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MAV: Alte Pläne im neuen Gewand

Dienstag, 03. April 2007, 14:00 Uhr
Nordhausen/Magdeburg (nnz). Die Mitarbeitervertretung (MAV) des Kirchenamtes am Standort Magdeburg hat sich auf ihrer heutigen Sondersitzung mit den Vorschlägen der Kirchenleitungen vom vergangenen Wochenende für die anstehenden Synoden in Lutherstadt Wittenberg befasst. So soll der Bischofssitz in Magdeburg, der Kirchenamt in Erfurt angesiedelt werden. Die Reaktion der MAV in Ihrer nnz.


Die MAV stellt dazu fest: Die bisherigen Pläne, ein Kirchenamt in Erfurt zu errichten und nur den Bischofssitz in Magdeburg zu belassen, werden unbeirrt weiter verfolgt. Die MAV erkennt nicht, dass der Beschluss der Provinzialsynode vom November 2006 in irgendeiner Form Eingang in die Beschlussvorlage gefunden hat. Auch die eigens eingesetzte Verhandlungsgruppe vermochte es offenbar nicht, die unterschiedlichen Interessen der beiden Kirchen ausgewogen zusammenzuführen.

Trotz erheblicher Bedenken der Provinzialsynode und weiterhin bestehender Unwägbarkeiten bei der Finanzierung des Gesamtprojektes sollen nach wie vor allein von den beiden Kirchen 5 Millionen Euro für ein neues Kirchenamt aufgebracht werden. Diese für kirchliche Verhältnisse enormen finanziellen Mittel fehlen an anderer Stelle bei der Erfüllung des eigentlichen kirchlichen Auftrages.

Besondere Sorge bereitet der MAV die Absicht der Dienststellenleitung, jeweils nur 63 Mitarbeitern aus Magdeburg und aus Eisenach in Erfurt einen Arbeitsplatz anzubieten. Diese vermeintliche Gleichbehandlung beider Standorte täuscht über die tatsächlichen Verhältnisse hinweg, da die MitarbeiterInnen am Standort Magdeburg von dieser erheblichen Personalreduzierung überproportional betroffen sein werden.

Selbst betriebsbedingte Kündigungen wurden angekündigt, obwohl bereits mehr als ein Drittel der Mitarbeiter in Magdeburg zur Personalkostenreduzierung durch freiwillige Vereinbarungen über eine Altersteilzeit beigetragen hat. Die MAV ist nach wie vor der Auffassung, dass durch eine vorausschauende Personalplanung soziale Härten vermeidbar gewesen wären. Die MAV ist bestürzt, welche Opfer den Mitarbeitern immer wieder abverlangt werden. Nachdenklich und betroffen nimmt die MAV wahr, dass die Mehrzahl der MitarbeiterInnen erneut enttäuscht wurde und das Vertrauen in ihre Dienststellenleitung nunmehr vollends verloren hat.

Die MAV hat beschlossen, auf der Synode wiederum präsent zu sein und einen Informationsstand einzurichten. Zugleich wurden alle Kolleginnen und Kollegen aus der Kirchenprovinz aufgerufen, mit nach Wittenberg zu kommen.
Autor: nnz

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