Franke: "Liegen im Zeitplan"
Mittwoch, 04. Juli 2007, 09:51 Uhr
Nordhausen (nnz). Zwei Drittel des ersten Bau-Abschnittes auf Nordhausens größter innerstädtischern Baustelle sind geschafft. Die nnz mit einer Bestandsaufnahme zur Engelsburg und der Kranichstraße.
Der Entwurf des Weimarer Architektenbüros Schettler und Wittenberg für den Kornmarkt 1 zeigt, wie die Häuser nach der Sanierung aussehen werden
Bei der Sanierung unseres Wohnquartiers Engelsburg/Kranichstraße liegen wir erfreulicherweise voll im Zeitplan, sagte Carola Franke, Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWG). Man werde wie angekündigt, den 1. Bauabschnitt mit seinen 80 Wohnungen bis zum Herbst abgeschlossen haben.
In den Häusern Kornmarkt 1,3 und 4 und in der Kranichstraße 24 und 25 habe man die Erneuerung der Versorgungsschächte samt der darin liegenden Kabel und Leitungen komplett abgeschlossen, wie auch die Erneuerung der Fenster, Balkontüren und Heizungen. Und in allen bewohnten Wohnungen, in denen die Mieter es wünschten, sind die Bäder gefliest, sagte Frau Franke weiter. Zurzeit laufe die Sanierung der Versorgungsschächte in der Kranichstraße 26 und 27 und die Sanierung bzw. Neugestaltung der Dachgeschosse. Es gelte, die Arbeit von mehr als 20 Baufirmen zu koordinieren. Dabei können wir Gott sei dank auf die Erfahrungen bei der Sanierung der Wohnungen aus der Rautenstraße zurückgreifen. Denn auch sie stammen aus derselben DDR-Wohnungsbaureihe WBR 85. Allerdings bilde der Erker des Postkartenecks eine Ausnahme: Diese Ecke war nicht in Segmentbauweise errichtet worden, sondern Stein auf Stein, da mussten wir bei der Sanierung auf andere Lösungen zurückgreifen, so Frau Franke.
Im Kornmarkt 1 habe man die Fundamente für den neu einzubauenden innen liegenden Fahrstuhl inzwischen auch fertig gestellt, das war nicht einfach, weil hier die Firmen im Keller und damit auf engstem Raum hantieren mussten, mit Mini-Maschinen. Das war technologisch schon sehr anspruchsvoll.
Änderungen gegenüber den Ursprungsplanungen habe es beim neu zu bauenden Verbinder gegeben, mit dem ab der 1. Etage die Lücke zwischen der Nordfront des Rathauses und dem gegenüberliegenden Wohnblock geschlossen werden sollte. Bei Baugrunduntersuchungen hat sich gezeigt, dass der Verbinder, der später Wintergärten aufnehmen soll, nicht nach unten in die Erde abgestützt werden kann. Jetzt müssen wir sehen, ob wir ihn mit Querstützen nach links und rechts verankern können, sagte Frau Franke. Auch dies sei kompliziert, aufgrund der stark unterschiedlichen Baumaterialien im Rathaus-Körper und dem wesentlich jüngeren Baukörper des Wohnblocks.
Froh sei man auch, dass wir bei der Sanierung des Großteiles der Ladengeschäfte durch sind. Die Händler hätten die Chance der Bauarbeiten genutzt, um ihre Geschäfte neu zu gestalten und zuzuschneiden. Dabei sind wirklich sehr schöne Lösungen entstanden, sagte die Geschäftsführerin, die sowohl den Geschäftsleuten als auch den verbliebenen Mietern für ihre Geduld und ihre starken Nerven während der Bauphase danken möchte. Alle waren sehr kooperativ.
Bei der Sanierung halte man die Vorgaben der Energie-Einsparverordnung ein, das beinhaltete natürlich den Anbau einer Wärmedämmung und der entsprechenden Fenster, die zur Straßenseite zusätzlich schallschluckend sein werden. Am Ende der Sanierung werden alle Gebäude einen Energiepass bekommen. Und mit der Beibehaltung des Fernwärme-Anschlusses liegen wir bei der Beheizung und der Warm-Wasser-Bereitung sowieso bei der ökologisch sinnvollsten Variante, sagte Frau Franke.
Anfang des kommenden Jahres soll mit der Sanierung der Wohnblöcke Engelsburg 6,8, und 10 begonnen werden. Darin eingeschlossen ist die durch einen Anbau erreichte Vor- Verschiebung der Frontseite des Hauses Engelsburg 10, um so eine durchgängige Fassadenfront zu erreichen. Ebenfalls im kommenden Jahr beginnt der Bau der Anwohner-Tiefgarage im Quartier, die einmal 70 Fahrzeugen Platz bieten soll.
Im Zuge der Gesamt-Sanierung werden im Quartier insgesamt 116 Wohnungen dem neuesten Wohnstandard angepasst. Fünf Häuser werden mit Fahrstühlen – teilweise innen und teilweise außen liegend - ausgestattet, und alle Wohnungen bekommen einen Balkon oder eine Terrasse. Bzw. Wintergarten. Die schrägen Dachgeschosse werden ähnlich wie in der Rautenstraße aufgerichtet. Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft investiert damit rund 11 Millionen Euro.
