Produktionsstopp bei Bike-Systems - Insolvenzverwalter abgelöst
Donnerstag, 09. November 2000, 15:58 Uhr
Nordhausen (nnz). Seit gestern steht beim fünftgrößten Fahrradhersteller Deutschlands, Bike Systems in Nordhausen, die Produktion. Wie der bisherige Insolvenzverwalter, Bruno Fraas aus Zellingen, mitteilte, würden die Lieferanten nichts mehr zuliefern. Mit dem Lieferstopp sprächen sie dem neuen Insolvenzverwalter, Dr. Michael Jaffé, ihr Mißtrauen aus. Der Münchner Anwalt ist seit zwei Tagen im Amt, weil die Gläubigerversammlung am Dienstag mit knapper Mehrheit für eine Ablösung von Fraas gestimmt hatte. Fraas selbst kann sich diesen Schritt nicht erklären. Er betonte gegenüber der nnz, daß die Auftragsbücher noch bis Januar voll gefüllt seien und er gute Chancen gesehen habe, den Betrieb zu retten. Er habe bereits einen Insolvenzplan erarbeitet, der eine Entschuldung des Unternehmens über eine Beteiligungsgesellschaft vorsehe, im Dezember sollte darüber abgestimmt werden. Welche Pläne Dr. Jaffé mit Bike Systems hat, ist noch unklar. Bislang stand Jaffè für einen Auskunft nicht zur Verfügung
Das Nordhäuser Unternehmen mit rund 220 Mitarbeitern war vor Monaten in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die Geschäftsleitung begründete die Probleme mit zu hohen Einkaufspreisen wegen zu geringer Abnahmemengen. Ein Insolvenzverfahren wurde beantragt und später auch eröffnet.
Unterdessen hat offenbar ein Gläubiger beim zuständigen Amtsgericht in Schweinfurt ein Beschwerdeverfahren eingeleitet. Damit will er Fraas zurück ins Amt hieven.
Autor: ssDas Nordhäuser Unternehmen mit rund 220 Mitarbeitern war vor Monaten in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die Geschäftsleitung begründete die Probleme mit zu hohen Einkaufspreisen wegen zu geringer Abnahmemengen. Ein Insolvenzverfahren wurde beantragt und später auch eröffnet.
Unterdessen hat offenbar ein Gläubiger beim zuständigen Amtsgericht in Schweinfurt ein Beschwerdeverfahren eingeleitet. Damit will er Fraas zurück ins Amt hieven.
