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Belohnung für gute Noten

Dienstag, 17. Juli 2007, 13:57 Uhr
Nordhausen (nnz). Morgen gibt es Zeugnisse. Eltern und Großeltern freuen sich mit ihren Kindern und Enkeln und honorieren die schulischen Leistungen mit zum Teil großzügigen Geschenken. Gern wird dabei auch Geld verschenkt. Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) mahnt Eltern und Großeltern...


„Geldgeschenke sind sehr beliebt, denn die Kinder und Jugendlichen können über die Verwendung meist allein entscheiden. Eltern und Großeltern sollten dies nicht dem Selbstlauf überlassen, denn es gibt Kinder und Jugendliche, die das Geld dann auch für unnütze Dinge ausgeben. Das kann verhindert werden, wenn vorher miteinander gesprochen wird.“

Erziehung zum Umgang mit Geld hat sich auch die Schule zum Auftrag gemacht. Ende 2001 startete ein Modellprojekt „Netzwerk Schuldenprävention“ an Jenaer Schulen, das von der Schuldnerberatung Jena getragen und vom Sozial- und Kultusministerium unterstützt wurde. Im Jahr 2003 fand eine erste Fachtagung des Thüringer Institutes für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) statt, bei der erste vielversprechende Ergebnisse dieses Modelprojektes ausgewertet wurden. Inzwischen ist das Projekt „Erziehung zum Umgang mit Geld“ – wie es jetzt heißt – landesweit eingeführt. In allen Schulamtsbereichen stehen speziell ausgebildete Moderatoren und Experten als Ansprechpartner für Lehrer und Eltern zur Verfügung. Dazu gibt es die Broschüre des ThILLM „Erziehung zum Umgang mit Geld“ als Handreichung für den Unterricht.

„Zunehmend geraten auch junge Menschen in die Schuldenfalle. Daher ist es von großer Bedeutung, Kindern und Jugendlichen den verantwortungsbewussten Umgang mit Geld zu vermitteln. Kinder lernen lebenspraktische Kompetenzen, wie das Haushalten mit Geld, das Sparen für größere Anschaffungen oder das Verzichten, häufig nicht nur in der Familie. Das Thema Geld gehört oft zu den Tabuthemen. Kinder erleben nicht mehr, dass Geld eine knappe Ressource ist, weil ihnen viele ihrer Wünsche schnell erfüllt werden. Es ist wichtig, dass Eltern und Großeltern am Beginn der Ferienzeit über die Verwendung der Geldgeschenke miteinander reden“, so Minister Goebel abschließend.
Autor: nnz

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