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Alles wird gemanagt

Donnerstag, 03. Mai 2007, 09:42 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Nordhäuser Landratsamt wird derzeit so ziemlich alles gemanagt: Die Kosten, die Zinsen, die Verträge. Jetzt ist auch die Nachhaltigkeit hinzugekommen...


Die im Rahmen des Agenda 21 - Prozesses vor einigen Jahren im Landratsamt Nordhausen ins Leben gerufene "Projektgruppe Verwaltung" soll aktiviert und auf eine neue Ebene gestellt werden. Das kündigte jetzt Jutta Krauth (SPD), 1. Beigeordnete der Landkreisverwaltung, zum Abschluss eines Workshops zum Kommunalen Nachhaltigkeitsmanagement an.

Die Beratung im neuen Landratsamt fand in Vorbereitung der für den 30. Mai 2007 geplanten Nachhaltigkeitskonferenz statt, die erstmals von der Fachhochschule Nordhausen ausgerichtet wird. Jutta Krauth begrüßte als Gast besonders herzlich Andrea Philipp, Project Officer von ICLEI (Internationaler Rat für Kommunale Umweltinitiativen) aus Freiburg. Frau Philipp gab einen umfangreichen Überblick über die aktuellen Aufgaben und Arbeitweisen von ICLEI, vor allem darüber, in welcher Form europäische Kommunen in ihrem Bestreben unterstützt werden können, sich zukunftsfähig zu entwickeln. Sie lobte die vielfältigen Aktivitäten des Landkreises Nordhausen und bezeichnete ihn als "Pilotkommune im Nachhaltigkeitsmanagement".

In der lebhaften Diskussion meldeten sich Vertreter der Umweltakademie Nordthüringen (UAN), der Fachbereiche bzw. Fachgebiete Jugend/Soziales, Bau und Umwelt, Wirtschaftsförderung/Tourismus, der Stadtverwaltung Nordhausen sowie Kreistagsmitglieder zu Wort und machten aus ihrer Sicht Anmerkungen und Vorschläge, wie der von zwei Studenten von der FH Nordhausen erarbeitete Indikatorenplan für ein Kommunales Nachhaltigkeitsmanagement (nnz berichtete bereits) im Landkreis Nordhausen allgemein und im Landratsamt im besonderen möglichst rasch umgesetzt werden kann. Jutta Krauth wurde deshalb sehr konkret und informierte über Vorbereitungen zur Erstellung eines Bürgerhaushaltes, den sie mit einer "großen Erwartungshaltung bei der Bevölkerung" begründete und äußerte die Hoffnung, dass auch die Stadtverwaltung Nordhausen sich dieser Initiative anschließt.

Einig waren sich alle Teilnehmer des Workshops in dem Willen, die vielfältigen Konzepte, Initiativen, Pläne und Konzeptionen mit der erforderlichen Konsequenz und Tatkraft und unter Einbeziehung breiter Interessengruppen stetig fortzuschreiben und Wirklichkeit werden zu lassen. Das Landratsamt will da mit gutem Beispiel vorangehen. So soll noch im Mai eine Beratung stattfinden, in der nach Aussage von Vizelandrätin Jutta Krauth u.a. über die Zukunft des ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) im Landkreis gesprochen werden soll.
Autor: nnz

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