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Rathaus blockiert Landratsamt

Freitag, 20. Juli 2007, 09:05 Uhr
Nordhausen (nnz). Zu einer „Blockade“ des Landratsamtes in der Behringstraße kommt es ab Anfang August in Nordhausen. Wer dahintersteckt und welche Motive dem zugrunde liegen, das hat jetzt die nnz erfahren.

Gesperrt (Foto: nnz) Gesperrt (Foto: nnz)

„Die Stadtverwaltung Nordhausen wird ab Anfang August bis Ende des Jahres gemeinsam mit der Stadtwerke Infrastruktur- und Verkehrsgesellschaft mbH (IVG) die Behringstraße grundhaft ausbauen, die Gleisanlage im Zusammenhang mit der Haltestelle Badehaus/ Landratsamt und die vorhandene Beleuchtungsanlage erneuern“. Dies sei auf Grund des baulichen Zustandes sowie der fehlenden baulichen Trennung zwischen Straßenraum und Gleiskörper und der hohen Fußgängerfrequentierung dringend erforderlich, kündigte jetzt Angela Breuer vom städtischen Bauamt an. Das bringt nach nnz-Informationen eine Sperrung der Straße mit sich, für Anlieger soll es allerdings eine Lösung geben, war aus dem Rathaus zu hören.

Die derzeitige Verkehrssituation dort sei nicht befriedigend, weil gefährlich: „Die Straßenbahnfahrgäste sind zum Beispiel nach dem Aussteigen direkt in den Verkehrsraum der Autos gelaufen. Die bauliche Trennung durch die Erhöhung des Haltstellenbereiches wird diese Situation entschärft. Zugleich wird damit der behindertengerechte Einstieg in die Straßenbahn möglich“, sagte Breuer. Der Haltestellenbereich werde in einer Bordhöhe von 22 Zentimeter Höhe gebaut und mit einem taktilen Streifen mit weißer strukturierter Oberfläche für Blinde und Sehbehinderte versehen.

Die Versorgungsträger, wie Energieversorgung Nordhausen, Wasserversorgung, Stadtentwässerungsbetrieb beteiligten sich ebenfalls an dieser Ausschreibung, so dass am Ende eine neu sanierte Verkehrsanlage mit funktionierender Ver- und Entsorgung entstehe, erklärt sie. Die Neuordnung der Verkehrsbeziehungen sehe dann eine gemischte Verkehrsfläche für Fußgänger, Straßenbahn- und PKW-Verkehr vor.

Der Ausbau der Gleisanlage beginnt im Bereich der Grimmelallee ca. 25 Meter vor der Einmündung in die Behringstraße und erstreckt sich über eine Länge von 245 Metern. Dabei werden die Gleise im sogenannten „Labyrinth“, das hinter dem Landratsamt zum Altentor führt, in einem größeren Bogen neu verlegt. Der Haltestellenbereich sowie der Gehweg werden mit Betonsteinen gepflastert, die anliegenden Verkehrsbereiche und Fahrbahnen werden bitumiert.

Die Umbaukosten von 248.000 Euro werden aus Mitteln der Städtebauförderung mit 166.960 Euro gefördert. Der Eigenanteil der Stadtverwaltung Nordhausen beträgt knapp 42.000 Euro und die Anliegerbeiträge belaufen sich auf ca. 39.000 Euro.
Autor: nnz

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