nnz-Rückspiegel: 5. Februar 2001
Dienstag, 05. Februar 2002, 08:21 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
Vortrag, Brief an MP Vogel und Schneechaos
Essen wir uns krank? fand große Resonanz
Nordhausen/Sundhausen (nnz). Bei der Erhaltung der Gesundheit spielen Lebensmittel eine sehr große Rolle. Wie gesund sind unsere Lebensmittel - eine Frage, die aktueller denn je ist - dieser Problematik wurde im Scheunenhof Sundhausen in einem Vortrag nachgegangen. Dank der Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung konnte der Veranstalter, Bündnis 90/ Die Grünen, den Geschäftsführer Thüringer Ökoherz, Dr. Frank Augsten, gewinnen, der zum Thema Essen wir uns krank sprach. Zu Beginn seiner Ausführungen ging Dr. Augsten auf die Lebensmittelskandale in den letzten Jahren ein, die zum größten Teil von den schwarzen Schafen, die der Landwirtschaft nachgelagert sind, verursacht wurden. Er erwähnte beispielsweise die mit Hormonen verseuchten Kälber im Jahre 1988 und die bis zu 100-fachen Dioxinwerte im belgischen Hühnerfleisch und Eier 1999. Dr. Augsten spannte den Bogen bis zur Ausbreitung der BSE-Erkrankung bei Rindern in einigen europäischen Ländern und wie es dazu kommen konnte. Ausführlich im nnz-Archiv
Mehr Geld für Schulen nicht für neuen Landtag
Nordhausen (nnz). Die derzeitige Bildungspolitik gefährdet die Zukunft unserer Kinder. Unter dieser Überschrift haben die Elternsprecher der Regelschulen des Landkreises Nordhausen einen Offenen Brief an Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel geschrieben. nnz veröffentlicht den Brief vorab. Auf unserer letzten Zusammenkunft der gewählten Schulelternsprecher der Regelschulen des Kreises Nordhausen haben wir beschlossen, uns aus Sorge um die Zukunft unserer Kinder uns an Sie, Herr Dr. Vogel, wie auch an die im Landtag vertretenen Fraktionen zu wenden. Wir müssen feststellen, daß die derzeitige Bildungspolitik in Thüringen zu einem gravierenden Qualitätsverlust führt und weiter führen wird. Das Thüringer Kultusministerium bereitet in Umsetzung des Landeshaushaltes 2001/2002 einen massiven Personalabbau vor. Mehr als 600 Grundschullehrer und Erzieher sollen in diesem Jahr in Thüringen entlassen werden, so Kultusminister Krapp in seiner Regierungserklärung vom 26.1.2001. In den folgenden Jahren wird der massive Stellenabbau im Bereich der Regelschulen und Gymnasien fortgesetzt. In den Thüringer Schulen werden dadurch noch mehr Stunden als bisher ausfallen. Diese Mangelsituation wird sich noch weiter verschärfen. Dem gegenüber sinken die Ausgaben des Landes für die Thüringer Schulen von Jahr zu Jahr. Viele Lehrer sind von Zukunftsängsten geplagt. Der momentan stattfindende Nervenkrieg läßt normale Unterrichtsabläufe und eine hohe pädagogische Leistungsbereitschaft nicht mehr zu. Diejenigen, die mit den Resultaten des Bildungssystems zurechtkommen müssen, also vor allem die Hochschulen und die Wirtschaft und nicht zuletzt die Eltern, zweifeln daran, ob die Schule heute das leistet, was Schüler für die Zukunft brauchen.... Ausführlich im nnz-Archiv
Mehrere Unfälle im Schnee-Chaos - eine Schwerverletzte
Zwischen Sonntagmittag und den heutigen Morgenstunden registrierte die Nordhäuser Polizei acht Verkehrsunfälle. Hauptunfallursache war das Nichtbeachten der Witterungsverhältnisse. Ein besonders schwerer Unfall ereignete sich am Sonntag gegen 18.30 Uhr zwischen Ellrich und Walkenried. Eine 18 Jahre alte Fahrerin kam mit ihrem Auto nach rechts von der Fahrbahn ab. Durch heftige Lenkbewegungen kam das Fahrzeug ins Schleudern und geriet dabei auf die Gegenfahrbahn. Hier prallte es frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das wurde die linke Fahrzeugseite eingedrückt. Die junge Frau mußte schwer verletzt aus dem Fahrzeug geborgen werden. Sie wurde ins Südharz-Krankenhaus gebracht. Die Straße war für zwei Stunden durch Bergungsarbeiten voll gesperrt.
