nnz-online

Gemeinsam angehen

Donnerstag, 19. April 2007, 08:53 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Schwarzarbeit ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das auch um die Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen (ARGE) keinen Bogen macht. In den zurückliegenden Wochen ist in der Bundesagentur für Arbeit für die ARGEn eine Konzeption entwickelt worden, mit deren Hilfe man der Schwarzarbeit von Hilfebedürftigen entgegenwirken will. Einzelheiten wie immer in Ihrer nnz.


Wie auch bei den Agenturen für Arbeit, werden dabei die Beamten der Zollverwaltung durch die ARGEn unterstützt. Gemeinsam werde man deshalb in Zukunft den verstärkt aufgetretenen Verdachtsfällen nachgehen, so ARGE-Geschäftsführer Hans-Georg Müller der gleichzeitig darauf hinweist, dass die arbeitslosen Hilfebedürftigen jegliche Form einer Nebentätigkeit angeben müssen. Per Gesetz sind sie dazu verpflichtet.

Derzeit werden in der Arbeitsgemeinschaft auch wieder bis zu 2.500 so genannte Überschneidungsmeldungen überprüft. Das sind die Ergebnisse der Datenabfrage bei Renten- und Krankenversicherern und bei den Finanzbehörden. Die Mitarbeiter haben zu überprüfen, ob Einkommen oder Zinseinkünfte aus Vermögen anfallen, die nicht gemeldet wurden. Sollte sich hier ein Verdacht ergeben, so wird weiter ermittelt. Am Ende könnte dann eine Anzeige wegen Betrugs bei der zuständigen Staatsanwaltschaft stehen.

Allerdings ist eine weitere Überprüfung der Ergebnisse der Überscheidungsmeldungen nur in 10 bis 15 Prozent der Fälle notwendig.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de