Zu sich finden
Dienstag, 03. Juli 2007, 11:59 Uhr
Nordhausen (nnz). Aus den positiven Erfahrungen der letzten Jahre bietet der Verein TrauerWelten auch in diesem Jahr wieder eine Seminarfahrt für trauernde Menschen an, in der Zeit vom 10. – 14. September 2007. Weitere Einzelheiten in Ihrer nnz.
Eingeladen sind Menschen, die um einen nahen Angehörigen trauern, schon einen gewissen Weg durch die Trauer gegangen sind und gerade deshalb nun etwas für sich tun möchten, die die Zeit nutzen möchten, um ihren Standpunkt zu bestimmen.
Die Erfahrung zeigt, dass trauernde Menschen gerne reisen. Dies hat sicherlich ganz viele Gründe:
- Heraus aus der gewöhnten und dennoch ungewohnten Umgebung, aus dem Umfeld, wo immer wieder, gewollt oder ungewollt, die Erinnerung wohnt und oft lähmt ...
- Heraus aus dem Geflecht von Menschen, die ihre Augen ständig auf mich richten, die immer alles besser wissen und so viele gut gemeinte Ratschläge haben ...
- Heraus und wirklich dem nachgehen können, was ich für mich selber möchte, ohne schlechtes Gewissen ...
- Heraus und mich trauen, etwas zu wagen, das Leben wieder zu proben, ohne befürchten zu müssen, dass andere den Kopf schütteln oder über mich reden ...
- Heraus und mit einer Gruppe von Menschen, denen es ähnlich ergeht, Erfahrungen teilen ...
Im Alltag steht alldem vieles oftmals entgegen. Da sind die Menschen, die einen im Blick haben, da ist das Gerede hintenherum. Nirgendwo kann ein trauernder Mensch wirklich so sein, wie er ist, nirgendwo darf er die Gefühle wirklich zeigen, oder will es auch gar nicht mehr. Die gewohnte Umwelt tritt dem Trauernden in der Regel ganz anders gegenüber als dem Menschen, der nicht trauert. Aber nicht nur die Welt tritt dem Trauernden anders gegenüber, der Trauernde selbst erlebt die Welt anders.
Während der TrauerReise sollen Gewohnheiten und Gebräuche hinterfragt werden auf ihren Nutzen oder eventuell auf ihre krankmachende Wirkung. Wir wollen Hilfestellungen geben, den Weg in das Leben als durch die Trauer veränderter Mensch in kleinen und mutigen Schritten zu gehen. Es soll sowohl sehr deutlich die Tatsache in den Raum gestellt, dass ein naher Mensch gestorben ist, den es körperlich gilt loszulassen, aber auch soll der Aspekt betrachtet werden, dass ich lebe und es dieses Leben wieder mit einem sinnvollen Inhalt zu füllen gilt. Vielleicht wächst daraus die Kraft, das eigene Leben in der gewohnten Umgebung, mit den vertrauten Menschen und den neuen Bedingungen gerne zu leben und es zu gestalten.
Dazu soll ein intensives Programm Anleitungen geben. Sowohl Gespräche in der großen und kleinen Gruppe, als auch die Einzelarbeit, als auch verschiedene Formen der Entspannung und Körpererfahrung, als auch gestalterische Elemente sollen helfen, all dem nachgehen zu können und zu dürfen, was sich an Gefühlen, Sehnsüchten und Wünschen im Inneren regt.
Darüber hinaus soll genügend Zeit sein, die wunderschöne Landschaft zu genießen. In diesem Jahr führt die Fahrt in den Osten Deutschlands, in das Bildungshaus des Klosters Helfta. Eingebettet in die Hügellandschaft der Mansfelder Mulde, ist die Lutherstadt Eisleben im östlichen Harzvorland - in Sachsen-Anhalt – gelegen. Die historische Stadt, besonders aber die Natur präsentiert sich gerade im Herbst in einer bunten Vielfalt. Die Landschaft mit ihren Wiesen und Wäldern lädt ein zu Spaziergängen und zum Verweilen.
Die Leitung der Fahrt haben Pater Tobias Titulaer und die Klinikseelsorgerin Pfarrerin Gabriele Lipski, die beide auf eine langjährige Erfahrung in der Begleitung von sterbenden und trauernden Menschen zurückblicken. Um die entstehenden Kosten zu decken, wird ein Beitrag von 315 Euro erhoben. Die Unterkunft erfolgt in Einzelzimmern mit Nasszelle mit Vollpension.