Autor: nnzDer Entwurf des Weimarer Architektenbüros Schettler und Wittenberg für den Kornmarkt 1 zeigt, wie die Häuser nach der Sanierung aussehen werden
Bei der Sanierung unseres Wohnquartiers Engelsburg/Kranichstraße liegen wir erfreulicherweise voll im Zeitplan, sagte Carola Franke, Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWG). Man werde wie angekündigt, den 1. Bauabschnitt mit seinen 80 Wohnungen bis zum Herbst abgeschlossen haben.
In den Häusern Kornmarkt 1,3 und 4 und in der Kranichstraße 24 und 25 habe man die Erneuerung der Versorgungsschächte samt der darin liegenden Kabel und Leitungen komplett abgeschlossen, wie auch die Erneuerung der Fenster, Balkontüren und Heizungen. Und in allen bewohnten Wohnungen, in denen die Mieter es wünschten, sind die Bäder gefliest, sagte Frau Franke weiter. Zurzeit laufe die Sanierung der Versorgungsschächte in der Kranichstraße 26 und 27 und die Sanierung bzw. Neugestaltung der Dachgeschosse. Es gelte, die Arbeit von mehr als 20 Baufirmen zu koordinieren. Dabei können wir Gott sei dank auf die Erfahrungen bei der Sanierung der Wohnungen aus der Rautenstraße zurückgreifen. Denn auch sie stammen aus derselben DDR-Wohnungsbaureihe WBR 85. Allerdings bilde der Erker des Postkartenecks eine Ausnahme: Diese Ecke war nicht in Segmentbauweise errichtet worden, sondern Stein auf Stein, da mussten wir bei der Sanierung auf andere Lösungen zurückgreifen, so Frau Franke.
Im Kornmarkt 1 habe man die Fundamente für den neu einzubauenden innen liegenden Fahrstuhl inzwischen auch fertig gestellt, das war nicht einfach, weil hier die Firmen im Keller und damit auf engstem Raum hantieren mussten, mit Mini-Maschinen. Das war technologisch schon sehr anspruchsvoll.
Änderungen gegenüber den Ursprungsplanungen habe es beim neu zu bauenden Verbinder gegeben, mit dem ab der 1. Etage die Lücke zwischen der Nordfront des Rathauses und dem gegenüberliegenden Wohnblock geschlossen werden sollte. Bei Baugrunduntersuchungen hat sich gezeigt, dass der Verbinder, der später Wintergärten aufnehmen soll, nicht nach unten in die Erde abgestützt werden kann. Jetzt müssen wir sehen, ob wir ihn mit Querstützen nach links und rechts verankern können, sagte Frau Franke. Auch dies sei kompliziert, aufgrund der stark unterschiedlichen Baumaterialien im Rathaus-Körper und dem wesentlich jüngeren Baukörper des Wohnblocks.
Froh sei man auch, dass wir bei der Sanierung des Großteiles der Ladengeschäfte durch sind. Die Händler hätten die Chance der Bauarbeiten genutzt, um ihre Geschäfte neu zu gestalten und zuzuschneiden. Dabei sind wirklich sehr schöne Lösungen entstanden, sagte die Geschäftsführerin, die sowohl den Geschäftsleuten als auch den verbliebenen Mietern für ihre Geduld und ihre starken Nerven während der Bauphase danken möchte. Alle waren sehr kooperativ.
Bei der Sanierung halte man die Vorgaben der Energie-Einsparverordnung ein, das beinhaltete natürlich den Anbau einer Wärmedämmung und der entsprechenden Fenster, die zur Straßenseite zusätzlich schallschluckend sein werden. Am Ende der Sanierung werden alle Gebäude einen Energiepass bekommen. Und mit der Beibehaltung des Fernwärme-Anschlusses liegen wir bei der Beheizung und der Warm-Wasser-Bereitung sowieso bei der ökologisch sinnvollsten Variante, sagte Frau Franke.
Anfang des kommenden Jahres soll mit der Sanierung der Wohnblöcke Engelsburg 6,8, und 10 begonnen werden. Darin eingeschlossen ist die durch einen Anbau erreichte Vor- Verschiebung der Frontseite des Hauses Engelsburg 10, um so eine durchgängige Fassadenfront zu erreichen. Ebenfalls im kommenden Jahr beginnt der Bau der Anwohner-Tiefgarage im Quartier, die einmal 70 Fahrzeugen Platz bieten soll.
Im Zuge der Gesamt-Sanierung werden im Quartier insgesamt 116 Wohnungen dem neuesten Wohnstandard angepasst. Fünf Häuser werden mit Fahrstühlen – teilweise innen und teilweise außen liegend - ausgestattet, und alle Wohnungen bekommen einen Balkon oder eine Terrasse. Bzw. Wintergarten. Die schrägen Dachgeschosse werden ähnlich wie in der Rautenstraße aufgerichtet. Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft investiert damit rund 11 Millionen Euro.

