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Resumeè des Besuches in Ostrow

Montag, 18. Februar 2002, 14:46 Uhr
Nordhausen (nnz). Vor drei Wochen empfing Nordhausens Oberbürgermeisterin Gäste aus Polen. Jetzt fuhr sie zu einem Gegenbesuch. Was sie an Erfahrungen und Eindrücken sammeln konnte, lesen Sie in der nnz.


Letzte Woche war es soweit. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) war zu Gast in der Partnerstadt Ostrow. Drei Tage lernte sie die Mentalität, das Schulsystem und vor allem die Menschen kennen. Der wichtigste Grund für ihren Besuch war allerdings eine Benefizveranstaltung, welche zugunsten eines Kinderkrankenhaus veranstaltet wurde. Barbara Rinke: „Ein Benefizball wurde von einer Art Kinderhilfswerk organisiert, wobei auch verschiedenste Sachen für einen guten Zweck versteigert wurden.“ Die Stadt Nordhausen brachte eigens eine Stereoanlage mit nach Polen, um sie ebenfalls in den großen „Topf“ der Versteigerung zu legen.

Interessant war für die deutsche Delegation der Aufbau des Schulsystems. So Barbara Rinke, dass die polnischen Schüler grundsätzlich bis zur neunten Klasse gemeinsam ins Gymnasium gehen und auch alle nach den Schulabschlüssen die gleichen Berufschancen haben. „Deutsch ist in Polen zumeist erste Fremdsprache und wird bereits im Kindergarten gelehrt,“ so die Oberbürgermeisterin weiter „Wir planen in nächster Zeit mit einer Schule aus Ostrow und einer Grundschule aus Nordhausen, vielleicht der Käthe-Kollwitz-Schule, ein gemeinsames Projekt. Dieses Projekt soll nicht nur im sportlichen oder kulturellen Interesse stehen, sondern auch dem Erfahrungsaustausch beider Lehrkörper dienen.“

Ein weiterer Schwerpunkt des Besuches war das Kennenlernen der Frage, wie sich die einzelnen Schulen finanzieren. Nicht wie in Deutschland üblich, bekommen die polnischen Schulen keinerlei Fördergelder, weder vom Land noch von der Stadt. Einen modernen Schritt machte Ostrow vor fünf Jahren. Denn sie ging als Stadt an die Börse. Nur so und durch Spendengelder ist es möglich, sich zu finanzieren. Damit fühlen sich die Ostrower mehr mit den städtischen Belangen verbunden und verantwortlich. Jeder Bürger der Stadt hat so die Möglichkeit, mit einer Aktie direkt am Geschehen und den Veränderungen teil zu haben.
Autor: vf

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