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Gekämpft, aber verloren

Samstag, 14. April 2007, 20:08 Uhr
Nordhausen (nnz). Gestern prognostizierten wir: Mit Weimar kommt ein ganz dicker Brocken mit einer äußerst diszipliniert agierenden Abwehrreihe und eine Mannschaft, die auch das Toreschießen versteht. Der SC 1903 Weimar hat nun in zwölf Auswärtsspielen erst einmal verloren. Das ist schon ein Markenzeichen. Die nnz liefert auch die ersten Bilder vom Spiel.


Leider ist unsere Vorahnung eingetroffen. Jacek Ciesla wurden in der Woche drei Weisheitszähne gezogen. Damit fehlte der Kopf im Mittelfeld, der Bälle halten und präzise Pässe schlagen kann. Stephan Hoffmann behinderte eine im Training zugezogene schmerzhafte Sprunggelenkverletzung und auch Sven Pistorius war angeschlagen. Das nur zum Verständnis, aber nicht als Entschuldigung für die 0:2-Niederlage.

Nach dem Spiel schätzte Cheftrainer Udo Hoffmann in der Pressekonferenz ein, dass er, die Mannschaft und das Umfeld über die Niederlage sehr enttäuscht wären. Er habe nach den letzten beiden Spielen geglaubt, dass die Mannschaft schon weiter sei. Aber heute habe sie bieder und harmlos agiert und zu keiner Zeit den Spielfaden gefunden. Zu oft würden Bälle planlos gespielt – ohne zündende Ideen. Kurz, es wäre kein Feuer im Wackerspiel gewesen.

Das 0:1 für die Gäste wurde wieder einmal durch einen kapitalen Bock im Abwehrzentrum begünstigt. Das war die Vorentscheidung, denn bis dahin hatte Nordhausen mehr vom Spiel, aber kein Glück in der Chancenverwertung. Bei einer Wackerführung hätte das Spiel sicher eine andere Richtung genommen.

Udo Hoffmann sah die Gäste wie eine Heimmannschaft mit einer sehr sicheren und cleveren Abwehr auftrumpfen, die nach dem 0:1 nicht mehr viel anbrennen ließ. Der Sieg der Weimarer gehe demnach völlig in Ordnung. Die heute vergebenen Punkte müssten eben nächste Woche in Leinefelde eingefahren werden. Positiv sei zu vermerken, dass die Einstellung der Mannschaft stimme – so wie in den letzten Wochen auch im Training.

Heute wurden Wacker jedoch eindeutig die momentanen Grenzen aufgezeigt. Der künftige Trainer Burkhard Venth hat eine Menge Arbeit vor sich, kann aber eine intakte Mannschaft übernehmen.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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