nnz-News-Ticker am Nachmittag
Sonntag, 10. Februar 2002, 17:21 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Meldungen des Tages aus Thüringen, Deutschland und der Welt für Sie zusammengefasst. Ein nnz-Service mit freundlicher Unterstützung der LandesWelle Thüringen.
Höppner kämpft gegen Absenkung
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reinhard Höppner (SPD) will sich persönlich bei der Europäischen Kommission gegen die geplante drastische Absenkung der Investitionsförderung in den neuen Ländern einsetzen. Der Regierungschef reise am Montag gemeinsam mit dem Ost-Beauftragten der Bundesregierung Rolf Schwanitz (SPD) nach Brüssel, teilte die Staatskanzlei am Sonntag in Magdeburg mit. Eine Entscheidung der EU-Kommission werde für Mittwoch erwartet.
Kinderleiche in Jena gefunden
Die Leiche eines Kindes ist am Sonntag in der Nähe eines Bahndammes in Jena gefunden worden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um die seit Samstag vermisste Desiree Majonek aus Jena handelt. Das Mädchen sei von einer Fußgängerin gegen 12.10 Uhr im Wohngebiet An der Ringwiese in Jena aufgefunden worden, teilte die Polizei mit. Ob es sich um ein Verbrechen handele, könne noch nicht gesagt werden. Das Mädchen wurde seit Samstagnachmittag vermisst.
Kinder prügelten aufeinander los
Wenig Frohsinn gab es bei rund 50 Kindern und Jugendlichen nach einem Karnevalsumzug in Stadtilm (Ilm-Kreis). Nach reichlichem Alkoholgenuss gingen die jungen Streithähne zwischen elf und 17 Jahren aufeinander los, berichtete ein Polizeisprecher am Sonntag in Gotha. Sie warfen mit Flaschen, rempelten und pöbelten sich in verschiedenen Gruppen gegenseitig an. Vier Kinder wurden nach dem Umzug am Samstag verletzt und trugen blaue Augen, aufgeplatzte Lippen und Schnittwunden davon.
Deutschland verliert im Daviscup 1:4 gegen Kroatien
Deutschlands Daviscup-Mannschaft hat ihr Erstrunden-Spiel in der Weltgruppe mit 1:4 gegen Kroatien verloren. Den entscheidenden dritten Punkt gab Rainer Schüttler in Zagreb mit 4:6, 6:7 und 6:7 gegen Goran Ivanisevic ab. Im letzten Match unterlag Nicolas Kiefer Ivan Ljubicic 6:7 und 4:6. Das Team um Kapitän Michael Stich muss nun im September gegen einen noch zu ermittelnden Gegner gegen den Abstieg aus der Weltgruppe spielen.
Mann ersticht Partnerin vor den Augen von Kindern
Vor den Augen ihrer drei Kinder und etlicher Partygäste ist eine 44-jährige Frau von ihrem Partner in Belm bei Osnabrück erstochen worden. Die Frau hatte ihren Partner auf der Feier wegen dessen übermäßigen Alkoholkonsums vor den anderen Anwesenden getadelt. Daraufhin habe der Aussiedler aus der Küche ein Messer geholt und ihr in den Leib gestoßen. Die Frau hinterlässt drei Kinder im Alter von neun bis 16 Jahren.
Olympia-Übertragung gegen Jauch-Quiz chancenlos
Die Frage Wer wird Millionär? war für die deutschen Fernsehzuschauer interessanter als die Frage Wer wird Olympiasieger?. Der erste Wettkampftag in Salt Lake City bescherte der ARD am Abend zur besten Sendezeit Zuschauerzahlen zwischen 2 und 4 Millionen. Damit lag Olympia hinter dem RTL-Quiz. Günter Jauch wollten 9,49 Millionen sehen.
SPD ringt mit CDU um Zuwanderungs-Konsens
Die SPD ringt mit der Union um einen Zuwanderungs- Konsens und setzt dabei ihren grünen Koalitionspartner verstärkt unter Druck. SPD-Fraktionschef Peter Struck sagte im Tagesspiegel am Sonntag, die Grünen müssten ihre Maximalpositionen aufgeben. Grünen- Chefin Claudia Roth erwiderte, ein Zuwanderungsgesetz ohne Zuwanderung sei mit ihrer Partei nicht zu machen. Sie appellierte an die SPD, die Koalition nicht auseinander dividieren zu lassen.
Wirtschaftsweiser spricht von mehr fehlenden Stellen als bekannt
Nach Ansicht des Vorsitzenden des Rates der so genannten Wirtschaftsweisen, Jürgen Donges, fehlen in Deutschland mehr Stellen, als offiziell bekannt gegeben wird. Donges sagte der Bild am Sonntag, in Wahrheit fehlten nicht nur 4 Millionen Arbeitsplätze, sondern mehr als 5,5 Millionen neue Jobs. Bundeskanzler Gerhard Schröder hat unterdessen Versäumnisse seiner Regierung beim Kampf gegen die Arbeitslosigkeit bestritten. Der Vorwurf, es gebe auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu viele Beschränkungen, sei unberechtigt, sagte Schröder dem Handelsblatt.
