei. Das wäre doch was?!
Am meisten leiden aber muss bei den Festspielen in Bayern die Frau Merkel. Schlimm genug, dass sie nicht mit ihrem Hosenanzug ins Festspielhaus gelassen wird; ihr werden auch noch die Mundwinkel hochgezogen und an den Ohren festgetackert, damit es so aussieht, als ob sie lächelt.
Der Letzte nimmt das Gelbe
Bei der Tour des Tranks sieht niemand mehr durch. Keiner weiß, wer gerade das Gesamtklassement anführt und niemand kann voraussagen, welcher Fahrer am nächsten Tag noch an den Start geht. Teamweise verabschieden sich all die Helden der Landstraße, die zu dämlich sind, ordentlich unauffällig zu dopen. Kaum einer, der nicht in bester Vampirart sein tägliches Literchen Blut schlürft.
In Paris wird derjenige zum Gesamtsieger ausgerufen, der das Ziel erreicht. Momentan haben die Monsieurs Veranstalter nur eben mal das gelbe Trikot verlegt und suchen fieberhaft danach. Neusten Gerüchten zufolge will im nächsten Jahr BAYER groß in die Tour einsteigen und wird vermutlich mit den Teams Aspirin und Spalt gute Aussichten haben, im übersichtlichen Feld von 24 Nachwuchsfahrern aus Wuppertal und Castrop-Rauxel den Toursieger zu stellen.
Arabische Verhältnisse
Nordhausens Ex-Theaterleiter und früherer Informant des Aufklärungsdienstes des ersten deutschen Arbeiter- und Bauernstaates, M. Schindhelm, ist eigentlich für seinen nichtssagenden, aber dafür äußerst ausführlichen Intellektualismus bekannt. Hin und wieder lässt er jedoch ein Bonmot gucken, dass aufhorchen lässt. Nachdem er jahrelang in Berlin der Direktor der Opernintendanten war und niemand wusste, was er da warum zu tun hatte, verschlug es ihn nun in die Wüste von Dubai, wo er für den dort residierenden Scheich ein Theater aufbauen soll. Ob der Scheich und Schindhelm unter einem Theater das Gleiche verstehen ist bisher nicht bekannt.
Der berühmte deutsche Intendant klagte aber schon mal öffentlich, dass er ja in Dubai noch schlechtere Bedingungen vorgefunden hätte als damals in Nordhausen. Der arme Kerl! Schade auch, dass Schindhelm vergessen hat, dass er sich dank seiner Beschäftigung am Nordhäuser Theater in den Wendewirren später als Theaterfachmann ausgeben konnte.