Warten auf weißen Rauch aus dem Landratsamt
Es sind immer noch drei Millionen Mark, die im Verwaltungshaushalt der Kreisverwaltung fehlen. Drei Millionen Mark, die in diesem Jahr weniger vom Land Thüringen als Zuweisung für die Bereiche Jugend und Soziales ausgereicht werden. Auch während der heutigen Dienstberatung im Landratsamt konnte Kämmerer Bernd Liesegang keine anderen Zahlen präsentieren. Der Entwurf des Haushaltes ist also immer noch nicht ausgeglichen. Nun verfügte Landrat Joachim Claus (CDU) eine Zwangsmaßnahme. Am kommenden Montag und Dienstag soll es zu einer Klausurtagung kommen, die solange andauern soll, bis der Haushalt ausgeglichen ist, komme was da wolle. Das soll aber die Verwaltung nicht im Alleingang durchstehen. Sitzfleisch wird auch von den Vorsitzenden der sieben Kreistagsausschüsse verlangt. Damit entspricht der Landrat - wenn auch nicht in dieser Zwanghaftigkeit - den Forderungen des Kreisvorstandes des Gemeinde- und Städtebundes (nnz berichtete). Fakt ist auch, es können keine drei Millionen Mark auch nur annähernd zusätzlich aufgebracht werden, drei Millionen müssen an anderer Stelle gestrichen werden, vielleicht auch durch die Erhöhung der Kreisumlage? Ausführlich im nnz-Archiv.
Autor: nnzVortrag, Brief an MP Vogel und Schneechaos
Essen wir uns krank? fand große Resonanz
Nordhausen/Sundhausen (nnz). Bei der Erhaltung der Gesundheit spielen Lebensmittel eine sehr große Rolle. Wie gesund sind unsere Lebensmittel - eine Frage, die aktueller denn je ist - dieser Problematik wurde im Scheunenhof Sundhausen in einem Vortrag nachgegangen. Dank der Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung konnte der Veranstalter, Bündnis 90/ Die Grünen, den Geschäftsführer Thüringer Ökoherz, Dr. Frank Augsten, gewinnen, der zum Thema Essen wir uns krank sprach. Zu Beginn seiner Ausführungen ging Dr. Augsten auf die Lebensmittelskandale in den letzten Jahren ein, die zum größten Teil von den schwarzen Schafen, die der Landwirtschaft nachgelagert sind, verursacht wurden. Er erwähnte beispielsweise die mit Hormonen verseuchten Kälber im Jahre 1988 und die bis zu 100-fachen Dioxinwerte im belgischen Hühnerfleisch und Eier 1999. Dr. Augsten spannte den Bogen bis zur Ausbreitung der BSE-Erkrankung bei Rindern in einigen europäischen Ländern und wie es dazu kommen konnte. Ausführlich im nnz-Archiv
Mehr Geld für Schulen nicht für neuen Landtag
Nordhausen (nnz). Die derzeitige Bildungspolitik gefährdet die Zukunft unserer Kinder. Unter dieser Überschrift haben die Elternsprecher der Regelschulen des Landkreises Nordhausen einen Offenen Brief an Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel geschrieben. nnz veröffentlicht den Brief vorab. Auf unserer letzten Zusammenkunft der gewählten Schulelternsprecher der Regelschulen des Kreises Nordhausen haben wir beschlossen, uns aus Sorge um die Zukunft unserer Kinder uns an Sie, Herr Dr. Vogel, wie auch an die im Landtag vertretenen Fraktionen zu wenden. Wir müssen feststellen, daß die derzeitige Bildungspolitik in Thüringen zu einem gravierenden Qualitätsverlust führt und weiter führen wird. Das