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Vor-Ort-Termin

Donnerstag, 05. Juli 2007, 17:34 Uhr
Nordhausen/Niedergebra (nnz). Am vergangenen Wochenende informierten sich Mitglieder des Vorstandes des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) im Unternehmen mtm plastics GmbH in Niedergebra. Was dabei im Fokus stand, das hat die nnz erfahren.


In Gesprächen mit Geschäftsführer Torsten Meyer wurde deutlich, dass in Niedergebra eine Erfolgsgeschichte geschrieben wurde. So ist zum Beispiel eine neue Halle errichtet worden. Hier lagern jetzt die Stoffe, die aussortiert wurden, weil sie in Niedergebra nicht verwendet werden können. Dabei muß sich niemand die Hände schmutzig machen, es läuft alles automatisch. Ein Fördersystem lagert die Reste wie beispielweise Papier selbstständig ab. Die Tore bleiben geschlossen, so können weder Gerüche noch der Lärm der Maschinen entweichen.

Wer schon einmal im Werk war, konnte sich davon überzeugen, daß auch die Trennung der Rohstoffe und die Aufbereitung der gepreßten Ballen an sich leiser geworden ist. „Wir möchten den Lärmpegel im Interesse der Mitarbeiter weiter senken. Sie sollen keinen Gehörschutz mehr tragen müssen. Mit der Firma Purus verbanden viele die grauen Kunststoffpalisaden und Zaunpfähle. Die sind inzwischen Geschichte. Jetzt wird nur noch Granulat hergestellt und an andere Betriebe zur Weiterverarbeitung verkauft“, erläuterte Meyer.

Bei einem Rundgang durch die Anlagen konnten die Vorständler sehen, daß der Grundstoff noch immer Abfälle aus den Gelben Säcken sind. Was zum Schluß herauskommt ist dunkelgrünes Kunststoffgranulat.

50.000 Tonnen Abfälle werden jedes Jahr zu rund 25.000 Tonnen Granulat verarbeitet. Es könnten mehr werden, denn das Produkt ist gefragt. mtm plastics will weiterhin investieren am Standort Niedergebra - jetzt, da die zweite Produktionslinie und weitere Rationalisierungsmaßnahmen abgeschlossen und dafür 2,8 Millionen Euro ausgegeben worden sind. Eine dritte Produktionslinie für mehr als drei Millionen Euro soll im kommenden Jahr hinzukommen, kündigte Meyer an.

73 Menschen haben hier einen Arbeitsplatz gefunden. Mit sechs Auszubildenden sorgt das Unternehmen selbst für qualifizierten Nachwuchs. Fast das gesamte Jahr wird in vier Schichten durchgearbeitet. Ab 2008 könnten es mehr sein, es soll zu drei Neueinstellungen sowie zur Übernahme von zwei Azubis kommen. Schließlich sind gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter eine wesentliche Voraussetzung für den weiteren Erfolg des Unternehmens, das seit Dezember 2003 Mitglied im Nordhäuser Unternehmerverband ist.
Autor: nnz

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