Nähere Informationen erteilt der Verein TrauerWelten unter der Rufnummer: 03631-973810. Für die Fahrt sind noch zwei Plätze frei.
Autor: nnzEingeladen sind Menschen, die um einen nahen Angehörigen trauern, schon einen gewissen Weg durch die Trauer gegangen sind und gerade deshalb nun etwas für sich tun möchten, die die Zeit nutzen möchten, um ihren Standpunkt zu bestimmen.
Die Erfahrung zeigt, dass trauernde Menschen gerne reisen. Dies hat sicherlich ganz viele Gründe:
- Heraus aus der gewöhnten und dennoch ungewohnten Umgebung, aus dem Umfeld, wo immer wieder, gewollt oder ungewollt, die Erinnerung wohnt und oft lähmt ...
- Heraus aus dem Geflecht von Menschen, die ihre Augen ständig auf mich richten, die immer alles besser wissen und so viele gut gemeinte Ratschläge haben ...
- Heraus und wirklich dem nachgehen können, was ich für mich selber möchte, ohne schlechtes Gewissen ...
- Heraus und mich trauen, etwas zu wagen, das Leben wieder zu proben, ohne befürchten zu müssen, dass andere den Kopf schütteln oder über mich reden ...
- Heraus und mit einer Gruppe von Menschen, denen es ähnlich ergeht, Erfahrungen teilen ...
Im Alltag steht alldem vieles oftmals entgegen. Da sind die Menschen, die einen im Blick haben, da ist das Gerede hintenherum. Nirgendwo kann ein trauernder Mensch wirklich so sein, wie er ist, nirgendwo darf er die Gefühle wirklich zeigen, oder will es auch gar nicht mehr. Die gewohnte Umwelt tritt dem Trauernden in der Regel ganz anders gegenüber als dem Menschen, der nicht trauert. Aber nicht nur die Welt tritt dem Trauernden anders gegenüber, der Trauernde selbst erlebt die Welt anders.
Während der TrauerReise sollen Gewohnheiten und Gebräuche hinterfragt werden auf ihren Nutzen oder eventuell auf ihre krankmachende Wirkung. Wir wollen Hilfestellungen geben, den Weg in das Leben als durch die Trauer veränderter Mensch in kleinen und mutigen Schritten zu gehen. Es soll sowohl sehr deutlich die Tatsache in den Raum gestellt, dass ein naher Mensch gestorben ist, den es körperlich gilt loszulassen, aber auch soll der Aspekt betrachtet werden, dass ich lebe und es dieses Leben wieder mit einem sinnvollen Inhalt zu füllen gilt. Vielleicht wächst daraus die Kraft, das eigene Leben in der gewohnten Umgebung, mit den vertrauten Menschen und den neuen Bedingungen gerne zu leben und es zu gestalten.
Dazu soll ein intensives Programm Anleitungen geben. Sowohl Gespräche in der großen und kleinen Gruppe, als auch die Einzelarbeit, als auch verschiedene Formen der Entspannung und Körpererfahrung, als auch gestalterische Elemente sollen helfen, all dem nachgehen zu können und zu dürfen, was sich an Gefühlen, Sehnsüchten und Wünschen im Inneren regt.
Darüber hinaus soll genügend Zeit sein, die wunderschöne Landschaft zu genießen. In diesem Jahr führt die Fahrt in den Osten Deutschlands, in das Bildungshaus des Klosters Helfta. Eingebettet in die Hügellandschaft der Mansfelder Mulde, ist die Lutherstadt Eisleben im östlichen Harzvorland - in Sachsen-Anhalt – gelegen. Die historische Stadt, besonders aber die Natur präsentiert sich gerade im Herbst in einer bunten Vielfalt. Die Landschaft mit ihren Wiesen und Wäldern lädt ein zu Spaziergängen und zum Verweilen.
Die Leitung der Fahrt haben Pater Tobias Titulaer und die Klinikseelsorgerin Pfarrerin Gabriele Lipski, die beide auf eine langjährige Erfahrung in der Begleitung von sterbenden und trauernden Menschen zurückblicken. Um die entstehenden Kosten zu decken, wird ein Beitrag von 315 Euro erhoben. Die Unterkunft erfolgt in Einzelzimmern mit Nasszelle mit Vollpension.
Nähere Informationen erteilt der Verein TrauerWelten unter der Rufnummer: 03631-973810. Für die Fahrt sind noch zwei Plätze frei.
