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Reaktionen

Freitag, 08. Juni 2007, 07:22 Uhr
Nordhausen (nnz). Die nnz hatte in dieser Woche ausführlich über die Vorstellung des künftigen Kinderhospiz in Krimderode berichtet. Im Nachgang dazu Reaktionen aus den Stadtratsfraktionen. Die fallen recht unterschiedlich aus...


Für Norbert Klodt, der CDU-Fraktionsvorsitzenden, sind eigentlich durch den Vortrag von Klaus-Dieter Heber keine Probleme ausgeräumt worden. „Herr Heber hat auf keine der klar formulierten Fragen eine klare Antwort geben können“, so Klodt gegenüber der nnz. Mehr habe das für ihn nach „Durchhalteparolen“ geklungen. Vor allem seien die Antworten hinsichtlich der Satzung unbeantwortet geblieben. Klodts Fazit: Unsere Zweifel sind größer geworden.

Ähnlich sehen das auch die Sozialdemokraten. „Viele Antworten von Herrn Heber waren schwammig und ausweichend.“ Für Sabine Meyer steht fest, das es weiteren Gesprächsbedarf gebe. Der Stadtrat sei dafür nicht das geeignete Gremium, Meyer schlug zum Beispiel den zuständigen Ausschuss vor. „Momentan bleiben die Vorbehalte und Zweifel gegenüber der Strategie des Vereins, bei einigen SPD-Stadträten aber auch gegenüber der Person des Herrn Heber weiter bestehen“, so Sabine Meyer im Gespräch mit der nnz.

Die Fraktion der Linkspartei.PDS sei hingegen durchgängig unzufrieden mit der Art und Weise der Anhörung gewesen. Der Stadtrat habe keine Befugnis, in die Vorgänge eines eingetragenen Vereins zu schauen und diese zum Gegenstand einer Diskussion zu machen. Detlef Kiel konstatierte gegenüber der nnz, dass dieses durchaus schwierige Unterfangen des Vereins ein hohes Maß an Respekt verdiene. „Ich bin optimistisch, dass der Verein seine Ziele erreichen wird. Herr Heber war in seinen Ausführungen überzeugend. Es gibt nun aber mal Dinge, die man an einem Mikrofon nicht sagen kann“, so Detlef Kiel zur nnz. Das Vertrauen der Fraktion in das Gesamtvorhaben sei nicht erschüttert worden. „Die Aufgabe des Stadtrates sehe ich jetzt vor allem darin, dass wir uns für die Herstellung des Baurechts stark machen müssen. Dafür sind wir zuständig“, so der linke Stadtrat abschließend.

Für die Gruppe der FDP seien viele Fragen unbeantwortet geblieben. Darüber hinaus hätte zum Beispiel Martin Höfer gern wissen wollen, warum der Verein in den zurückliegenden zwei Jahren keine Mitliederversammlung durchgeführt habe. Seinen Informationen zufolge seien lediglich Vorstandssitzungen anberaumt worden.
Autor: nnz

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