Ein unbequemer Gegner
Donnerstag, 17. Mai 2007, 18:40 Uhr
Nordhausen (nnz). Nur Pistorius, Ludwig und Ersatzkeeper Mook vom gegenwärtigen Stamm des Thüringenligisten FSV Wacker 90 Nordhausen können sich vielleicht noch an das erste Aufeinandertreffen mit dem FSV Ulstertal Geisa 1866 erinnern. Alle anderen Spieler von damals spielen nicht mehr beim Verein oder nicht mehr in der ersten Mannschaft. Für die nnz-Leser erinnert sich Klaus Verkouter.
Jenes Spiel in der Rhön fand vor fünf Jahren statt – so schnell hat sich das Aufgebot der Nordhäuser verändert. Geblieben ist der gehörige Respekt vor dieser namenlosen, aber physisch starken Mannschaft. Alle Achtung vor dem Aufschwung des Fußballs in dieser kleinen Rhöngemeinde sollte man haben! Nur 3000 Einwohner zählt die Stadt. Der FSV Ulstertal leistet aber eine vorzügliche Nachwuchsarbeit und eine ganze Region steht hinter der Vereinsphilosophie, Spieler aus dem Umfeld dort zu konzentrieren. Es kommt also nicht von ungefähr, dass Geisa selbst im Nachwuchsbereich auf Landesebene gut mitreden kann.
Die drei bisherigen Vergleiche um Punkte gingen so aus: 2002 in der Landesklasse West sah Wacker in Geisa keinen Stich und verlor 0:3 nach desolater Abwehrleistung in entscheidenden Situationen. Jeder jetzt aufkommende Gedanke an die Gegenwart ist nicht zufällig.
Das Rückspiel in Nordhausen endete noch glücklich 2:2, weil Pistorius den Ball beim geschenkten Strafstoß in der Nachspielzeit zum Ausgleich im gegnerischen Kasten unterbrachte.
In der Thüringenliga traf man bisher einmal aufeinander. Im Albert-Kuntz-Sportpark glückte Wacker am 11.11.2006 ein 1:0-Erfolg. Die nnz sah die letzten Minuten so: In der 77. Minute wird der angeschlagene Daniel Braun gegen Alexander Töpfer ausgewechselt und Töpfer setzt sich sofort im Geisaer Strafraum durch, der Ball kommt wieder zu Pohl und der haut ihn zum 1:0 ins Tor. Grenzenloser Jubel auf dem Platz und bei den Zuschauern. Es war wieder ein hartes Stück Arbeit gegen die Südwestthüringer.
Am Sonntag dürfte es nach Lage der Dinge äußerst schwer werden, in Geisa zu punkten. Dafür ist der Verein zu heimstark. Von den bisherigen 13 Spielen hat man im eigenen Stadion immerhin 9-mal gewonnen und es gab eine Punkteteilung. Siegen konnten dort nur Steinach, Gera und Weida. Außerdem ist Ulstertal bei einem Dreier der 6. Platz, den Wacker eigentlich als Zielvorgabe vor Augen hatte, in der Endabrechnung mindestens schon sicher.
Pistorius soll noch ein drittes Mal erwähnt werden; denn er darf nach seiner fünften Gelben Karte nur zuschauen oder bleibt in Nordhausen wie beim Spiel vor zwei Wochen in Jena. Ich finde, man sollte ihn für den Fairness-Preis des Jahres vorschlagen. Denn er hat diese Gelbe Karte nicht bereits vor drei Wochen gegen Ilmenau beim Stand von 3:1 (z. B. in der 89. Minute durch Ballwegschlagen) kassiert, als des Kapitäns Teilnahme an der Hochzeit von L. Pohl am folgenden Wochenende schon feststand. Die Sperre für einen Spieltag hätte er so bei der Feier gut absitzen können, wie einige informierte Fans meinten. Nein, er holt sich die Karte gegen Weida und kann nun auch in Geisa nicht auflaufen. Ist doch sportlich okay - oder?
K. Verkouter
Autor: nnzJenes Spiel in der Rhön fand vor fünf Jahren statt – so schnell hat sich das Aufgebot der Nordhäuser verändert. Geblieben ist der gehörige Respekt vor dieser namenlosen, aber physisch starken Mannschaft. Alle Achtung vor dem Aufschwung des Fußballs in dieser kleinen Rhöngemeinde sollte man haben! Nur 3000 Einwohner zählt die Stadt. Der FSV Ulstertal leistet aber eine vorzügliche Nachwuchsarbeit und eine ganze Region steht hinter der Vereinsphilosophie, Spieler aus dem Umfeld dort zu konzentrieren. Es kommt also nicht von ungefähr, dass Geisa selbst im Nachwuchsbereich auf Landesebene gut mitreden kann.
Die drei bisherigen Vergleiche um Punkte gingen so aus: 2002 in der Landesklasse West sah Wacker in Geisa keinen Stich und verlor 0:3 nach desolater Abwehrleistung in entscheidenden Situationen. Jeder jetzt aufkommende Gedanke an die Gegenwart ist nicht zufällig.
Das Rückspiel in Nordhausen endete noch glücklich 2:2, weil Pistorius den Ball beim geschenkten Strafstoß in der Nachspielzeit zum Ausgleich im gegnerischen Kasten unterbrachte.
In der Thüringenliga traf man bisher einmal aufeinander. Im Albert-Kuntz-Sportpark glückte Wacker am 11.11.2006 ein 1:0-Erfolg. Die nnz sah die letzten Minuten so: In der 77. Minute wird der angeschlagene Daniel Braun gegen Alexander Töpfer ausgewechselt und Töpfer setzt sich sofort im Geisaer Strafraum durch, der Ball kommt wieder zu Pohl und der haut ihn zum 1:0 ins Tor. Grenzenloser Jubel auf dem Platz und bei den Zuschauern. Es war wieder ein hartes Stück Arbeit gegen die Südwestthüringer.
Am Sonntag dürfte es nach Lage der Dinge äußerst schwer werden, in Geisa zu punkten. Dafür ist der Verein zu heimstark. Von den bisherigen 13 Spielen hat man im eigenen Stadion immerhin 9-mal gewonnen und es gab eine Punkteteilung. Siegen konnten dort nur Steinach, Gera und Weida. Außerdem ist Ulstertal bei einem Dreier der 6. Platz, den Wacker eigentlich als Zielvorgabe vor Augen hatte, in der Endabrechnung mindestens schon sicher.
Pistorius soll noch ein drittes Mal erwähnt werden; denn er darf nach seiner fünften Gelben Karte nur zuschauen oder bleibt in Nordhausen wie beim Spiel vor zwei Wochen in Jena. Ich finde, man sollte ihn für den Fairness-Preis des Jahres vorschlagen. Denn er hat diese Gelbe Karte nicht bereits vor drei Wochen gegen Ilmenau beim Stand von 3:1 (z. B. in der 89. Minute durch Ballwegschlagen) kassiert, als des Kapitäns Teilnahme an der Hochzeit von L. Pohl am folgenden Wochenende schon feststand. Die Sperre für einen Spieltag hätte er so bei der Feier gut absitzen können, wie einige informierte Fans meinten. Nein, er holt sich die Karte gegen Weida und kann nun auch in Geisa nicht auflaufen. Ist doch sportlich okay - oder?
K. Verkouter
