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Jetzt: Dienstaufsichtsbeschwerde

Dienstag, 19. Februar 2002, 18:35 Uhr
Nordhausen/Steigerthal (nnz). Der Nordhäuser Ortsteil Steigerthal will den Abwasserzweckverband „Goldene Aue“ verlassen und die Aufgaben vom Entwässerungsbetrieb der Stadt Nordhausen erledigen lassen. Diesem Willen der Bürger im Ortsteil wird jetzt mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde der Stadt Nordhausen gegen die Rechtsaufsicht beim Landratsamt nachgeholfen.


Seit fast zwei Jahren wartet man auf die Genehmigung des Wechsels durch das Landratsamt. Der Finanzausschuss der Stadt Nordhausen hatte im Januar 2002 beschlossen, die Rechtsaufsicht aufzufordern, bis zum 18. Februar den gewünschten Austritt zu genehmigen. Die Genehmigung liegt nicht vor. Deshalb hat jetzt, wie ebenfalls vom Finanzausschuss beschlossen, die Stadt Nordhausen Dienstaufsichtsbeschwerde beim Landratsamt eingelegt. Die Mitglieder des Abwasserzweckverbandes „Goldene Aue“ hatten bereits im Oktober 2001 den Austritt Steigerthals aus ihren Reihen beschlossen, der Ortschaftsrat von Steigerthal hatte dies bereits Anfang 2000 getan und im März 2000 die Mitgliedschaft gekündigt.

Vom Wechsel zum Stadtentwässerungsbetrieb hängt unter anderem der Ausbau einer Straße und eines Gehweges in Steigerthal ab. Der kann allerdings erst kommen, wenn zuvor Abwasserleitungen in die Erde gebracht werden. Mit dieser Arbeit könnte der Stadtentwässerung sofort beginnen. Wiederum muss dazu erst der Wechsel zum Stadtentwässerungsbetrieb genehmigt sein. Bei dem Wechsel geht es auch ums Geld: Mehr als 25 Euro pro Jahr kann jeder Haushalt in Steigerthal einsparen, wenn der Ortsteil vom Stadtentwässerungsbetrieb betreut werden kann.
Autor: nnz

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