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Zukunft der Hilfe

Donnerstag, 24. Mai 2007, 08:24 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Anzahl der Hilfen für wesentlich behinderte Menschen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und diese Entwicklung wird sich in der nächsten Zeit noch verstärken. Ein Grund dafür ist, dass es immer mehr alt gewordene behinderte Menschen geben wird. Es ist also notwendig, sich verstärkt Gedanken über ein ausreichendes Versorgungssystem auch für diese Hilfeempfänger zu machen. Auch im Landkreis Nordhausen.


Eine Anpassung von bereits vorhandenen Hilfen und die Entwicklung neuer Hilfeformen sind dringend erforderlich. Aus diesem Grund veranstaltet der Fachbereich Jugend und Soziales des Landratsamtes Nordhausen eine Fachtagung zu Thema „Quo vadis? – Eingliederungshilfe“. „Um die Eingliederungshilfe sowohl für die jetzige als auch für die zukünftige Generation zu sichern, muss sie zukunftsfest gemacht werden.“, erklärt Loni Grünwald, zweite Beigeordnete des Landkreises Nordhausen.

Am 6. Juni werden Fachleute im Jugendclubhaus Nordhausen zusammen kommen und von 9 Uhr bis 15.30 Uhr in Referaten und Arbeitskreisen sowohl das Thema diskutieren als auch versuchen, Ideen für Hilfen zu entwickeln. Unter anderem stellen die Zielorientierung und der Planungsprozess im Einzelfall, die Selbstbestimmung trotz Behinderung bzw. der Hospitalismus in der stationären Hilfe die Themen der Arbeitskreise dar.

Der Fachbereich Jugend und Soziales erhofft sich von dieser Veranstaltung nicht nur den Impuls zum gemeinsamen Weiterdenken in der Eingliederungshilfe, sondern auch Anregungen zur Entwicklung von Produkten und Strukturen, die der auch hier vorhandenen demographischen Entwicklung Rechnung tragen.
Autor: nnz

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