Ein Toter bei Explosion eines Sprengsatzes in Mazedonien
Bei der Explosion eines Sprengsatzes ist in Mazedonien ein Mann ums Leben gekommen und ein zweiter lebensgefährlich verletzt worden. Wie die staatliche mazedonische Nachrichtenagentur MIA meldete, war der Sprengsatz an einer Haustür angebracht gewesen und beim Öffnen der Tür explodiert. Beide Anschlagsopfer sind ortsansässige Mazedonier.
Präsidenten-Nichte lässt sich in Drogenklinik behandeln
Die Nichte von US-Präsident George W. Bush, Noelle Bush, hat sich in eine Drogen-Rehabilitationsklinik einweisen lassen. Wie der «Miami Herald» berichtet, wird die 24- jährige Tocher des Gouverneurs von Florida, Jeb Bush, dort eine unbestimmte Zeit behandelt. Sie war Ende Januar ertappt worden, als sie sich in einer Apotheke mit einem gefälschten Rezept ein verschreibungspflichtiges Medikament besorgen wollte. Im Falle einer Verurteilung wegen Rezeptbetrugs droht ihr eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren.
Elf Tote bei Amoklauf in Südafrika
Ein Amokläufer hat nach einem Streit mit seiner Freundin in Südafrika 10 Menschen erschossen und 19 verletzt. Nach dem Blutbad nahm er sich das Leben. Der Wachmann habe die Zurückweisung seiner Freundin nicht ertragen, hieß es. Keiner habe geahnt, dass er labil sei, aber der Mann müsse eine tickende Zeitbombe gewesen sein, sagte ein Polizeisprecher. Im letzten Jahr wurden in Südafrika 21 000 Menschen ermordet. Viele Taten hängen mit Familien- und Beziehungsproblemen zusammen.
Schumacher mit problemloser Jungfernfahrt im neuen Ferrari
Michael Schumachers Jungfernfahrt im neuen Ferrari ist problemlos verlaufen. Der viermalige Formel-1-Weltmeister drehte am Vormittag auf der Hausstrecke Fiorano im F2002 zum Auftakt mehrere Runden, um den komplett neuen Rennwagen gründlich durchzuchecken. Der in Braunschweig gestohlene Helm von Formel 1- Weltmeister Michael Schumacher bleibt unterdessen weiterhin verschwunden. Ein 50 bis 60 Jahre alter Mann hatte das wertvolle Stück am Freitag entwendet
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Autor: nnzHöppner kämpft gegen Absenkung
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reinhard Höppner (SPD) will sich persönlich bei der Europäischen Kommission gegen die geplante drastische Absenkung der Investitionsförderung in den neuen Ländern einsetzen. Der Regierungschef reise am Montag gemeinsam mit dem Ost-Beauftragten der Bundesregierung Rolf Schwanitz (SPD) nach Brüssel, teilte die Staatskanzlei am Sonntag in Magdeburg mit. Eine Entscheidung der EU-Kommission werde für Mittwoch erwartet.
Kinderleiche in Jena gefunden
Die Leiche eines Kindes ist am Sonntag in der Nähe eines Bahndammes in Jena gefunden worden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um die seit Samstag vermisste Desiree Majonek aus Jena handelt. Das Mädchen sei von einer Fußgängerin gegen 12.10 Uhr im Wohngebiet An der Ringwiese in Jena aufgefunden worden, teilte die Polizei mit. Ob es sich um ein Verbrechen handele, könne noch nicht gesagt werden. Das Mädchen wurde seit Samstagnachmittag vermisst.
Kinder prügelten aufeinander los
Wenig Frohsinn gab es bei rund 50 Kindern und Jugendlichen nach einem Karnevalsumzug in Stadtilm (Ilm-Kreis). Nach reichlichem Alkoholgenuss gingen die jungen Streithähne zwischen elf und 17 Jahren aufeinander los, berichtete ein Polizeisprecher am Sonntag in Gotha. Sie warfen mit Flaschen, rempelten und pöbelten sich in verschiedenen Gruppen gegenseitig an. Vier Kinder wurden nach dem Umzug am Samstag verletzt und trugen blaue Augen, aufgeplatzte Lippen und Schnittwunden davon.
Deutschland verliert im Daviscup 1:4 gegen Kroatien
Deutschlands Daviscup-Mannschaft hat ihr Erstrunden-Spiel in der Weltgruppe mit 1:4 gegen Kroatien verloren. Den entscheidenden dritten Punkt gab Rainer Schüttler in Zagreb mit 4:6, 6:7 und 6:7 gegen Goran Ivanisevic ab. Im letzten Match unterlag Nicolas Kiefer Ivan Ljubicic 6:7 und 4:6. Das Team um Kapitän Michael Stich muss nun im September gegen einen noch zu ermittelnden Gegner gegen den Abstieg aus der Weltgruppe spielen.