Thüringer Kultusministerium bereitet in Umsetzung des Landeshaushaltes 2001/2002 einen massiven Personalabbau vor. Mehr als 600 Grundschullehrer und Erzieher sollen in diesem Jahr in Thüringen entlassen werden, so Kultusminister Krapp in seiner Regierungserklärung vom 26.1.2001. In den folgenden Jahren wird der massive Stellenabbau im Bereich der Regelschulen und Gymnasien fortgesetzt. In den Thüringer Schulen werden dadurch noch mehr Stunden als bisher ausfallen. Diese Mangelsituation wird sich noch weiter verschärfen. Dem gegenüber sinken die Ausgaben des Landes für die Thüringer Schulen von Jahr zu Jahr. Viele Lehrer sind von Zukunftsängsten geplagt. Der momentan stattfindende Nervenkrieg läßt normale Unterrichtsabläufe und eine hohe pädagogische Leistungsbereitschaft nicht mehr zu. Diejenigen, die mit den Resultaten des Bildungssystems zurechtkommen müssen, also vor allem die Hochschulen und die Wirtschaft und nicht zuletzt die Eltern, zweifeln daran, ob die Schule heute das leistet, was Schüler für die Zukunft brauchen.... Ausführlich im nnz-Archiv
Mehrere Unfälle im Schnee-Chaos - eine Schwerverletzte
Zwischen Sonntagmittag und den heutigen Morgenstunden registrierte die Nordhäuser Polizei acht Verkehrsunfälle. Hauptunfallursache war das Nichtbeachten der Witterungsverhältnisse. Ein besonders schwerer Unfall ereignete sich am Sonntag gegen 18.30 Uhr zwischen Ellrich und Walkenried. Eine 18 Jahre alte Fahrerin kam mit ihrem Auto nach rechts von der Fahrbahn ab. Durch heftige Lenkbewegungen kam das Fahrzeug ins Schleudern und geriet dabei auf die Gegenfahrbahn. Hier prallte es frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das wurde die linke Fahrzeugseite eingedrückt. Die junge Frau mußte schwer verletzt aus dem Fahrzeug geborgen werden. Sie wurde ins Südharz-Krankenhaus gebracht. Die Straße war für zwei Stunden durch Bergungsarbeiten voll gesperrt.
Warten auf weißen Rauch aus dem Landratsamt
Es sind immer noch drei Millionen Mark, die im Verwaltungshaushalt der Kreisverwaltung fehlen. Drei Millionen Mark, die in diesem Jahr weniger vom Land Thüringen als Zuweisung für die Bereiche Jugend und Soziales ausgereicht werden. Auch während der heutigen Dienstberatung im Landratsamt konnte Kämmerer Bernd Liesegang keine anderen Zahlen präsentieren. Der Entwurf des Haushaltes ist also immer noch nicht ausgeglichen. Nun verfügte Landrat Joachim Claus (CDU) eine Zwangsmaßnahme. Am kommenden Montag und Dienstag soll es zu einer Klausurtagung kommen, die solange andauern soll, bis der Haushalt ausgeglichen ist, komme was da wolle. Das soll aber die Verwaltung nicht im Alleingang durchstehen. Sitzfleisch wird auch von den Vorsitzenden der sieben Kreistagsausschüsse verlangt. Damit entspricht der Landrat - wenn auch nicht in dieser Zwanghaftigkeit - den Forderungen des Kreisvorstandes des Gemeinde- und Städtebundes (nnz berichtete). Fakt ist auch, es können keine drei Millionen Mark auch nur annähernd zusätzlich aufgebracht werden, drei Millionen müssen an anderer Stelle gestrichen werden, vielleicht auch durch die Erhöhung der Kreisumlage? Ausführlich im nnz-Archiv.
