Mehr Gewicht für Nordhausen
Montag, 09. Juli 2007, 10:19 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Kreisfreiheit für Nordhausen wird im Nordhäuser Rathaus wohl nicht mehr diskutiert, Wohl aber werden Vergleiche mit anderen Städten gezogen, die kreisfrei sind...
23.435 Einwohner hat das Bundesland Thüringen im letzten Jahr verloren. Rund 1.000 Einwohner sind es im Schnitt auch Jahr für Jahr im Landkreis Nordhausen, im Jahr 2006 waren dies genau 982 Einwohner weniger. Insgesamt hat der Landkreis Nordhausen so in den letzten zehn Jahren rund 10.000 Einwohner verloren, dies entspricht der gesamten Einwohnerzahl der heutigen Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz. Zum Stichtag 31.12.2006 lebten im Landkreis nur noch 92.630 Südharzer. Auch die Prognosen des Landesamtes für Statistik zeigen bis 2020 noch einmal einen Einwohnerverlust von weiteren 14,2 % auf. Somit könnte der Landkreis Nordhausen im Jahr 2020 froh sein, wenn er dann noch 82.000 Einwohner zählen kann.
In der Stadtverwaltung Nordhausen hat man nun festgestellt, dass sich die Einwohnerverluste in den letzten Jahren allerdings anders verteilt haben. Hatte die Stadt Nordhausen früher rund die Hälfte des Einwohnerrückgangs des Landkreises mitzutragen, so hat sich die Zahl inzwischen auf nur noch ein Viertel reduziert. Früher lag der jährliche Einwohnerverlust auch bei uns zwischen 450 bis 500 Bürgern, aber ab dem Jahr 2005 ging er erst auf 300 und zuletzt auf nur noch 250 zurück, machte der Bürgermeister Matthias Jendricke anhand der aktuellen Zahlen vom statistischen Landesamt deutlich.
Dies bedeute im Klartext, dass die Landkreisgemeinden offenbar insgesamt dreimal schneller schrumpfen als die Stadt Nordhausen, was natürlich das Gefüge im Landkreis noch mehr zugunsten der Nordhäuser verschiebt meint Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD). Aufgrund der Eingemeindung von Petersdorf, Stempeda und Rodishain (noch nicht gesetzlich vollzogen) kann die Stadt zudem noch am kommenden Jahresende mit weiteren rund 1.000 Einwohnern rechnen. Schon jetzt ist Nordhausen (43.344 ) im Landesvergleich größer als die kreisfreie Stadt Suhl (41.861 ) und zum Jahresende wird man dann mit über 44.000 Einwohnern auch noch die kreisfreie Stadt Eisenach (43.626) überrunden. Nicht unerwähnt sollte bleiben, das kreisfreie Städte nicht eingemeinden können, ohne in fremde "Landkreis-Hoheitsgebiete" einzugreifen. Allen besherigen Bestrebungen, wie etwa bei Eisenach, hat die Landesregierung bislang eine klare Absage erteilt.
Wir wollen schon längst keine Kreisfreiheit mehr, aber das Gewicht von Nordhausen im Land Thüringen wird sich schon für uns verschieben, machte Jendricke klar. Aus Sicht der Stadtverwaltung ist für die Verringerung der Einwohnerverluste in der Stadt neben der Fachhochschule auch eine Zuzugsbewegung aus den Umlandgemeinden verantwortlich. Die Stadt ist inzwischen sowohl bei jungen Leuten, wie bei den Älteren als Wohnort sehr beliebt. Für die Senioren zählt hier insbesondere das gute ÖPNV-Angebot mit Straßenbahn bzw. Bus und die gute medizinische Infrastruktur in der Stadt zu den überzeugenden Vorteilen, erklärte Jendricke abschließend.
Autor: nnz23.435 Einwohner hat das Bundesland Thüringen im letzten Jahr verloren. Rund 1.000 Einwohner sind es im Schnitt auch Jahr für Jahr im Landkreis Nordhausen, im Jahr 2006 waren dies genau 982 Einwohner weniger. Insgesamt hat der Landkreis Nordhausen so in den letzten zehn Jahren rund 10.000 Einwohner verloren, dies entspricht der gesamten Einwohnerzahl der heutigen Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz. Zum Stichtag 31.12.2006 lebten im Landkreis nur noch 92.630 Südharzer. Auch die Prognosen des Landesamtes für Statistik zeigen bis 2020 noch einmal einen Einwohnerverlust von weiteren 14,2 % auf. Somit könnte der Landkreis Nordhausen im Jahr 2020 froh sein, wenn er dann noch 82.000 Einwohner zählen kann.
In der Stadtverwaltung Nordhausen hat man nun festgestellt, dass sich die Einwohnerverluste in den letzten Jahren allerdings anders verteilt haben. Hatte die Stadt Nordhausen früher rund die Hälfte des Einwohnerrückgangs des Landkreises mitzutragen, so hat sich die Zahl inzwischen auf nur noch ein Viertel reduziert. Früher lag der jährliche Einwohnerverlust auch bei uns zwischen 450 bis 500 Bürgern, aber ab dem Jahr 2005 ging er erst auf 300 und zuletzt auf nur noch 250 zurück, machte der Bürgermeister Matthias Jendricke anhand der aktuellen Zahlen vom statistischen Landesamt deutlich.
Dies bedeute im Klartext, dass die Landkreisgemeinden offenbar insgesamt dreimal schneller schrumpfen als die Stadt Nordhausen, was natürlich das Gefüge im Landkreis noch mehr zugunsten der Nordhäuser verschiebt meint Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD). Aufgrund der Eingemeindung von Petersdorf, Stempeda und Rodishain (noch nicht gesetzlich vollzogen) kann die Stadt zudem noch am kommenden Jahresende mit weiteren rund 1.000 Einwohnern rechnen. Schon jetzt ist Nordhausen (43.344 ) im Landesvergleich größer als die kreisfreie Stadt Suhl (41.861 ) und zum Jahresende wird man dann mit über 44.000 Einwohnern auch noch die kreisfreie Stadt Eisenach (43.626) überrunden. Nicht unerwähnt sollte bleiben, das kreisfreie Städte nicht eingemeinden können, ohne in fremde "Landkreis-Hoheitsgebiete" einzugreifen. Allen besherigen Bestrebungen, wie etwa bei Eisenach, hat die Landesregierung bislang eine klare Absage erteilt.
Wir wollen schon längst keine Kreisfreiheit mehr, aber das Gewicht von Nordhausen im Land Thüringen wird sich schon für uns verschieben, machte Jendricke klar. Aus Sicht der Stadtverwaltung ist für die Verringerung der Einwohnerverluste in der Stadt neben der Fachhochschule auch eine Zuzugsbewegung aus den Umlandgemeinden verantwortlich. Die Stadt ist inzwischen sowohl bei jungen Leuten, wie bei den Älteren als Wohnort sehr beliebt. Für die Senioren zählt hier insbesondere das gute ÖPNV-Angebot mit Straßenbahn bzw. Bus und die gute medizinische Infrastruktur in der Stadt zu den überzeugenden Vorteilen, erklärte Jendricke abschließend.
