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Da trügt der Schein

Samstag, 12. Mai 2007, 17:31 Uhr
Nordhausen (nnz). Es gibt Spiele, da weicht das Resultat vom Spielverlauf und von den Spielanteilen der Mannschaften ab. Ein solches Spiel hatte die nnz heute im Albert-Kunz-Sportpark gesehen.

Elfmeter verwandelt - 1:0 (Foto: nnz) Elfmeter verwandelt - 1:0 (Foto: nnz)

Mit dem FC Thüringen Weida kam heute eine Mannschaft nach Nordhausen, die unbedingt punkten musste, um dem Abstiegsstrudel in der Thüringenliga zu entkommen. Dass es am Ende eine Niederlage für die Ostthüringer wurde, lag nicht so sehr an der Stärke der Gastgeber, eher am eigenen Unvermögen.

Doch der Reihe nach. Bis zur 15. Minute wurde zwar auf dem Rasen gespielt, doch es passierte nicht viel. Im Mittelfeld neutralisierten sich beide Teams, wobei die Weidaer durch schnelle Vorstöße immer wieder für Gefahr sorgten. Und so war es nicht verwunderlich, dass ein Zuschauer bemerkte: „Torwart Finsterbusch ist der beste Nordhäuser Abwehrspieler“. Dann die 23. Spielminute. Bei einem Vorstoß der Nordhäuser wird Lars Pohl im Strafraum gefoult, Torsten Klaus verwandelte problemlos zum Führungstreffer für Wacker.

Kein Durchkommen (Foto: nnz) Kein Durchkommen (Foto: nnz)

Das Aufatmen bei den 221 zahlenden Zuschauern dauerte nur 80 Sekunden, dann sah eine völlig überforderte Nordhäuser Abwehr zu, wie Intek mühelos zum Ausgleich einschießen konnte. Und Weida machte weiter Druck. Intek hatte dann noch eine Chance, die Querlatte verhinderte den Gäste-Rückstand.

In der Halbzeitpause wechselte Udo Hoffmann Steinberg für Töpfer und tatsächlich: Wacker kam besser ins Spiel, vor allem Jacek Ciesla drehte nun auf. Der Mittelfeldregisseur schon einen sehenswerten Pass zu Pistorius, der in der 51. Minute aus halblinker Position die Kugel im Netz der Weidaer versenkte. Wer da dachte, jetzt würde Ruhe ins Spiel der Gastgeber kommen, der sah sich getäuscht. Die Wacker-Abwehr war völlig überfordert, die Bälle wurden meist ins Niemandsland geschlagen oder landeten bei den Gästen.

Dann: Ein Fehler in der Weidaer Abwehr, Torsten Klaus erkämpft sich das Leder, der Weidaer Torwart läuft raus und Klaus macht in der 64. Minute mit einem sehenswerten Heber das 3:1. Das aber, siehe eingangs, spiegelte nicht den Spielverlauf wieder. Weida, körperlich nicht mehr so robust, kämpft weiter und wird in der Nachspielzeit belohnt. Das Tor von Seibeck war letztlich nur noch Kosmetik.

Für den neuen Trainer bei Wacker tun sich nach der jetzigen Saison schwere Aufgaben auf. Vor allem die Abwehr wird Burkhardt Vendt beschäftigen müssen. Wie gesagt: Torwart Christian Finsterbusch war, bis auf kleine Schnitzer, der beste in der Nordhäuser Deckung.
Autor: nnz

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