nnz-online

Klar positioniert

Freitag, 01. Juni 2007, 09:26 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Umweltausschuss des Nordhäuser Kreistages hatte gestern in Woffleben auch zum Thema Gipsabbau beraten. Die nnz berichtete darüber, jetzt gibt es ein Ergebnis dieser Beratung.


Einig waren sich die Mitglieder darin, dass der Gipsabbau im Landkreis Nordhausen nachhaltiger zu gestalten ist. Insbesondere, dass die Wertschöpfung hier bleiben müsse, war der Runde wichtig. Zur Beratung waren auch die Bürgermeister der Stadt Ellrich, Matthias Ehrhold und der Bürgermeister aus Niedersachswerfen, Jochen Napiralla eingeladen. Als Ansprechpartner in dieser Beratung stand ebenfalls der Werkleiter des Südharzer Gipswerkes Ellrich, Steffen Blazek, zur Verfügung. Fragen der Zuwegung, aber auch Fragen zur Zukunft des Pilotprojektes Rüsselsee standen im Mittelpunkt der Diskussion zu diesem Thema. informierte Ausschussvorsitzender Maik Schröter die nnz.

Einig war sich der Ausschuss, dass die Neuverritzung am Himmelsberg westlich des Rüsselsees nicht im Einvernehmen mit den Interessen der Region geschieht. Die Ausschussmitglieder waren empört, dass in den vergangenen Wochen hier massive Rodungen vorgenommen worden waren. Dies geschah offenbar fast stillschweigend im Auftrag von BPB Formula. Hier wurden durch die Rückearbeiten Wanderwege und benachbarter Bewuchs stark in Mitleidenschaft gezogen.

Im Ergebnis wurde auch festgelegt, dass unter Federführung des Landratsamtes für dieses Jahr gemeinsam mit allen betroffenen Kommunen eine weitere Gipskonferenz einberufen wird. Hier sollen mit den Vertretern der Unternehmen, den begleitenden Büros und den Verbänden die unterschiedlichen Interessenslagen erörtert werden.

Mit einem einstimmigen Votum ist der Ausschuss im Fortgang der Beratung dafür eingetreten, nun auch im Landkreis Nordhausen die Papiertonne einzuführen. Dies soll unbedingt kostenneutral für die Einwohner im Landkreis Nordhausen geschehen, und hat somit keinen Einfluss auf die Abfallgebühren!

Die Vorteile wurden insbesondere in der Sauberkeit des Straßenbildes an den Abfuhrtagen und die Verhinderung von Papierklau gesehen. Mit Hilfe der Erlöse aus dem Papierverkauf werden in erheblichem Umfang die Abfallgebühren stabilisiert. Mengen, die hier inzwischen in nennenswerter Größenordnung dem Gesamtaufkommen entzogen werden, führen in Kürze zu Einnahmeverlusten für den Landkreis und somit der an das Entsorgungssystem angeschlossenen Verbraucher.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de