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Mehr Einbindung gefordert

Dienstag, 17. Juli 2007, 11:13 Uhr
Nordhausen (nnz). Naturpark Südharz – das ist für Unternehmen im Landkreis Nordhausen immer noch ein „Buch mit sieben Siegeln“. Der Nordhäuser Unternehmerverband (NUV) macht gegenüber der nnz da so einige Forderungen auf...


In der vergangenen Woche hatten Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) und Landrat Joachim Claus (CDU) die Nordhäuser Stadträte über das von beiden unterzeichnete Nachhaltigkeitsabkommen unterrichtet. Dabei spielt auch die Möglichkeit der Etablierung eines Naturparks Südharz eine Rolle.

Der Nordhäuser Unternehmerverband (NUV) verweist vor diesem Hintergrund auf die in einem Strategiepapier festgeschriebenen wirtschaftlichen Entwicklungsziele für den Landkreis Nordhausen. Das Papier war im vergangenen Jahr sowohl von Frau Rinke als auch von Herrn Claus unterzeichnet worden.

Die Bestrebungen für einen Naturpark laufen nach Ansicht der NUV-Vorstandes konträr dem im vergangenen Jahr beschlossenen Strategiepapier. Ein solches Ändern von Positionen hilft der Wirtschaft der Region Nordhausen nicht weiter. Vielmehr hält es der Unternehmerverband für wünschenswert, wenn er im Vorfeld einer Entscheidung, wie der Unterzeichnung des Nachhaltigkeitsabkommens stärker mit eingebunden wird. Die Erfahrungen mit der Propagierung und Etablierung eines ökologischen Landkreises sollten auch der kommunalen Politik hinlänglich bekannt sein. Aus Sicht den NUV hat das Projekt „Ökologischer Landkreis Nordhausen“ nichts gebracht.

Wichtig wäre zuvor - sollte das Projekt des Naturparks Südharz weiter verfolgt werden – ein Ausbau der entsprechenden Infrastruktur im Straßen- und Verkehrsbereich sowie im Bereich des Tourismus. Sonst könnte es passierten, daß sich Gäste und Touristen die Schönheiten der Südharzer Natur im Landkreis Nordhausen ansehen, zur Übernachtung und zum Speisen in die Nachbarlandkreise nach Sachsen-Anhalt oder Niedersachsen fahren.

Der NUV ist nicht grundsätzlich gegen das Prädikat Naturpark, aber wie beim Hausbau sollte man nicht mit dem Bau des Daches beginnen.

Weiteren Abstimmungsbedarf sehen die Vorständler des NUV auch hinsichtlich des angekündigten Beitritts zur „Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland“. Der NUV pflegt seit Monaten intensive Kontakte zu den Nachbarbundesländern, so zu Beispiel zur Wirtschaftsförderung des neuen Landkreises „Mansfeld-Südharz“. Gerade diese kurzen Wege sollten genutzt werden, statt sich einer Initiative anzuschließen, deren Mitglieder sich zum größten Teil aus großen Unternehmen wie BMW oder Linde zusammensetzt. Unter den bisherigen 49 Mitgliedern der Initiative sind mit Halle, Leipzig, Dessau und Jena nur vier Städte zu finden.

Nach Meinung des NUV sollten sich die kommunalen Akteure der Politik in erster Linie für die Schaffung von harten und weichen Standortfaktoren einsetzen, damit die Nordhäuser Region interessant für Investoren wird und für bestehende Unternehmen der Region bleibt.

Zu diesem Thema findet das nächste Klubgespräch unter dem Titel „Standortvergleich in Thüringen und Wirtschaftsfreundlichkeit der Verwaltung“ am 3. August 2007 in der Kreissparkasse Nordhausen statt.
Autor: nnz

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