Fahrendes Krankenhaus
Montag, 23. Juli 2007, 18:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Eine kleine Intensivstation auf Rädern wurde heute eingeweiht. Jährlich wird das Fahrzeug 100.000 km unterwegs sein. Nnz durfte einen Einblick nehmen in diese moderne Station.
Jährlich müssen 1.200 bis 1.300 Menschen aus Thüringen und den angrenzenden Bundesländern die Hilfe des Intensivverlegungsdienstes Mitteldeutschland in Anspruch nehmen. Sechs Fahrzeuge sind als fahrende Intensivstationen im Einsatz. Drei neue sollen dazukommen. Das erste ist seit heute Mittag im Einsatz. Im Januar 2008 werden zwei weitere Mercedes Sprinter ältere Fahrzeuge ersetzen. Den Prototypen weihte heute Sozialminister Dr. Klaus Zeh (CDU) ein. Er ließ sich die Funktionen erklären, wollte aber nicht probeliegen. Die Trage hält auch schwerere Personen als den Minister locker aus. Bis zu 228 kg dürfen aufgeladen werden.
Die schwerverletzten Personen werden von qualifizierten Ärzten des Südharzkrankenhauses und der Universitätsklinik Friedrich Schiller in Jena betreut. Unterstützt werden sie dabei von jeweils einem Rettungssanitäter und einer Krankenschwester. 20 Ärzte des Südharzkrankenhauses opfern einen Teil ihrer Freizeit für diesen Dienst.
Sechs Jahre sollen die Fahrzeuge ihren Dienst in Mitteldeutschland tun. Keine leichte Aufgabe, denn jedes Jahr werden sie rund 100.000 km unterwegs sein, um schwerletzte Menschen von einem Krankenhaus in ein anderes zu bringen oder auch Personen aus den europäischen Ausland nach Deutschland zurückzubringen. Diese Aufgabe findet meist in Zusammenarbeit mit dem ADAC statt.
Zum Hintergrund:
Durch die gesetzlichen Krankenkassen, unter Federführung der AOK Thüringen, wurde seit dem Jahr 1996 der Aufbau eines speziellen Transportsystems für Intensivpatienten im Freistatt Thüringen unterstützt. Im Jahr 2000 wurden durch das Thüringer Innenministerium nach einer Novellierung des Thüringer Landesrettungsdienstplanes die heute gültigen gesetzlichen Grundlagen geschaffen.
Wesentlicher Schwerpunkt der gesetzlichen Änderung war die Verankerung der Qualitätssicherung, eine Optimierung der in Thüringen vorhanden Ressourcen sowie eine Verbesserung der Bediensicherheit beim Transport von Intensivpatienten. Es wurden zwei Stationierungsorte für den Freistaat Thüringen in Nordhausen und Jena ausgewiesen.
Ziel war es ein qualitätsorientiertes, wirtschaftliches, professionelles Transportsystem zu entwickeln, welches landesweit als Bindeglied zwischen Krankenhäusern, Schwerpunkt- und Spezialkliniken arbeitet. Der Freistaat Thüringen hat damit bundesweit die höchsten Qualitätskriterien definiert.
Das Deutsche Rote Kreuz Jena-Eisenberg-Stadtroda sowie die Rettungsdienst Stadt Ellrich gGmbH stellten sich dieser Herausforderung und gründeten im Jahr 2000 die Intensivverlegungsdienst Thüringen gGmbH. Gemeinsam mit dem Südharzkrankenhaus Nordhausen und der Friedrich-Schiller-Universität Jena, welche die ärztliche Besetzung sicherstellen, werden in Jena und Nordhausen zwei Intensivmobile 24 Stunden täglich vorgehalten.
Seit dem Bestehen des Unternehmens wurden ca. 10.000 Intensivpatienten europaweit transportiert und über 12.000 Notfallpatienten versorgt.
Da sich der Einzugsbereich längst nicht mehr auf den Freistaat Thüringen begrenzt, ein Viertel des Einsatzaufkommens kommt aus den Bundesländern Sachsen/Anhalt, Sachsen, Bayern sowie Niedersachsen, wurde im Jahr 2006 das Unternehmen in IVD- Intensivverlegungsdienst Mitteldeutschland gGmbH umbenannt.
Die nunmehr 4. Generation eines Intensivmobil wurde auf dem bewährten Mercedes- Sprinter Modell konzipiert. Der Mercedes Sprinter 518 CDI bildet als kompakte Intensivtransporteinheit einen durchdachten Arbeitsplatz für das Team, bestehend aus Intensivmediziner, Intensivschwester und Rettungsassistent. Eine Versorgung der Patienten, unter Aufrechterhaltung der intensivmedizinischen Therapie, konnte mit diesen europaweit modernsten Transportsystems weiter optimiert werden.
