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Umweltsünde aufgedeckt

Mittwoch, 27. Juni 2007, 15:08 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Bündnisgrünen im Landkreis Nordhausen sind viel in der Heimat und in der Natur unterwegs. Heute ist über einen im Forst nahe Sophienhof seit Monaten unverändert zu besichtigenden Umweltverstoß zu berichten.


Der ahnungslose Wanderer stößt mitten im Wald auf herausgerissene Betonpfosten. Zahlreiche verrostete aber auch ladenneue Drahtzaunrollen liegen verstreut im Wald. Selbst im nahegelegenen Bachlauf liegen die Betonpfosten. Auf Nachfrage von B90/Grüne war zu erfahren, dass dieser Zustand ein Endprodukt eines Förderprojektes durch das Land Thüringen sein soll. Die grünen, fabrikneuen Drahtzaunrollen waren zum Schutz der Tannenaufforstung angeschafft worden.

Der Zaun wurde nicht gebaut und die besonders kostspielige Tannenaufforstung hat durch Wildverbiss keine Chance zum Wald heranzuwachsen. Darüber hinaus sollte Auerwild ausgewildert werden. Die Auswilderung ist nicht geglückt. Ein Hütte, breitverstreute Baumaterialien, unbrauchbar gewordene Gerätschaften künden von einem nicht fachmännisch durchgeführten, inzwischen gescheiterten Projekt.

Ein durch Fördermittel finanziertes Projekt wurde unverantwortlich in den Sand gesetzt. Bündnis 90/Die Grünen fragt: „Wann wird dieser Zustand im Forst endlich beseitigt und wer ahndet, wer verantwortet diesen Missbrauch von Fördermitteln?“
Autor: nnz

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