nnz-Forum: Sozial oder doch nicht?
Mittwoch, 23. Mai 2007, 08:22 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Jugendsozialwerk feiert in diesem Jahr seinen 15. Geburtstag. Nicht alle jedoch können da mitfeiern. Ein nnz-Leser berichtet von seinen eigenen Erfahrungen mit dem eingetragenen Verein.
Eine 15 jährige Firmengeschichte ist in der heutigen Zeit schon eine Leistung. Fragen muss man allerdings immer, wie ist dieser erfolgreiche Weg beschritten worden? Sicher hat das Jugendsozialwerk im sozialen Bereich unbestritten Punkte in unserer Region und darüber hinaus gesammelt, allerdings vielleicht nicht immer aus eigener oder Fördermittelkraft.
Als Denkansatz dazu möchte ich eine schlimme Episode der Zusammenarbeit meiner Firma mit dem Jugendsozialwerk vorstellen, die nicht nur für mich einschneidende wirtschaftliche Konsequenzen hatte, sondern auch zum Arbeitsplatzverlust von 25 Mitarbeitern meiner Firma führte.
Im Frühsommer 1998 bot mir der damalige Jugendsozialwerk-Geschäftsführer Thomas Pape an, den dreietagigen Anbau an das Alten und Pflegeheim Salza , Bochumerstr.155 herzustellen. Nach langen Preisverhandlungen einigten wir uns auf eine Bausumme von 2.050.000,- DM eine in kargen Auftragszeiten durchaus verlockende Summe. Pünktlich Mitte Juli 1998 begannen wir mit dem Bau und stellten ihn trotz vieler unvorhersehbarer Probleme und fast 450.000,- DM zusätzlichen Arbeiten pünktlich zum 1.9.1999, 7.00 Uhr fertig. Ab dem Termin zogen die erwartungsfrohen Senioren zumindest ein. Die Kehrseite der Medaille war jedoch, das Th. Pape die Abnahme verweigerte (gemäß VOB gilt bei in Nutzungsnahme eine Baumaßnahme als abgenommen), zusätzlich füllt man im ordentlichen Geschäftsverkehr dazu ein Abnahmeprotokoll aus und dann fließt die Schlusszahlung). Theoretisch geht das so, nur nicht in unserem Fall.
Die Schlusszahlung über mehr als 430.000,- DM zögerte man in Schritten bis zum Jahresende hin (sicher gab es dafür gute Zinsen). Weitaus schlimmer entwickelte sich die Problematik Zusatzleistungen. Im Auftrag des Bauherrn bestätigte das baubetreuende Planungsbüro Nachträge in Höhe von fast 450.000,- DM im Bauprotokoll. Basierend auf der fadenscheinigen Abnahmeverweigerung, verstand Th. Pape es, die Verständigung dazu bis in den Januar 2000 hinzu zögern. Bei der am 5.1.2000 durch meinen permanenten Druck stattgefundenen Beratung bot mir Th. Pape an, ca. 94.000,- DM per Scheck sofort zu bezahlen und den Rest zu vergessen. Als Begründung fragte er mich, ob ich denn einen schriftlichen Auftrag von ihm habe sein Architekt hätte dazu keine Befugnis gehabt.
Wie ich danach feststellte: Das Traurige ist in unserem Rechtsstaat ist, dass das wirklich so ist. Da ich keinen Auftrag von ihm vorweisen konnte, nahm ich das großzügige Angebot und den Scheck an. Die Folge war, das ich exakt 351.471,71 DM auf eigene Kappe an Subunternehmer, Materiallieferanten, Ämter und Behörden zu zahlen hatte und teilweise heute noch zahle.
In einem Vier-Augen-Gespräch am folgenden Tag offenbarte Th. Pape , das er für das Vorhaben einfach kein Geld mehr gehabt hätte und das es unbedingt fertig werden musste. Man sollte sich nun fragen Ist das Jugendsozialwerk wirklich sozial? Wenn man so mit Vertragspartnern verfährt, heißt die Antwort eindeutig -NEIN!
Der derzeitige Geschäftsführer Andreas Weigel kann dazu nichts sagen. Entschuldigungen oder einen Schadensausgleich gab es bis heute nicht. Die Zahlen sind nachvollziehbar in meiner Buchhaltung ersichtlich. Um eine soziale Kompetenz vorzuweisen reicht es nicht, nur Kinder und Senioren gut zu betreuen, da sollte man insgesamt ehrlich und sozial in der Region auftreten."
