Die Fronten sind verhärtet
Montag, 07. Mai 2007, 18:52 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Graben zwischen Arbeitnehmern und ver.di sowie der Deutschen Telekom AG ist tief. Zu tief wie es scheint! In mehreren Verhandlungsrunden konnte keine Einigung zwischen den Parteien erzielt werden. Urabstimmung ist auch in Nordhausen angesagt.
Die Große Tarifkommission der ver.di erklärte vergangene Woche die Verhandlungen für gescheitert. Man konnte sich auf keinen Tarifvertrag Auslagerungsschutz einigen. Was war passiert?
Die Deutsche Telekom AG gründete Anfang des Jahres eine neue T-Service GmbH, in die man über 50.000 Mitarbeiter auslagern will. Das Ganze soll zu schlechteren Konditionen geschehen, als wie die Mitarbeiter in der T-com beschäftigt sind. Die Arbeitszeit soll verlängert werden, der Lohn soll sinken und soziale Leistungen sollen eingeschränkt werden. Davon verspricht man sich zufriedenere Mitarbeiter und somit auch zufriedenere Kunden, so ein Telekom-Mitarbeiter ironisch zu nnz.
Lautes Säbelrasseln aus Bonn! Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di versuchte mehrfach einen akzeptablen Tarifvertrag Auslagerungsschutz mit der Telekom zu vereinbaren, da man die Befürchtung hat, das die T Service GmbH nach 2010 teilweise oder sogar ganz unter den Hammer kommt. Die jüngste Vergangenheit habe auch in Thüringen deutlich gemacht, wie schnell ganze Standorte an andere Unternehmen verscherbelt würden. Wie zum Beispiel am Standort Erfurt ein ganzes VCS Callcenter an ein Fremdunternehmen verkauft wurde.
Die qualifizierten Mitarbeiter werden über Nacht praktisch fast Sozialhilfeempfänger, da sie nach einer Betriebsübergangszeit für einen Stundenlohn von 4 - 5 Euro beschäftigt werden. Um solch einen sozialen Raubau entgegen zu treten, kämpfen Gewerkschaft und Mitarbeiter für einen sozialverträglichen Tarifvertrag, um wirklich zufrieden Mitarbeiter und Kunden zu haben. Es kann nicht sein, dass ein zweiter Fall BenQ in Deutschland geschaffen wird. Nur in viel größerer Dimension!
Sollte die Telekom mit diesen Praktiken Erfolg haben werden auch andere große Unternehmen ähnliche Versuche starten. Man kann schon von einer Art "Pilotversuch" reden, der auf andere Branchen wie ein Lauffeuer übergreifen könnte. Aus diesem Grund ruft die Gewerkschaft ver.di ihre betroffenen Mitglieder bundesweit bis Mittwoch zur Urabstimmung auf, um in einen eventuellen Arbeitskampf zu gehen. So auch geschehen in Nordthüringen an den Standorten Nordhausen, Sondershausen, Leinefelde und Heiligenstadt. Die Beteiligung war sehr gut. Bereits am ersten Tag gaben alle Mitarbeiter aus den drei betroffenen Niederlassungen ihre Stimme ab. Auf das Ergebnis muss man jedoch noch bis Donnerstag oder Freitag warten.
Autor: nnzDie Große Tarifkommission der ver.di erklärte vergangene Woche die Verhandlungen für gescheitert. Man konnte sich auf keinen Tarifvertrag Auslagerungsschutz einigen. Was war passiert?
Die Deutsche Telekom AG gründete Anfang des Jahres eine neue T-Service GmbH, in die man über 50.000 Mitarbeiter auslagern will. Das Ganze soll zu schlechteren Konditionen geschehen, als wie die Mitarbeiter in der T-com beschäftigt sind. Die Arbeitszeit soll verlängert werden, der Lohn soll sinken und soziale Leistungen sollen eingeschränkt werden. Davon verspricht man sich zufriedenere Mitarbeiter und somit auch zufriedenere Kunden, so ein Telekom-Mitarbeiter ironisch zu nnz.
Lautes Säbelrasseln aus Bonn! Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di versuchte mehrfach einen akzeptablen Tarifvertrag Auslagerungsschutz mit der Telekom zu vereinbaren, da man die Befürchtung hat, das die T Service GmbH nach 2010 teilweise oder sogar ganz unter den Hammer kommt. Die jüngste Vergangenheit habe auch in Thüringen deutlich gemacht, wie schnell ganze Standorte an andere Unternehmen verscherbelt würden. Wie zum Beispiel am Standort Erfurt ein ganzes VCS Callcenter an ein Fremdunternehmen verkauft wurde.
Die qualifizierten Mitarbeiter werden über Nacht praktisch fast Sozialhilfeempfänger, da sie nach einer Betriebsübergangszeit für einen Stundenlohn von 4 - 5 Euro beschäftigt werden. Um solch einen sozialen Raubau entgegen zu treten, kämpfen Gewerkschaft und Mitarbeiter für einen sozialverträglichen Tarifvertrag, um wirklich zufrieden Mitarbeiter und Kunden zu haben. Es kann nicht sein, dass ein zweiter Fall BenQ in Deutschland geschaffen wird. Nur in viel größerer Dimension!
Sollte die Telekom mit diesen Praktiken Erfolg haben werden auch andere große Unternehmen ähnliche Versuche starten. Man kann schon von einer Art "Pilotversuch" reden, der auf andere Branchen wie ein Lauffeuer übergreifen könnte. Aus diesem Grund ruft die Gewerkschaft ver.di ihre betroffenen Mitglieder bundesweit bis Mittwoch zur Urabstimmung auf, um in einen eventuellen Arbeitskampf zu gehen. So auch geschehen in Nordthüringen an den Standorten Nordhausen, Sondershausen, Leinefelde und Heiligenstadt. Die Beteiligung war sehr gut. Bereits am ersten Tag gaben alle Mitarbeiter aus den drei betroffenen Niederlassungen ihre Stimme ab. Auf das Ergebnis muss man jedoch noch bis Donnerstag oder Freitag warten.

