Busch bei Kirsch
Montag, 14. Mai 2007, 09:05 Uhr
Nordhausen/Limlingerode (nnz). In der Dichterstätte in Limlingerode huldigt man nicht nur der Namensgeberin Sarah Kirsch. Am kommenden Wochenende will sich die literarische Fangemeinde mit dem geistigen Vater von Max und Moritz beschäftigen...
Am Samstag (19. Mai) gibt es ab 14. 30 Uhr im Sarah-Kirsch-Haus ein Programm, in dem an den vor 175 Jahren am 15. 4. 1832 geborenen und am 9. Januar 1908 verstorbenen Dichter, Zeichner und Maler Wilhelm Busch erinnert wird. Hört man seinen Namen, so denken die meisten an den Meister der oft bitterbösen satirischen Bildergeschichten, z. B. an Max und Moritz, Die fromme Helene, Hans Huckebein, der Unglücksrabe u.a.m.
Busch hatte auf Wunsch des Vaters mit 15 Jahren ein Maschinenbau-Studium begonnen, das er aber 1851 abbrach, denn es zog ihn zur Kunst. Deshalb studierte er in Düsseldorf, Antwerpen und München Zeichnen und Malen. Er zeichnete in seinem Leben zahlreiche Landschafts- und Porträtstudien und schuf über 1000 Ölbilder. Letztere machte er aber zu Lebzeiten nicht öffentlich. Jetzt sind viele davon im Buschmuseum in Hannover ausgestellt.
In der Dichterstätte steht der Lyriker im Mittelpunkt des Interesses, denn es gibt auch drei Gedichtbände von ihm. Im Jahr 1874 erscheint Kritik des Herzens, da hat ihn, den starken Raucher, eine Nikotinvergiftung heimgesucht. Es folgt 1904 Zu guter Letzt, nach dem Tod 1909 Schein und Sein.
Die Titel verraten, dass es um grundsätzlich Daseinsfragen des Menschen geht. Dichtervorbild für Busch war Heinrich Heine, in der Philosophie hatte es ihm Arthur Schopenhauer angetan. So gibt es von Wilhelm Busch auch zahlreiche Zwei- und Vierzeiler als Aphorismen. Das Genre der Fabel wurde vom Dichter gleichfalls gepflegt.
Von all dem wird in Limlingerode am 19. 5. zu hören sein. In den Vitrinen gibt es eine kleine Ausstellung zu seinen Zeichnungen und Gemälden.
Autor: nnzAm Samstag (19. Mai) gibt es ab 14. 30 Uhr im Sarah-Kirsch-Haus ein Programm, in dem an den vor 175 Jahren am 15. 4. 1832 geborenen und am 9. Januar 1908 verstorbenen Dichter, Zeichner und Maler Wilhelm Busch erinnert wird. Hört man seinen Namen, so denken die meisten an den Meister der oft bitterbösen satirischen Bildergeschichten, z. B. an Max und Moritz, Die fromme Helene, Hans Huckebein, der Unglücksrabe u.a.m.
Busch hatte auf Wunsch des Vaters mit 15 Jahren ein Maschinenbau-Studium begonnen, das er aber 1851 abbrach, denn es zog ihn zur Kunst. Deshalb studierte er in Düsseldorf, Antwerpen und München Zeichnen und Malen. Er zeichnete in seinem Leben zahlreiche Landschafts- und Porträtstudien und schuf über 1000 Ölbilder. Letztere machte er aber zu Lebzeiten nicht öffentlich. Jetzt sind viele davon im Buschmuseum in Hannover ausgestellt.
In der Dichterstätte steht der Lyriker im Mittelpunkt des Interesses, denn es gibt auch drei Gedichtbände von ihm. Im Jahr 1874 erscheint Kritik des Herzens, da hat ihn, den starken Raucher, eine Nikotinvergiftung heimgesucht. Es folgt 1904 Zu guter Letzt, nach dem Tod 1909 Schein und Sein.
Die Titel verraten, dass es um grundsätzlich Daseinsfragen des Menschen geht. Dichtervorbild für Busch war Heinrich Heine, in der Philosophie hatte es ihm Arthur Schopenhauer angetan. So gibt es von Wilhelm Busch auch zahlreiche Zwei- und Vierzeiler als Aphorismen. Das Genre der Fabel wurde vom Dichter gleichfalls gepflegt.
Von all dem wird in Limlingerode am 19. 5. zu hören sein. In den Vitrinen gibt es eine kleine Ausstellung zu seinen Zeichnungen und Gemälden.