Frank Tabatt, Nordhausen
Eine 15 jährige Firmengeschichte ist in der heutigen Zeit schon eine Leistung. Fragen muss man allerdings immer, wie ist dieser erfolgreiche Weg beschritten worden? Sicher hat das Jugendsozialwerk im sozialen Bereich unbestritten Punkte in unserer Region und darüber hinaus gesammelt, allerdings vielleicht nicht immer aus eigener oder Fördermittelkraft.
Als Denkansatz dazu möchte ich eine schlimme Episode der Zusammenarbeit meiner Firma mit dem Jugendsozialwerk vorstellen, die nicht nur für mich einschneidende wirtschaftliche Konsequenzen hatte, sondern auch zum Arbeitsplatzverlust von 25 Mitarbeitern meiner Firma führte.
Im Frühsommer 1998 bot mir der damalige Jugendsozialwerk-Geschäftsführer Thomas Pape an, den dreietagigen Anbau an das Alten und Pflegeheim Salza , Bochumerstr.155 herzustellen. Nach langen Preisverhandlungen einigten wir uns auf eine Bausumme von 2.050.000,- DM eine in kargen Auftragszeiten durchaus verlockende Summe. Pünktlich Mitte Juli 1998 begannen wir mit dem Bau und stellten ihn trotz vieler unvorhersehbarer Probleme und fast 450.000,- DM zusätzlichen Arbeiten pünktlich zum 1.9.1999, 7.00 Uhr fertig. Ab dem Termin zogen die erwartungsfrohen Senioren zumindest ein. Die Kehrseite der Medaille war jedoch, das Th. Pape die Abnahme verweigerte (gemäß VOB gilt bei in Nutzungsnahme eine Baumaßnahme als abgenommen), zusätzlich füllt man im ordentlichen Geschäftsverkehr dazu ein Abnahmeprotokoll aus und dann fließt die Schlusszahlung). Theoretisch geht das so, nur nicht in unserem Fall.
Die Schlusszahlung über mehr als 430.000,- DM zögerte man in Schritten bis zum Jahresende hin (sicher gab es dafür gute Zinsen). Weitaus schlimmer entwickelte sich die Problematik Zusatzleistungen. Im Auftrag des Bauherrn bestätigte das baubetreuende Planungsbüro Nachträge in Höhe von fast 450.000,- DM im Bauprotokoll. Basierend auf der fadenscheinigen Abnahmeverweigerung, verstand Th. Pape es, die Verständigung dazu bis in den Januar 2000 hinzu zögern. Bei der am 5.1.2000 durch meinen permanenten Druck stattgefundenen Beratung bot mir Th. Pape an, ca. 94.000,- DM per Scheck sofort zu bezahlen und den Rest zu vergessen. Als Begründung fragte er mich, ob ich denn einen schriftlichen Auftrag von ihm habe sein Architekt hätte dazu keine Befugnis gehabt.
Wie ich danach feststellte: Das Traurige ist in unserem Rechtsstaat ist, dass das wirklich so ist. Da ich keinen Auftrag von ihm vorweisen konnte, nahm ich das großzügige Angebot und den Scheck an. Die Folge war, das ich exakt 351.471,71 DM auf eigene Kappe an Subunternehmer, Materiallieferanten, Ämter und Behörden zu zahlen hatte und teilweise heute noch zahle.
In einem Vier-Augen-Gespräch am folgenden Tag offenbarte Th. Pape , das er für das Vorhaben einfach kein Geld mehr gehabt hätte und das es unbedingt fertig werden musste. Man sollte sich nun fragen Ist das Jugendsozialwerk wirklich sozial? Wenn man so mit Vertragspartnern verfährt, heißt die Antwort eindeutig -NEIN!
Der derzeitige Geschäftsführer Andreas Weigel kann dazu nichts sagen. Entschuldigungen oder einen Schadensausgleich gab es bis heute nicht. Die Zahlen sind nachvollziehbar in meiner Buchhaltung ersichtlich. Um eine soziale Kompetenz vorzuweisen reicht es nicht, nur Kinder und Senioren gut zu betreuen, da sollte man insgesamt ehrlich und sozial in der Region auftreten."
Frank Tabatt, Nordhausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