Mann ersticht Partnerin vor den Augen von Kindern
Vor den Augen ihrer drei Kinder und etlicher Partygäste ist eine 44-jährige Frau von ihrem Partner in Belm bei Osnabrück erstochen worden. Die Frau hatte ihren Partner auf der Feier wegen dessen übermäßigen Alkoholkonsums vor den anderen Anwesenden getadelt. Daraufhin habe der Aussiedler aus der Küche ein Messer geholt und ihr in den Leib gestoßen. Die Frau hinterlässt drei Kinder im Alter von neun bis 16 Jahren.
Olympia-Übertragung gegen Jauch-Quiz chancenlos
Die Frage Wer wird Millionär? war für die deutschen Fernsehzuschauer interessanter als die Frage Wer wird Olympiasieger?. Der erste Wettkampftag in Salt Lake City bescherte der ARD am Abend zur besten Sendezeit Zuschauerzahlen zwischen 2 und 4 Millionen. Damit lag Olympia hinter dem RTL-Quiz. Günter Jauch wollten 9,49 Millionen sehen.
SPD ringt mit CDU um Zuwanderungs-Konsens
Die SPD ringt mit der Union um einen Zuwanderungs- Konsens und setzt dabei ihren grünen Koalitionspartner verstärkt unter Druck. SPD-Fraktionschef Peter Struck sagte im Tagesspiegel am Sonntag, die Grünen müssten ihre Maximalpositionen aufgeben. Grünen- Chefin Claudia Roth erwiderte, ein Zuwanderungsgesetz ohne Zuwanderung sei mit ihrer Partei nicht zu machen. Sie appellierte an die SPD, die Koalition nicht auseinander dividieren zu lassen.
Wirtschaftsweiser spricht von mehr fehlenden Stellen als bekannt
Nach Ansicht des Vorsitzenden des Rates der so genannten Wirtschaftsweisen, Jürgen Donges, fehlen in Deutschland mehr Stellen, als offiziell bekannt gegeben wird. Donges sagte der Bild am Sonntag, in Wahrheit fehlten nicht nur 4 Millionen Arbeitsplätze, sondern mehr als 5,5 Millionen neue Jobs. Bundeskanzler Gerhard Schröder hat unterdessen Versäumnisse seiner Regierung beim Kampf gegen die Arbeitslosigkeit bestritten. Der Vorwurf, es gebe auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu viele Beschränkungen, sei unberechtigt, sagte Schröder dem Handelsblatt.
Ein Toter bei Explosion eines Sprengsatzes in Mazedonien
Bei der Explosion eines Sprengsatzes ist in Mazedonien ein Mann ums Leben gekommen und ein zweiter lebensgefährlich verletzt worden. Wie die staatliche mazedonische Nachrichtenagentur MIA meldete, war der Sprengsatz an einer Haustür angebracht gewesen und beim Öffnen der Tür explodiert. Beide Anschlagsopfer sind ortsansässige Mazedonier.
Präsidenten-Nichte lässt sich in Drogenklinik behandeln
Die Nichte von US-Präsident George W. Bush, Noelle Bush, hat sich in eine Drogen-Rehabilitationsklinik einweisen lassen. Wie der «Miami Herald» berichtet, wird die 24- jährige Tocher des Gouverneurs von Florida, Jeb Bush, dort eine unbestimmte Zeit behandelt. Sie war Ende Januar ertappt worden, als sie sich in einer Apotheke mit einem gefälschten Rezept ein verschreibungspflichtiges Medikament besorgen wollte. Im Falle einer Verurteilung wegen Rezeptbetrugs droht ihr eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren.
Elf Tote bei Amoklauf in Südafrika
Ein Amokläufer hat nach einem Streit mit seiner Freundin in Südafrika 10 Menschen erschossen und 19 verletzt. Nach dem Blutbad nahm er sich das Leben. Der Wachmann habe die Zurückweisung seiner Freundin nicht ertragen, hieß es. Keiner habe geahnt, dass er labil sei, aber der Mann müsse eine tickende Zeitbombe gewesen sein, sagte ein Polizeisprecher. Im letzten Jahr wurden in Südafrika 21 000 Menschen ermordet. Viele Taten hängen mit Familien- und Beziehungsproblemen zusammen.
Schumacher mit problemloser Jungfernfahrt im neuen Ferrari
Michael Schumachers Jungfernfahrt im neuen Ferrari ist problemlos verlaufen. Der viermalige Formel-1-Weltmeister drehte am Vormittag auf der Hausstrecke Fiorano im F2002 zum Auftakt mehrere Runden, um den komplett neuen Rennwagen gründlich durchzuchecken. Der in Braunschweig gestohlene Helm von Formel 1- Weltmeister Michael Schumacher bleibt unterdessen weiterhin verschwunden. Ein 50 bis 60 Jahre alter Mann hatte das wertvolle Stück am Freitag entwendet
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