Was noch so passierte
Dienstag, 15. Mai 2007, 19:32 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Kreistagssitzung war – bis auf die Diskussion zu den Beschlussvorlagen der FDP-Fraktion - durchaus kurzweilig. Die nnz mit kurzen Kreistagssplittern.
Nicht so schlecht
In seinen grundsätzlichen Ausführungen berichtete Landrat Joachim Claus (CDU) über die Situation am Ausbildungsmarkt, bei den Handwerkern sowie über die wirtschaftlichen Aufschwung in diesem Lande.
Hintergrund seiner Ausführungen waren Fragen der CDU-Kreistagsfraktion zu Bemerkungen des Hauptgeschäftsführers der Nordthüringer Kreishandwerkerschaft, Dr. Bernhard Senft. Der hatte eine Diskrepanz in der Vorbereitung junger Menschen zwischen dem Landkreis Eichsfeld und dem Landkreis Nordhausen ausgemacht (nnz hatte ausführlich berichtet).
Nun legte Claus Zahlen vor, aus denen hervorgeht, dass es im Eichsfeld 7.500 Arbeitslose gebe, im Landkreis Nordhausen 8.843. Auch bei den unter 25 Jahre alten Arbeitslosen sei der Unterschied nicht so gewaltig: 918 im Eichsfeld, 931 in Nordhausen. Nur, der Landrat hatte vergessen, die Einwohnerzahl beider Landkreis - also die Basis für Relationen - miteinander zu vergleichen: Im Landkreis Eichsfeld lebten Ende 2005 rund 110.000 Frauen und Männer, im Landkreis Nordhausen 93.000. Wie dem auch sei, natürlich ist das Handwerk im Eichsfeld ausgeprägter, das war schon immer so und wird vermutlich auch so bleiben.
Allerdings müsse sich im Landkreis Nordhausen die Berufswahlvorbereitung nicht verstecken. Sie wird an allen Regelschulen und Gymnasien angeboten. Partner sind verschiedene Bildungsträger und die Fachhochschule. Auch hierzu gibt es unter dem Stichwort Berufswahlvorbereitung jede Menge Beiträge im nnz-Archiv zu finden.
Joachim Claus konstatierte mit Blick auf den Arbeitsmarkt natürlich auch, dass der wirtschaftliche Aufschwung im Landkreis Nordhausen angekommen sei. Vor allem bei den Empfängern des Arbeitslosengeldes I würde man das an den zurückgehenden Zahlen beobachten. Im Bereich des Arbeitslosengeldes II hingegen, sei der Aufschwung nicht zu bemerken. Hier würden die Zahlen bestenfalls stagnieren. Das bedeute auch, dass die boomende Wirtschaft keine Auswirkungen auf die Kassen des Landkreises habe. Bislang noch nicht.
Und schließlich sollte heute noch im Kreistag über die Vorbereitung der Erstellung eines Personalentwicklungskonzeptes beraten und beschlossen werden. Das aber wollte der Einreicher, der Landrat nicht. Beide Beschlussvorlagen wurden zusammengefasst und werden nun weiter von den Mitgliedern des Kreisausschusses behandelt.
Autor: nnzNicht so schlecht
In seinen grundsätzlichen Ausführungen berichtete Landrat Joachim Claus (CDU) über die Situation am Ausbildungsmarkt, bei den Handwerkern sowie über die wirtschaftlichen Aufschwung in diesem Lande.
Hintergrund seiner Ausführungen waren Fragen der CDU-Kreistagsfraktion zu Bemerkungen des Hauptgeschäftsführers der Nordthüringer Kreishandwerkerschaft, Dr. Bernhard Senft. Der hatte eine Diskrepanz in der Vorbereitung junger Menschen zwischen dem Landkreis Eichsfeld und dem Landkreis Nordhausen ausgemacht (nnz hatte ausführlich berichtet).
Nun legte Claus Zahlen vor, aus denen hervorgeht, dass es im Eichsfeld 7.500 Arbeitslose gebe, im Landkreis Nordhausen 8.843. Auch bei den unter 25 Jahre alten Arbeitslosen sei der Unterschied nicht so gewaltig: 918 im Eichsfeld, 931 in Nordhausen. Nur, der Landrat hatte vergessen, die Einwohnerzahl beider Landkreis - also die Basis für Relationen - miteinander zu vergleichen: Im Landkreis Eichsfeld lebten Ende 2005 rund 110.000 Frauen und Männer, im Landkreis Nordhausen 93.000. Wie dem auch sei, natürlich ist das Handwerk im Eichsfeld ausgeprägter, das war schon immer so und wird vermutlich auch so bleiben.
Allerdings müsse sich im Landkreis Nordhausen die Berufswahlvorbereitung nicht verstecken. Sie wird an allen Regelschulen und Gymnasien angeboten. Partner sind verschiedene Bildungsträger und die Fachhochschule. Auch hierzu gibt es unter dem Stichwort Berufswahlvorbereitung jede Menge Beiträge im nnz-Archiv zu finden.
Joachim Claus konstatierte mit Blick auf den Arbeitsmarkt natürlich auch, dass der wirtschaftliche Aufschwung im Landkreis Nordhausen angekommen sei. Vor allem bei den Empfängern des Arbeitslosengeldes I würde man das an den zurückgehenden Zahlen beobachten. Im Bereich des Arbeitslosengeldes II hingegen, sei der Aufschwung nicht zu bemerken. Hier würden die Zahlen bestenfalls stagnieren. Das bedeute auch, dass die boomende Wirtschaft keine Auswirkungen auf die Kassen des Landkreises habe. Bislang noch nicht.
Und schließlich sollte heute noch im Kreistag über die Vorbereitung der Erstellung eines Personalentwicklungskonzeptes beraten und beschlossen werden. Das aber wollte der Einreicher, der Landrat nicht. Beide Beschlussvorlagen wurden zusammengefasst und werden nun weiter von den Mitgliedern des Kreisausschusses behandelt.
