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Willkommen im Knast

Mittwoch, 13. Juni 2007, 11:42 Uhr
Rosdorf (nnz). Wer schon immer mal in den Knast wollte, hat in der neuen Justizvollzugsanstalt bei Göttingen die Möglichkeit einen Blick hinter die Gitter zu werfen. Ein bißchen „Knastgefühl“ ist dank der Sicherheitsbestimmungen auf jeden Fall drin.

Die neue Justizvollzugsanstalt Rosdorf (bei Göttingen) wird am 18. Juni von den niedersächsischen Ministern für Finanzen und für Justiz, Hartmut Möllring und Elisabeth Heister-Neumann (beide CDU), eröffnet.
Nach dem 1. Spatenstich im September 2002 kann die neue JVA nun Inbetrieb genommen werden.

Die Zäune sind sechs Meter hoch, die Fenster vergittert, überall filmen Videokameras das Geschehen. Ab dem 2. Juli werden 318 Gefangene in die neue Justizvollzugsanstalt Rosdorf verlegt. Schon jetzt gleicht das 16 Hektar große Gelände einem Hochsicherheitstrakt. Hier kommt nur heraus, wer seine Haftstrafe verbüßt hat. Am 24. Juni in der Zeit von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr hat die interessierte Öffentlichkeit einmalig die Chance zum Besuch der Anstalt.

Die Zufahrtswege zur Anstalt sind weiträumig abgesperrt, die Umleitungen werden ausgeschildert.
Für Besucher die mit dem PKW kommen, stehen Parkplätze auf dem Kaufparkgelände (Abfahrt Göttingen) zur Verfügung. Der Fußweg vom Kaufpark zur Anstalt ist ausgeschildert, ein Bus-Shuttle vom Kaufpark wird eingerichtet.
Der Einlass erfolgt über die Fahrzeugschleuse, eine Voranmeldung oder Reservierung für den Zugang zur Anstalt ist nicht notwendig.

Aus Sicherheitsgründen sind einige „Spielregeln“ einzuhalten: Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Einbringen von gefährlichen Gegenständen (Messer, Waffen ect.), größeren Behältnissen (Rucksäcken, Einkaufstaschen usw.), Fotoapparaten, Kameras, Handys und Haustieren nicht erlaubt ist. Eine Gepäckaufbewahrung ist nicht vorgesehen. Toiletten stehen nur außerhalb des Anstaltsbereiches zur Verfügung.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein umfassender Einblick in Bau und Funktion einer Justizvollzugsanstalt. Durch das Schleusentor hindurch geht die Führung durch den zentralen Verbindungsgang zu einer Haftstation mit Besichtigung der dortigen Hafträume und des Freistundenhofes, der Besuchsabteilung, weiter zu einer Arbeitswerkstatt bis hin zum Sportbereich. Der Weg durch die Anstalt ist vorgegeben und ausgeschildert. An zentralen Punkten informieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Anstalt und stehen für Fragen zur Verfügung. Für alle Besucher verspricht es, ein interessanter und hoffentlich einmaliger Aufenthalt in der JVA Rosdorf zu werden.
Autor: nnz

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