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Rot-Weiß auf dem Petersberg

Samstag, 07. Juli 2007, 09:38 Uhr
Nordhausen (nnz). Mit einem Festakt ist gestern Abend auf dem Petersberg der 100. Geburtstag des Nordhäuser Badehauses gefeiert worden. Die nnz hatte sich unter die rund 150 Festgäste gemischt.


Das Festzelt sowie das gesamte Ambiente dieses Abend waren auf die rot-weißen Farben des heutigen Badehaus-Designs abgestellt. Mehrere LCD-Monitore präsentierten für die Gäste einiges über Historie und Gegenwart des „Jubilars“.

OB Barbara Rinke (Foto: nnz) OB Barbara Rinke (Foto: nnz) In ihrer Festansprache verwies Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) auf die Weitsicht der Vorfahren, in Nordhausen dieses Badehaus zu errichten. Es sollte eine Einrichtung für alle Menschen aus allen Schichten der Rolandstadt sein. Stolz zeigte sich Barbara Rinke ob der Tatsache, dass die Nordhäuser damals wie heute ihr kommunales Eigentum nicht aus ihren Händen gegeben hätten. Auch die Intention, kein Spaßbad auf der „grünen Wiese“ zu errichten, sondern die bestehende Immobilie zu revitalisieren habe sich in den 90er Jahren als richtig erwiesen. Barbara Rinke wandte sich aber auch der Zukunft des Hauses zu. Geplant seien eine WäremeRückgewinnungsanlage sowie der weitere Einsatz regenerativer Energien.

Minister Dr. Klaus Zeh (Foto: nnz) Minister Dr. Klaus Zeh (Foto: nnz) Ein Grußwort sprach auch Thüringens Minister für Soziales, Gesundheit und Familie, Dr. Klaus Zeh (CDU). Er sei als Minister für all das zuständig, was sich mit dem Badehaus in Nordhausen verbinden ließe. Zeh, der als Mitglied des Nordhäuser Stadtrates von einem Juwel sprach, zu dem auch er sich immer bekannt habe, resümierte die symbolische Wirkung des Hauses an der Grimmelallee und würdigte insbesondere die Vereinsarbeit seitens des Nordhäuser Schwimmvereins.

Zuvor wurde den Gästen ein Brief der Enkeln des Architekten Gustav Ricken verlesen. Sabine Ricken hatte sich mit weiteren Familienangehörigen das Badehaus im vergangenen Jahr angesehen und zeigte sich sowohl stolz auf das, was ihr Großvater einst geplant hatte, als auch auf den harmonisch beigefügten Neubau.

Bei einem „Flying Büfett“ mit maritimen und mediterranen Fingerfood sowie Musik aus vergangenen Zeiten und einer Bademodenschau unterhielten sich die Gäste auf dem Petersberg bis nach Mitternacht. Einig war man sich in dem Wunsch, dass das Badehaus für die Menschen der Region auch in den nächsten 100 Jahren das sei, was es immer war und ist: Ein Ort der Entspannung, Erholung sowie sportlicher Höchstleistungen.
Autor: nnz

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