Die Investitionskosten pro Transporteinheit von ca. 250.000 Euro werden allein von der IVD- Intensivverlegungsdienst Mitteldeutschland gGmbH getragen.
Autor: wfJährlich müssen 1.200 bis 1.300 Menschen aus Thüringen und den angrenzenden Bundesländern die Hilfe des Intensivverlegungsdienstes Mitteldeutschland in Anspruch nehmen. Sechs Fahrzeuge sind als fahrende Intensivstationen im Einsatz. Drei neue sollen dazukommen. Das erste ist seit heute Mittag im Einsatz. Im Januar 2008 werden zwei weitere Mercedes Sprinter ältere Fahrzeuge ersetzen. Den Prototypen weihte heute Sozialminister Dr. Klaus Zeh (CDU) ein. Er ließ sich die Funktionen erklären, wollte aber nicht probeliegen. Die Trage hält auch schwerere Personen als den Minister locker aus. Bis zu 228 kg dürfen aufgeladen werden.
Die schwerverletzten Personen werden von qualifizierten Ärzten des Südharzkrankenhauses und der Universitätsklinik Friedrich Schiller in Jena betreut. Unterstützt werden sie dabei von jeweils einem Rettungssanitäter und einer Krankenschwester. 20 Ärzte des Südharzkrankenhauses opfern einen Teil ihrer Freizeit für diesen Dienst.
Sechs Jahre sollen die Fahrzeuge ihren Dienst in Mitteldeutschland tun. Keine leichte Aufgabe, denn jedes Jahr werden sie rund 100.000 km unterwegs sein, um schwerletzte Menschen von einem Krankenhaus in ein anderes zu bringen oder auch Personen aus den europäischen Ausland nach Deutschland zurückzubringen. Diese Aufgabe findet meist in Zusammenarbeit mit dem ADAC statt.
Zum Hintergrund:
Durch die gesetzlichen Krankenkassen, unter Federführung der AOK Thüringen, wurde seit dem Jahr 1996 der Aufbau eines speziellen Transportsystems für Intensivpatienten im Freistatt Thüringen unterstützt. Im Jahr 2000 wurden durch das Thüringer Innenministerium nach einer Novellierung des Thüringer Landesrettungsdienstplanes die heute gültigen gesetzlichen Grundlagen geschaffen.
Wesentlicher Schwerpunkt der gesetzlichen Änderung war die Verankerung der Qualitätssicherung, eine Optimierung der in Thüringen vorhanden Ressourcen sowie eine Verbesserung der Bediensicherheit beim Transport von Intensivpatienten. Es wurden zwei Stationierungsorte für den Freistaat Thüringen in Nordhausen und Jena ausgewiesen.
Ziel war es ein qualitätsorientiertes, wirtschaftliches, professionelles Transportsystem zu entwickeln, welches landesweit als Bindeglied zwischen Krankenhäusern, Schwerpunkt- und Spezialkliniken arbeitet. Der Freistaat Thüringen hat damit bundesweit die höchsten Qualitätskriterien definiert.
Das Deutsche Rote Kreuz Jena-Eisenberg-Stadtroda sowie die Rettungsdienst Stadt Ellrich gGmbH stellten sich dieser Herausforderung und gründeten im Jahr 2000 die Intensivverlegungsdienst Thüringen gGmbH. Gemeinsam mit dem Südharzkrankenhaus Nordhausen und der Friedrich-Schiller-Universität Jena, welche die ärztliche Besetzung sicherstellen, werden in Jena und Nordhausen zwei Intensivmobile 24 Stunden täglich vorgehalten.
Seit dem Bestehen des Unternehmens wurden ca. 10.000 Intensivpatienten europaweit transportiert und über 12.000 Notfallpatienten versorgt.
Da sich der Einzugsbereich längst nicht mehr auf den Freistaat Thüringen begrenzt, ein Viertel des Einsatzaufkommens kommt aus den Bundesländern Sachsen/Anhalt, Sachsen, Bayern sowie Niedersachsen, wurde im Jahr 2006 das Unternehmen in IVD- Intensivverlegungsdienst Mitteldeutschland gGmbH umbenannt.
Die nunmehr 4. Generation eines Intensivmobil wurde auf dem bewährten Mercedes- Sprinter Modell konzipiert. Der Mercedes Sprinter 518 CDI bildet als kompakte Intensivtransporteinheit einen durchdachten Arbeitsplatz für das Team, bestehend aus Intensivmediziner, Intensivschwester und Rettungsassistent. Eine Versorgung der Patienten, unter Aufrechterhaltung der intensivmedizinischen Therapie, konnte mit diesen europaweit modernsten Transportsystems weiter optimiert werden.
Die Investitionskosten pro Transporteinheit von ca. 250.000 Euro werden allein von der IVD- Intensivverlegungsdienst Mitteldeutschland gGmbH getragen.


