Plädoyer für Landrat und DRK
Montag, 11. Februar 2002, 15:13 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Zusammenhang mit den Diskussionen um den Rettungsdienstzweckverband beleuchtete die SPD-Kreistagsfraktion auch die Rolle von Landrat Joachim Claus (CDU). So sollte ein Zusammenhang zwischen seinen Funktionen im Zweckverband und dem DRK-Kreisverband untersucht werden. Der nnz liegt dazu ein interessantes Papier vor...
Unterschrieben ist die Stellungnahme von Wohlfahrtsverbänden und gemeinnützigen Vereinen wie der Caritas, dem JugendSozialwerk, dem Nordhäuser Diakoniewerk, der LIFT gGmbH und der Volkssolidarität. nnz veröffentlicht das Papier:
In der Diskussion um die Rolle des Landrates im Deutschen Roten Kreuz (DRK) wurde immer wieder von Wettbewerbsverzerrung und einer Sonderrolle des DRK gesprochen. Diese liegt in der Tat vor. Das DRK ist nationale Hilfs- und Rettungsorganisation in Deutschland. Daß dieser Verband damit traditionell besondere Aufgaben wahrnimmt, ist den Unterzeichner bewusst. Das DRK ist außerdem in wesentlichen Punkten völlig anders organisiert als andere gemeinnützige Vereine und Wohlfahrtsverbände. Einige 1.000 Mitglieder des Verbandes realisieren die traditionelle Rot-Kreuz-Arbeit und sind in Feldern tätig, die wir weder betreiben können noch finanzieren wollen. Es ist für uns deshalb eine Selbstverständlichkeit, dass das DRK nicht nur aus den o.g. Aufgaben sondern auch aus der besonderen Tradition dieser Internationalen Hilfsorganisationen in unserem Landkreis bestimmte Strukturmerkmale aufweist.
Dazu gehört auch der in vielen Landkreisen, ja in vielen Ländern überall auf der Welt praktizierte Vorsitzes des Landrates.
Wir wissen, dass schon seit der Gründung des DRK Landräte und Oberbürgermeister in Deutschland Vorsitzfunktionen von ehrenamtlichen Gremien beim DRK ausgeübt haben. Das soll auch weiterhin so sein. Damit ist sichergestellt, dass die vielen ehrenamtlichen Helfer im Roten Kreuz, die insbesondere in der Berg- und Wasserrettung, im Katastrophen- und Zivilschutz sowie in der Erste-Hilfe-Ausbildung tätig sind, eine enge Anbindung an die Gebietskörperschaft haben.
Den immer wieder geäußerten Vorwurf, der Vorsitz des Landrates im Landkreis Nordhausen hätte wesentliche Wettbewerbsvorteile für das DRK hier mit sich gebracht, können wir so nicht bestätigen. Selbst als Organisationen, die im gleichen Geschäftsfeld wie das DRK tätig sind, ist eine Bevorzugung des Vereins durch das Landratsamt bisher nicht vorgekommen. Wir hatten im Gegenteil den Eindruck, dass das DRK in Nordhausen sich gerade aus Gründen des Vorsitzes des Landrates in bestimmten Geschäftsfeldern betont zurückhält. Der Umgang mit dem DRK war stets fair und von Konstruktivität geprägt. Wir wünschen uns, dass diese Stellungnahme den Kreistagsmitgliedern zugeleitet wird, damit sie dies in Ihrer Argumentation zu den Strukturen des DRK im Landkreis Nordhausen berücksichtigen können.
Norbert Klodt (Caritas), Prof. Dr. König (Jugendsozialwerk), Thomas Pape (Diakoniewerk Nordhausen), Hannelore Haase (Lift gGmbH), Elke Pille (Volkssolidarität)
Autor: nnzUnterschrieben ist die Stellungnahme von Wohlfahrtsverbänden und gemeinnützigen Vereinen wie der Caritas, dem JugendSozialwerk, dem Nordhäuser Diakoniewerk, der LIFT gGmbH und der Volkssolidarität. nnz veröffentlicht das Papier:
In der Diskussion um die Rolle des Landrates im Deutschen Roten Kreuz (DRK) wurde immer wieder von Wettbewerbsverzerrung und einer Sonderrolle des DRK gesprochen. Diese liegt in der Tat vor. Das DRK ist nationale Hilfs- und Rettungsorganisation in Deutschland. Daß dieser Verband damit traditionell besondere Aufgaben wahrnimmt, ist den Unterzeichner bewusst. Das DRK ist außerdem in wesentlichen Punkten völlig anders organisiert als andere gemeinnützige Vereine und Wohlfahrtsverbände. Einige 1.000 Mitglieder des Verbandes realisieren die traditionelle Rot-Kreuz-Arbeit und sind in Feldern tätig, die wir weder betreiben können noch finanzieren wollen. Es ist für uns deshalb eine Selbstverständlichkeit, dass das DRK nicht nur aus den o.g. Aufgaben sondern auch aus der besonderen Tradition dieser Internationalen Hilfsorganisationen in unserem Landkreis bestimmte Strukturmerkmale aufweist.
Dazu gehört auch der in vielen Landkreisen, ja in vielen Ländern überall auf der Welt praktizierte Vorsitzes des Landrates.
Wir wissen, dass schon seit der Gründung des DRK Landräte und Oberbürgermeister in Deutschland Vorsitzfunktionen von ehrenamtlichen Gremien beim DRK ausgeübt haben. Das soll auch weiterhin so sein. Damit ist sichergestellt, dass die vielen ehrenamtlichen Helfer im Roten Kreuz, die insbesondere in der Berg- und Wasserrettung, im Katastrophen- und Zivilschutz sowie in der Erste-Hilfe-Ausbildung tätig sind, eine enge Anbindung an die Gebietskörperschaft haben.
Den immer wieder geäußerten Vorwurf, der Vorsitz des Landrates im Landkreis Nordhausen hätte wesentliche Wettbewerbsvorteile für das DRK hier mit sich gebracht, können wir so nicht bestätigen. Selbst als Organisationen, die im gleichen Geschäftsfeld wie das DRK tätig sind, ist eine Bevorzugung des Vereins durch das Landratsamt bisher nicht vorgekommen. Wir hatten im Gegenteil den Eindruck, dass das DRK in Nordhausen sich gerade aus Gründen des Vorsitzes des Landrates in bestimmten Geschäftsfeldern betont zurückhält. Der Umgang mit dem DRK war stets fair und von Konstruktivität geprägt. Wir wünschen uns, dass diese Stellungnahme den Kreistagsmitgliedern zugeleitet wird, damit sie dies in Ihrer Argumentation zu den Strukturen des DRK im Landkreis Nordhausen berücksichtigen können.
Norbert Klodt (Caritas), Prof. Dr. König (Jugendsozialwerk), Thomas Pape (Diakoniewerk Nordhausen), Hannelore Haase (Lift gGmbH), Elke Pille (Volkssolidarität)
