Zwei Mädchen, zwei Rollen
Mittwoch, 13. Juni 2007, 09:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Fast so unterschiedlich wie Stelluna und Mammalena, die beiden Protagonisten des Stückes Rote Schuhe sind auch die Mädchen, die sie auf der Bühne verkörpern. Und so, wie Stelluna und Mammalena im Stück durch ein gemeinsames Ziel zusammenfinden, so fanden auch Sabrina Schmücking und Marie-Theres Schwinn im Spiel zusammen. nnz stellt die Schaupielerinnen vor.
Sabrina Schmücking (Mammalena) ist seit 2004 im Theaterjugendclub des Theaters Nordhausen. Ihre erste Produktion war Harte Zeiten nach Lysistrate, unter Spielleitung Ronald Winter. Die 19jährige lernt Gesundheits- und Krankenpflege im Südharz-Krankenhaus, möchte später noch Medizinpädagogik studieren und sieht Theaterspielen als Hobby. Sie hat aber noch andere Hobbies, wie: Gedanken und Gefühle aufschreiben, sowie bei Gewitter auf dem Balkon stehen. Sabrina Schmücking faszinieren solche kleinen Produktionen wie Rote Schuhe, da eine intensivere Rollenarbeit möglich ist, als bei den großen Jugendclubproduktionen mit 30 Darstellern.
Die Stelluna wird von Marie-Theres Schwinn gespielt. Für die 19jährige ist Theaterspiel mehr, sie möchte einmal selbst Schauspiel studieren. Seit vier Jahren gehört sie zum Team des Theaterjugendclubs und hat ihr Debüt in Blaubart- Hoffnung der Frauen unter Spielleitung der Schauspieler Mandy Müller und Robert Frank gehabt. Musik, Kunst und Bilder bestimmen neben dem Theater ihre Freizeit. Rote Schuhe reizt die Nordhäuserin, weil das Stück einen realen Hintergrund widerspiegelt.
Geprobt wurde von Dezember 2006 bis März 2007, zu Beginn zweimal die Woche für zwei Stunden, in den Winterferien jedoch auch eine Woche lang den ganzen Tag.
Zu Beginn stand die Annäherung an die Figuren: wie ist das Leben in den brasilianischen Favelas, was für ein Gefühl ist es, verfolgt zu werden und sich verstecken zu müssen, wie kämpft man um seinen Lebensunterhalt? – Themen, die den beiden Darstellerinnen glücklicherweise vom eigenen Erleben fremd sind. Im ersten Monat wurde vorrangig kleine Szenen improvisiert. Diese Improvisationen wurden oft von Musik begleitet, die Stimmungen im Stück wie Angst und Verfolgung, aber auch Träumen und Vertrauen aufbauen half. Teile dieser Musik finden sich im fertigen Stück wieder. Erst im Januar begann dann die eigentliche Szenenarbeit. Dabei war die kleine Gruppengröße- zwei Spieler und ein Spielleiter (Roland Winter) sehr hilfreich. Viel intensiver und mit mehr Ruhe und Zeit, als dies in großen Gruppen möglich ist, konnte auf die Figuren und ihre Beweggründe eingegangen werden.
Die beiden Spielerinnen mit ihren unterschiedlichen Zielen, Ansichten und Hobbies, die noch nie zuvor miteinander gespielt hatten, fanden durch diese Arbeit dazu, gemeinsam die schwierige, dramatische Beziehung zwischen Mammalena und Stelluna auszuloten und auf der Bühne glaubwürdig darzustellen. Beide wollen in der nächsten Spielzeit wieder in einer kleinen Jugendclub-Produktion im Theater unterm Dach spielen. Jetzt sind sie aber am kommenden Samstag, 16. Juni, um 17 Uhr in Rote Schuhe im TuD zu sehen. Es ist die vorletzte Vorstellung des Stückes.
Autor: nnzSabrina Schmücking (Mammalena) ist seit 2004 im Theaterjugendclub des Theaters Nordhausen. Ihre erste Produktion war Harte Zeiten nach Lysistrate, unter Spielleitung Ronald Winter. Die 19jährige lernt Gesundheits- und Krankenpflege im Südharz-Krankenhaus, möchte später noch Medizinpädagogik studieren und sieht Theaterspielen als Hobby. Sie hat aber noch andere Hobbies, wie: Gedanken und Gefühle aufschreiben, sowie bei Gewitter auf dem Balkon stehen. Sabrina Schmücking faszinieren solche kleinen Produktionen wie Rote Schuhe, da eine intensivere Rollenarbeit möglich ist, als bei den großen Jugendclubproduktionen mit 30 Darstellern.
Die Stelluna wird von Marie-Theres Schwinn gespielt. Für die 19jährige ist Theaterspiel mehr, sie möchte einmal selbst Schauspiel studieren. Seit vier Jahren gehört sie zum Team des Theaterjugendclubs und hat ihr Debüt in Blaubart- Hoffnung der Frauen unter Spielleitung der Schauspieler Mandy Müller und Robert Frank gehabt. Musik, Kunst und Bilder bestimmen neben dem Theater ihre Freizeit. Rote Schuhe reizt die Nordhäuserin, weil das Stück einen realen Hintergrund widerspiegelt.
Geprobt wurde von Dezember 2006 bis März 2007, zu Beginn zweimal die Woche für zwei Stunden, in den Winterferien jedoch auch eine Woche lang den ganzen Tag.
Zu Beginn stand die Annäherung an die Figuren: wie ist das Leben in den brasilianischen Favelas, was für ein Gefühl ist es, verfolgt zu werden und sich verstecken zu müssen, wie kämpft man um seinen Lebensunterhalt? – Themen, die den beiden Darstellerinnen glücklicherweise vom eigenen Erleben fremd sind. Im ersten Monat wurde vorrangig kleine Szenen improvisiert. Diese Improvisationen wurden oft von Musik begleitet, die Stimmungen im Stück wie Angst und Verfolgung, aber auch Träumen und Vertrauen aufbauen half. Teile dieser Musik finden sich im fertigen Stück wieder. Erst im Januar begann dann die eigentliche Szenenarbeit. Dabei war die kleine Gruppengröße- zwei Spieler und ein Spielleiter (Roland Winter) sehr hilfreich. Viel intensiver und mit mehr Ruhe und Zeit, als dies in großen Gruppen möglich ist, konnte auf die Figuren und ihre Beweggründe eingegangen werden.
Die beiden Spielerinnen mit ihren unterschiedlichen Zielen, Ansichten und Hobbies, die noch nie zuvor miteinander gespielt hatten, fanden durch diese Arbeit dazu, gemeinsam die schwierige, dramatische Beziehung zwischen Mammalena und Stelluna auszuloten und auf der Bühne glaubwürdig darzustellen. Beide wollen in der nächsten Spielzeit wieder in einer kleinen Jugendclub-Produktion im Theater unterm Dach spielen. Jetzt sind sie aber am kommenden Samstag, 16. Juni, um 17 Uhr in Rote Schuhe im TuD zu sehen. Es ist die vorletzte Vorstellung des Stückes.

