Ende des Jahres: Wasser marsch!
Dienstag, 24. Juli 2007, 13:13 Uhr
Nordhausen (nnz). Zum Ende dieses Jahres geht das neue Nordhäuser Wasserwerk in Betrieb. Das kündigte jetzt der Geschäftsführer des Wasserverbandes, Ulrich Schardt, an. Was bis dahin in der Alexander-Puschkin-Straße noch zu erledigen ist, hat die nnz heute erfahren.
Geschäftsführer Ulrich Schardt (links) mit Wassermeister Ralph Emmelmann in der neuen Filterhalle
Zum Ende des Sommers beginnen wir mit der Funktionsprüfung der Einzelanlagen des Wasserwerkes, im Herbst folgt dann der geordnete Probebetrieb mit voller Kapazität. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit geht es damit jetzt auf das Ende zu, so Schardt. Zurzeit liefen die letzten Arbeiten am wichtigsten Teil der Trinkwasseraufbereitungsanlage – der Filterhalle. Bau- und gebäudetechnisch ist die Einrichtung inzwischen komplett, die Kalzium-Karbonat-Filter im Keller sind ebenfalls schon installiert. Die wassertechnischen Anlagen und die Rohrtechnik sind zum größten Teil installiert sowie die Neutralisationsanlagen. Gegenwärtig wird die erforderliche Dosiertechnik installiert für die ph-Wert-Einstellung und die Sicherheits-Chlorung. Ganz zum Schluss werden die hochempfindlichen Membranfilter eingesetzt, sagte Schardt.
Trotz des Neubaus des Wasserwerks würden allerdings nicht alle historischen Anlagen bzw. Gebäude auf dem Gelände in der Puschkinstraße abgerissen oder ungenutzt stehenbleiben. Zum Beispiel werden die großen Rundfilter in der Filterhalle – mit denen wir zurzeit noch arbeiten – zu besichtigen sein wie auch weitere historische Ausstellungsstücke zur Geschichte der Trinkwasserversorgung in Nordhausen. Das alte Turbinenhaus wird zu einem Besucherzentrum umgebaut. Unser Blick richtet sich dabei insbesondere auf Schülergruppen, denen wir hier anschaulich den Weg des Wassers aus dem Boden bis hin zum Wasserhahn erläutern können, sagte der Geschäftsführer.
Der Wasserverband Nordhausen versorgt rund 82.000 Menschen. Im neuen Wasserwerk wird das Wasser aus der Nordhäuser Talsperre bei Neustadt aufbereitet und mit Grundwasser aus ca. 8 Brunnen gemischt. Zugleich wird die neue Anlage mit einer eingebauten Turbine die Möglichkeit zur Stromerzeugung haben. Dieser Strom wiederum wird für den Betrieb des Wasserwerkes genutzt.
Grund für den Neubau des Wasserwerkes ist neben dem hohen Alter der 80-jährigen Aufbereitungs-Anlage in erster Linie die neue Trinkwasserwasserverordnung, die deutlich höhere Maßstäbe setzt und eine anspruchsvolle Aufbereitung für das Oberflächenwasser aus der Talsperre vorschreibt. Im Gegensatz zur bisherigen Technologie arbeitet das neue Werk mit der Ultra-Filtration: Mit ihr können sogar Partikel aus dem Wasser entfernt werden, die tausendmal kleiner sind, als jene, die wir aktuell zurückhalten können, so Schardt. Und dort sind wir jetzt schon im Größenbereich von tausendstel Millimetern.
Autor: nnzGeschäftsführer Ulrich Schardt (links) mit Wassermeister Ralph Emmelmann in der neuen Filterhalle
Zum Ende des Sommers beginnen wir mit der Funktionsprüfung der Einzelanlagen des Wasserwerkes, im Herbst folgt dann der geordnete Probebetrieb mit voller Kapazität. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit geht es damit jetzt auf das Ende zu, so Schardt. Zurzeit liefen die letzten Arbeiten am wichtigsten Teil der Trinkwasseraufbereitungsanlage – der Filterhalle. Bau- und gebäudetechnisch ist die Einrichtung inzwischen komplett, die Kalzium-Karbonat-Filter im Keller sind ebenfalls schon installiert. Die wassertechnischen Anlagen und die Rohrtechnik sind zum größten Teil installiert sowie die Neutralisationsanlagen. Gegenwärtig wird die erforderliche Dosiertechnik installiert für die ph-Wert-Einstellung und die Sicherheits-Chlorung. Ganz zum Schluss werden die hochempfindlichen Membranfilter eingesetzt, sagte Schardt.
Trotz des Neubaus des Wasserwerks würden allerdings nicht alle historischen Anlagen bzw. Gebäude auf dem Gelände in der Puschkinstraße abgerissen oder ungenutzt stehenbleiben. Zum Beispiel werden die großen Rundfilter in der Filterhalle – mit denen wir zurzeit noch arbeiten – zu besichtigen sein wie auch weitere historische Ausstellungsstücke zur Geschichte der Trinkwasserversorgung in Nordhausen. Das alte Turbinenhaus wird zu einem Besucherzentrum umgebaut. Unser Blick richtet sich dabei insbesondere auf Schülergruppen, denen wir hier anschaulich den Weg des Wassers aus dem Boden bis hin zum Wasserhahn erläutern können, sagte der Geschäftsführer.
Der Wasserverband Nordhausen versorgt rund 82.000 Menschen. Im neuen Wasserwerk wird das Wasser aus der Nordhäuser Talsperre bei Neustadt aufbereitet und mit Grundwasser aus ca. 8 Brunnen gemischt. Zugleich wird die neue Anlage mit einer eingebauten Turbine die Möglichkeit zur Stromerzeugung haben. Dieser Strom wiederum wird für den Betrieb des Wasserwerkes genutzt.
Grund für den Neubau des Wasserwerkes ist neben dem hohen Alter der 80-jährigen Aufbereitungs-Anlage in erster Linie die neue Trinkwasserwasserverordnung, die deutlich höhere Maßstäbe setzt und eine anspruchsvolle Aufbereitung für das Oberflächenwasser aus der Talsperre vorschreibt. Im Gegensatz zur bisherigen Technologie arbeitet das neue Werk mit der Ultra-Filtration: Mit ihr können sogar Partikel aus dem Wasser entfernt werden, die tausendmal kleiner sind, als jene, die wir aktuell zurückhalten können, so Schardt. Und dort sind wir jetzt schon im Größenbereich von tausendstel Millimetern.

