Mister System
Samstag, 14. April 2007, 15:58 Uhr
Nordhausen (nnz). Wacker Nordhausen hat einen neuen Trainer. Heute Mittag ist im Sozialgebäude des Vereins der Vertrag mit dem Neuen unterschrieben worden. Die nnz war exklusiv dabei. Mit einem sportlichen Klick sind auch Sie viel schlauer...
Venth, Zeitler (Foto: nnz)
Was lange währt, das wird gut. Diesen Vorschußlorbeer kann Burkhard Venth gut gebrauchen. Heute, 11.04 Uhr, haben der Fußballehrer und Wacker-Präsident Detlef Zeitler einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben, der jeweils eine Option auf Verlängerung beinhaltet.
Obwohl der Einstieg von Venth offiziell auf den 1. Juli datiert ist, wird sich der 44jährige Pädagoge schon jetzt mit der Mannschaft beschäftigen. Priorität der nächsten Monate hat auf jeden Fall das Konzept eines Systemfußballs. Vier-Vier-Zwei wäre so eine Variante, die ihm vorschwebt. Auf jeden Fall wird Wacker Nordhausen in der kommenden Saison mit einer Viererkette agieren. Ob nun mit einer oder mit Spitzen gespielt wird, das hängt unter anderem vom Gegner ab.
Venth weiß, daß die Umstellung nicht einfach sein wird. Ich beginne bei Null, das hat Nachteile, aber auch Vorteile. Ich werde auch meine Prämissen formulieren. Da steht Kameradschaft an erster Stelle, man könnte auch sagen, dem Team hat sich alles unter zu ordnen. Auf dem Weg dorthin versuche ich jeden mitzunehmen, so Burkhard Venth im nnz-Gespräch.
Eine weitere Prämisse des neuen Cheftrainers: Die Jungs der ersten Mannschaft müssen Sportler sein, nicht nur während des Spiels oder beim Training. Ich werde versuchen ihnen beizubringen, daß sie den Sportler auch außerhalb des Platzes leben. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt nun mal der Kopf. Der muß frei sein, frei für den Fußball!
In Wacker Nordhausen sieht Burkhard Venth einen schlafenden Riesen und hat damit den berühmten Nagel auf den Kopf getroffen. Ihn zu wecken, da will der Mann mithelfen und kommt zurück zum Systemfußball. Mit einem neuen modernen System wird der Fußball auch für die Zuschauer attraktiver. Klar, wir werden vielleicht das eine oder andere Tor mehr kassieren. Wir werden aber auch mehr Tore schießen, weil wir die Gegner stärker unter Druck setzen können. Und gewonnen hat immer der, der nach 90 Minuten ein Tor mehr geschossen hat.
Zum System Venth gehört aber auch, das neue Spiel schon in den Nachwuchsmannschaften reifen zu lassen. Auch darum will, muß und wird sich der Neue kümmern. Schnellstmöglich wird es ein erstes Gespräch mit den Übungsleitern im Verein geben.
Wenn das alles mit dem System aufgehen sollte, dann prophezeit Burkhard Venth in der kommenden Saison 500 bis 600 Zuschauer pro Heimspiel. Bis dahin ist noch viel zu tun. Der Fußballtrainer hat sich bereits seit Wochen akribisch auf Wacker vorbereitet, hat sich die Spiele gegen Gera und in Heiligenstadt angesehen. Gerade letzteres sollte man aus Wacker-Sicht schnellst möglich wieder vergessen.
Vor einem Jahr war Burkhard Venth schon mal im Gespräch als Chefcoach für Wacker. Die Gründe seiner Absage hatten unter anderem mit vormaligen Personalien im Präsidium zu tun. Vielleicht hatte die Jahresfrist auch was Gutes für sich: So hat sich zum Beispiel beruflich einiges für Venth geklärt, das auch seine jetzige Position als Trainer stärken wird. Und dann ist da noch ein Fakt: Venth hat das Gefühl, sich 100prozentig auf das Präsidium verlassen zu können.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz
Venth, Zeitler (Foto: nnz)
Was lange währt, das wird gut. Diesen Vorschußlorbeer kann Burkhard Venth gut gebrauchen. Heute, 11.04 Uhr, haben der Fußballehrer und Wacker-Präsident Detlef Zeitler einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben, der jeweils eine Option auf Verlängerung beinhaltet. Obwohl der Einstieg von Venth offiziell auf den 1. Juli datiert ist, wird sich der 44jährige Pädagoge schon jetzt mit der Mannschaft beschäftigen. Priorität der nächsten Monate hat auf jeden Fall das Konzept eines Systemfußballs. Vier-Vier-Zwei wäre so eine Variante, die ihm vorschwebt. Auf jeden Fall wird Wacker Nordhausen in der kommenden Saison mit einer Viererkette agieren. Ob nun mit einer oder mit Spitzen gespielt wird, das hängt unter anderem vom Gegner ab.
Venth weiß, daß die Umstellung nicht einfach sein wird. Ich beginne bei Null, das hat Nachteile, aber auch Vorteile. Ich werde auch meine Prämissen formulieren. Da steht Kameradschaft an erster Stelle, man könnte auch sagen, dem Team hat sich alles unter zu ordnen. Auf dem Weg dorthin versuche ich jeden mitzunehmen, so Burkhard Venth im nnz-Gespräch.
Eine weitere Prämisse des neuen Cheftrainers: Die Jungs der ersten Mannschaft müssen Sportler sein, nicht nur während des Spiels oder beim Training. Ich werde versuchen ihnen beizubringen, daß sie den Sportler auch außerhalb des Platzes leben. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt nun mal der Kopf. Der muß frei sein, frei für den Fußball!
In Wacker Nordhausen sieht Burkhard Venth einen schlafenden Riesen und hat damit den berühmten Nagel auf den Kopf getroffen. Ihn zu wecken, da will der Mann mithelfen und kommt zurück zum Systemfußball. Mit einem neuen modernen System wird der Fußball auch für die Zuschauer attraktiver. Klar, wir werden vielleicht das eine oder andere Tor mehr kassieren. Wir werden aber auch mehr Tore schießen, weil wir die Gegner stärker unter Druck setzen können. Und gewonnen hat immer der, der nach 90 Minuten ein Tor mehr geschossen hat.
Zum System Venth gehört aber auch, das neue Spiel schon in den Nachwuchsmannschaften reifen zu lassen. Auch darum will, muß und wird sich der Neue kümmern. Schnellstmöglich wird es ein erstes Gespräch mit den Übungsleitern im Verein geben.
Wenn das alles mit dem System aufgehen sollte, dann prophezeit Burkhard Venth in der kommenden Saison 500 bis 600 Zuschauer pro Heimspiel. Bis dahin ist noch viel zu tun. Der Fußballtrainer hat sich bereits seit Wochen akribisch auf Wacker vorbereitet, hat sich die Spiele gegen Gera und in Heiligenstadt angesehen. Gerade letzteres sollte man aus Wacker-Sicht schnellst möglich wieder vergessen.
Vor einem Jahr war Burkhard Venth schon mal im Gespräch als Chefcoach für Wacker. Die Gründe seiner Absage hatten unter anderem mit vormaligen Personalien im Präsidium zu tun. Vielleicht hatte die Jahresfrist auch was Gutes für sich: So hat sich zum Beispiel beruflich einiges für Venth geklärt, das auch seine jetzige Position als Trainer stärken wird. Und dann ist da noch ein Fakt: Venth hat das Gefühl, sich 100prozentig auf das Präsidium verlassen zu können.
Peter-Stefan Greiner
