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Neuer Motor revolutioniert Klimaschutz

Sonntag, 01. April 2007, 11:11 Uhr
Nordhausen (nnz). Angesichts der aktuellen Diskussion um Klimawandel und CO2-Ausstoß wird auch beim Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt an Alternativkonzepten zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes der Dienstwagen im Geschäftsbereich des Ministeriums gearbeitet. Die nnz kennt die Ergebnisse.


Dazu hat es u. a. auch einen Ideen-Wettbewerb unter den Mitarbeitern des Ministeriums und des nachgeordneten Bereiches gegeben. Unter zahlreichen Einsendungen, Ideen und kreativen Ansätzen hat sich die Jury – bestehend aus den Fahrdienstleitern der Behörden – für folgende Idee entschieden: den Gummimotor als Antrieb für die Dienstwagen. In der Begründung der Jury heißt es: „Dieser Vorschlag mindert nicht nur die Emissionen auf 0; er trägt auch zur Gesundheitsförderung unserer Fahrer bei…“

Die Gummimotoren werden durch die Muskelkraft der Fahrer in deren Wartezeiten geladen – mittels umgebautem Fitness-Fahrrad - und haben dann eine Laufleistung von bis zu fünf Stunden und bis zu 130 kmh. Ein mobiles Ladegerät für längere Reisen hat Platz im Kofferraum. „Damit“, so freut sich Minister Dr. Sklenar, „leisten wir nicht nur einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Unsere Fahrer überbrücken somit auch noch sinnvoll Wartezeiten und tun etwas für ihren Körper und damit für ihre Gesundheit.“

Ein Prototyp des Motors inkl. manuellem Ladegerät sind seit einem Monat im Test. Mit dem Ergebnis sind der Minister und sein Fahrer sehr zufrieden: Es gab keine Autopannen, Mitgliedsbeitrag im Fitness-Studio gespart und trotzdem Muskeln trainiert.

Das Ministerium hat bereits mit Herstellern gesprochen, um mit dem Gummimotor in die Serienproduktion gehen zu können. Bis es soweit ist, wird eine entsprechende Verordnung zum schadstofffreien und gesundheitsbewussten Betreiben von Dienstfahrzeugen vorbereitet. Neben der Arbeitszeit-Regelung zum Aufladen der Motoren wird darin auch ein Gutschein für den monatlichen Besuch eines Restaurants der Wahl zum Aufladen der eigenen Kräfte der Fahrer festgeschrieben werden. Ausgenommen bei den Speisen sind Hülsenfrüchte, weil bekanntermaßen Blähungen das klimaschädliche Methan enthalten. „Das würde unsere ganzen Bemühungen wieder zunichte machen“, so der Minister. Über ein weitergehendes Verbot von Hülsenfrüchten auch in Kantinen der Ministerien wird nachgedacht.
Autor: nnz

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