Punktuelle Seitenhiebe
Donnerstag, 03. Mai 2007, 10:05 Uhr
Nordhausen (nnz). Der Jahresempfang der CDU-Kreistagsfraktion hatte gestern viele Facetten zu bieten. Die nnz hat sich nach einem umfassenden Bericht noch einmal die Rede von Fraktionschef Egon Primas vorgenommen.
Man wolle sich nicht am Jahresanfang mit den vielen anderen Neujahrsempfängen tummeln, so Fraktionsvorsitzender Egon Primas in seinem Eingangsstatement, bei dem er natürlich Ministerpräsident Dieter Althaus besonders begrüßte. Erst nach der Rede von Hausherr Jürgen Stäter, dem Geschäftsführer des größten produzierenden Unternehmens im Landkreis Nordhausen, begrüßte Primas dann noch Landrat Joachim Claus (CDU). Das sei so geplant gewesen, denn die Fraktion wolle sich noch einmal ausdrücklich dafür bedanken, dass sie – wie alle anderen Fraktionen des Kreistages - mit dem Wappen des Landkreises werben dürfe. Das genau habe eine parlamentsunwürdige Person der Linkspartei-Landtagsfraktion verhindern wollen.
Egon Primas zog in seinen Worten einen großen Bogen, ohne den Landkreis Nordhausen zu verlassen, und: Ohne den politischen Gegner direkt anzugreifen. Dabei machte er indirekt genau das hörbar. Zum Beispiel beim Gipsabbau in der Region. Hier haben wir rechtlich ein Abbauvorhaben nicht verhindern können, man habe einfach kein Biotop gefunden, auch die Zuwegung sei rechtlich geklärt und so habe das zuständige Bergamt in Gera einfach dem Begehren eines niedersächsischen Unternehmens zustimmen müssen.
Auch mit dem Naturpark habe er, Primas, sich inzwischen angefreundet. Nur, gab er zu bedenken, dieser Naturpark dürfe nicht nur zum Wandern für die Südharzer da sein. Es kann nicht sein, dass Touristen in Niedersachsen übernachten, zu Mittag in Sachsen-Anhalt essen und im Thüringer Teil die Natur betrachten. Für uns muß wirtschaftlich was übrig bleiben!
Dann doch ein zweifacher Nadelstich. Er erinnerte Dieter Althaus daran, dass ein einstiger Thüringer Wirtschaftsminister namens Schuster den Südharzern die Straße zwischen Sülzhayn und Rothesütte versprochen habe, der jetzige Minister davon aber nichts mehr wissen wolle. Die Chancen stehen sehr gut, zumal die Steine aus dem Weg geräumt wurden, die einst ein Wasserversorger mit ideologisch besetzten Chefstellen in den Weg gelegt habe.
Und da ja auch der Chef des Nordthüringer Straßenbauamtes, Franz Rohmund, unter den Gästen weilte, könne ja nun nichts mehr schiefgehen, schließlich wisse Primas ja, dass die Leinefelder Behörde nicht nur im Landkreis Eichsfeld Straßen, Geh- und Radwege baue...
Autor: nnzMan wolle sich nicht am Jahresanfang mit den vielen anderen Neujahrsempfängen tummeln, so Fraktionsvorsitzender Egon Primas in seinem Eingangsstatement, bei dem er natürlich Ministerpräsident Dieter Althaus besonders begrüßte. Erst nach der Rede von Hausherr Jürgen Stäter, dem Geschäftsführer des größten produzierenden Unternehmens im Landkreis Nordhausen, begrüßte Primas dann noch Landrat Joachim Claus (CDU). Das sei so geplant gewesen, denn die Fraktion wolle sich noch einmal ausdrücklich dafür bedanken, dass sie – wie alle anderen Fraktionen des Kreistages - mit dem Wappen des Landkreises werben dürfe. Das genau habe eine parlamentsunwürdige Person der Linkspartei-Landtagsfraktion verhindern wollen.
Egon Primas zog in seinen Worten einen großen Bogen, ohne den Landkreis Nordhausen zu verlassen, und: Ohne den politischen Gegner direkt anzugreifen. Dabei machte er indirekt genau das hörbar. Zum Beispiel beim Gipsabbau in der Region. Hier haben wir rechtlich ein Abbauvorhaben nicht verhindern können, man habe einfach kein Biotop gefunden, auch die Zuwegung sei rechtlich geklärt und so habe das zuständige Bergamt in Gera einfach dem Begehren eines niedersächsischen Unternehmens zustimmen müssen.
Auch mit dem Naturpark habe er, Primas, sich inzwischen angefreundet. Nur, gab er zu bedenken, dieser Naturpark dürfe nicht nur zum Wandern für die Südharzer da sein. Es kann nicht sein, dass Touristen in Niedersachsen übernachten, zu Mittag in Sachsen-Anhalt essen und im Thüringer Teil die Natur betrachten. Für uns muß wirtschaftlich was übrig bleiben!
Dann doch ein zweifacher Nadelstich. Er erinnerte Dieter Althaus daran, dass ein einstiger Thüringer Wirtschaftsminister namens Schuster den Südharzern die Straße zwischen Sülzhayn und Rothesütte versprochen habe, der jetzige Minister davon aber nichts mehr wissen wolle. Die Chancen stehen sehr gut, zumal die Steine aus dem Weg geräumt wurden, die einst ein Wasserversorger mit ideologisch besetzten Chefstellen in den Weg gelegt habe.
Und da ja auch der Chef des Nordthüringer Straßenbauamtes, Franz Rohmund, unter den Gästen weilte, könne ja nun nichts mehr schiefgehen, schließlich wisse Primas ja, dass die Leinefelder Behörde nicht nur im Landkreis Eichsfeld Straßen, Geh- und Radwege baue...
