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Eine Woche

Dienstag, 17. Juli 2007, 17:01 Uhr
Nordhausen (nnz). Seit einer Woche halten die Mitarbeiter von Bike Systems ihr Werk besetzt. Heute Vormittag sollte ein Ultimatum ablaufen, dass die Geschäftsleitung dem Betriebsrat gestellt hatte. Was der Tag brachte, das erfahren Sie mit dem bekannten Klick.

Bike  (Foto: WF) Bike (Foto: WF)

Es blieb ruhig an der Freiherr-vom-Stein-Straße, der Auflauf kurz vor 10 Uhr, dem Ablauf des Ultimatums, war jedoch beachtlich. Vertreter von verschiedenen Parteien waren vor Ort, um die Beschäftigten zu unterstützen. Mit dabei auch zahlreiche Reporter und Kamerateams. Doch: Es tat sich nichts, dafür bekundeten drei Mitglieder des Betriebsrates von Opel Eisenach ihre Solidarität für die Kollegen in Nordhausen.

Ein Mitglied des hiesigen Betriebsrates sagte der nnz, dass Geschäftsführer Müller mitgeteilt habe, ihm sei nicht an Provokationen gelegen, vielmehr solle auf Deeskalation eingewirkt werden. Das klingelt den Mitarbeitern in Nordhausen quasi in den Ohren, sie hatten zweimal Vorschläge zur Entschärfung der Situation unterbreitet, selbst ein Angebot des Arbeitsrichters in Nordhausen hätten die Bosse abgelehnt.

Gestern hatte sich Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) mit Vertretern der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) getroffen. Ergebnis: Vertraulich. Morgen soll es ein Gespräch hinter verschlossenen Türen an einem geheimen Ort in Nordhausen geben, an dem neben mehreren Kommunalpolitikern auch Vertreter der Unternehmensleitung von Bike Systems sowie Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) teilnehmen wollen.
Autor: nnz

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