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Kampf um Sollstedter Rettungswache

Freitag, 15. Februar 2002, 13:08 Uhr
Nordhausen (nnz). Ende Februar wird die Verbandsversammlung des Nordthüringer Rettungsdienstzweckverbandes zusammenkommen. Dabei steht auch die Zukunft der Rettungswache des DRK in Sollstedt auf der Tagesordnung.


Nach dem Willen des Zweckverbandes soll die Rettungswache im eichsfeldischen Deuna zu einer 24-Stunden-Wache „aufgepeppt“ werden. Dafür soll die bisherige Wache in Sollstedt gänzlich entfallen. Landrat Joachim Claus (CDU) deutete heute an, dass der Landkreis als Mitglied im Nordthüringer Zweckverband für den Erhalt des Standortes kämpfen werde. Verschwindet Sollstedt von der Rettungsdienst-Landkarte in Nordthüringen, dann müssten im Landkreis Nordhausen acht Stellen im Rettungsdienst abgebaut werden. Auch die Rettungsmittel im Landkreis Nordhausen müssten dann neu verteilt werden.

Für die Bürger im westlichen Teil des Landkreises Nordhausen würde eine Aufgabe der Sollstedter Wache einen wesentlichen Einschnitt in die Qualität des Rettungsdienstes bedeuten. Auch könnte eine Wache in Sollstedt in Bezug auf die künftige Autobahn A 38 weitaus effektiver im Rettungsdienst agieren. Landrat Claus hofft bis zur Entscheidung Ende Februar noch einige Verbündete auf die Nordhäuser Seite ziehen zu können. Finden wird er sie vermutlich nur im Kyffhäuserkreis. Claus mahnte die Mitglieder im Rettungsdienstzweckverband des Landkreises denn auch eindringlich, nach außen ein positiveres Bild abzugeben, ein Bild wie zum Beispiel im Eichsfeld. Dort werde Einheitlichkeit demonstriert. Das geht dort auch wesentlich einfacher. Es gibt keinen Zweckverband, sondern nur das DRK, das für den Rettungsdienst zwischen Dingelstädt in Deuna flächendeckend verantwortlich ist. Auf das „Abenteuer“ Zweckverband hat sich der Landkreis Eichsfeld erst gar nicht eingelassen, wie die restlichen Nordthüringer Landkreise auch.

Ob das Gebilde Zweckverband im Rettungsdienst die Landkreises Nordhausen überhaupt noch eine Chance hat, dass müssen in diesem Jahr noch die Mitglieder des Kreistages entscheiden. Bis zu dieser Entscheidung soll die Geschäftsstelle des Zweckverbandes eine Studie erarbeiten, in der Vor- und Nachteile eines Zweckverbandes dargestellt werden. Dann, so Landrat Claus, müsse eine Grundsatzentscheidung getroffen werden.
Autor: nnz

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