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Supertore am 2. Juni

Donnerstag, 31. Mai 2007, 09:34 Uhr
Nordhausen (nnz). Natürlich wünschen sich die Wacker-Anhänger noch einmal gute Fußballkost im letzten Saison-Heimspiel gegen (Fast)-Absteiger 1. FC Sonneberg 2004. Im letzten Spieljahr konnten sich die Südthüringer wegen der Insolvenz des FC Erfurt Nord gerade noch retten. Aber die Nordhäuser hatten eine Aktie daran, weiß Klaus Verkouter zu berichten.


Wacker gewann das erste Aufeinandertreffen souverän mit 6:1. Wollte Sonneberg nicht in den sauren Abstiegsapfel beißen, musste es neun Tage später (Hinspiel wurde mehrfach abgesagt) unbedingt gegen Nordhausen punkten, um Buttstädt auf den letzten Platz zu verdrängen. Das gelang ihnen mit 5:3. Torsten Klaus war in der 47. Minute von Schiedsrichter Honnef aus Gotha vom Platz gestellt worden. Eine Woche später siegte Wacker in Buttstädt und rettete somit indirekt Sonneberg den Erhalt der Thüringenliga.

Am Wochenende können die Gastgeber wieder das Zünglein an der Waage spielen. Der 1. FC hat nur noch bei einem Sieg in Nordhausen minimale Chancen auf den Klassenerhalt und wird alles daransetzten, diese auch zu nutzen. Wie es der Zufall will: Wieder pfeift Herr Honnef aus Gotha! Sehr brisant. Torsten Klaus, aufgepasst! Schließlich will Wacker wenigstens den bisherigen 6. Platz in der Fairplay-Wertung sichern (Sonneberg auf Platz 7).

Für den FSV Wacker 90 geht es immerhin noch um die eventuelle Verbesserung des Tabellenplatzes und einen würdigen Abgang von Cheftrainer Udo Hoffmann vor eigenem Publikum, bevor das Amt im Sommer an Burkhard Venth übertragen wird. Es geht aber auch darum, dem treuen Anhang einen versöhnlichen Heimspiel-Abschluss zu bieten und möglichst nochmals ein paar schöne Tore zu zeigen, wenn die Sonneberger in ihrer prekären Situation „mitspielen“.

Supertore gab es an einem 2. Juni schon oft zu bejubeln, z.B.:

1946 unterlag die SG Salza den Nordhäusern 2:3. Tausende freuten sich an den Toren.

1962 gelang Motor West beim ASK Vorwärts Leipzig eine saftige 2:1-Überraschung.

1990 siegte Wacker beim SV Südharz Walkenried 5:2 durch herrliche Torschüsse.

1991 gewann Nordhausen beim heutigen Bundesligisten Energie Cottbus 2:0 durch Supertore von Frank Ludwig und Ralf Heider im Qualifikationsspiel für den DFB-Pokal. Ein Nostalgiker würde mit der Zunge schnalzen.

1996 musste Eintracht Lüttchendorf beim 2:5 die Überlegenheit der Gäste anerkennen.

Am 2. Juni 2007 sind eigentlich wieder Supertore fällig nach dem mageren 0:0 im Hinspiel.
Aber Vorsicht! In der letzten Woche fertigten die Sonneberger nach Aussagen ihrer Vereinsseite mit der bisher besten Saisonleistung die spielstarken Gothaer deutlicher, als es das 2:0 aussagt, ab. Mehrere solcher Spiele, und der Abstieg hätte vorzeitig verhindert werden können. Vor allem einen Torjäger wie Steffen Motschmann muss die Abwehr erst einmal bändigen.

Sollten es die Wackeren nicht schaffen, muss am Abend eben San Marino herhalten. Auf jeden Fall wird es Tore geben an diesem 2. Juni.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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