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Kurze Ansage

Donnerstag, 29. März 2007, 22:08 Uhr
Nordhausen (nnz). Nach einem anstrengenden Tag war Grünenchef Reinhard Bütikofer heute Abend zu Gast beim Frühlingsempfang der Bündnisgrünen in Nordhausen. Es war ein angenehmer Abend. Nicht nur wegen des Vorsitzenden aus Bayern.


Seit dem vergangenen Jahr, dem Jahr der kommunalen Wahlkämpfe, sind die Empfänge von Bündnis90/Die Grünen im Landkreis eine Adresse für gepflegte Konversation, für Treffen zwischen Kultur und Politik geworden. Es sind aber auch immer die Veranstaltungen der Gisela Hartmann, der leibhaftigen bündnisgrünen Politik vor Ort. Was wäre diese politische Facette ohne diese Frau? Nicht einmal Blumen hätte die kleine Lea für ihre Violinen-Begrüßung des Frühlings bekommen.

Und so blieb es denn auch Gisela Hartmann vorbehalten, den Herrn Bütikofer noch einmal herzlich willkommen zu heißen. Sie rekapitulierte noch einmal kurz die Stationen des Vorsitzenden des Tages: Abfallwirtschaftszentrum Nentzelsrode, Fachhochschule, Pro Vita Akademie (nnz wird noch berichten). Doch vorher war Kreisvorsitzender Heinrich Lorenz an der Reihe. Der warb für die kontinuierliche Arbeit auch zwischen den Wahlkämpfen. Im Kreistag werde jene durch die kleine Gruppe um Gisela Hartmann und Dr. Horst Kox auch bravourös gemacht.

Dann der Auftritt des Reinhard Bütikofer. Die nnz war zwiegespalten an diesem Abend. Zum einen war es eine kurze Rede, die mit der Bemerkung, dass die Gesellschaft grüner geworden sei, begann, und mit der Feststellung, dass die Gesellschaft wachsame Demokraten brauche, endete. Dazwischen versuchte sich der Bayer mit der Dialektik zwischen rechtsextremen Gefahren und einer Bürgerbewegung für Klimaschutz. Nach 12 Minuten hatte der Bundesvorsitzende ausgeredet. Das Auditorium hätte sich indes vielleicht auch einige klare Standpunkte gewünscht: Zur Rolle als Oppositionspartei, zu den Krisen dieser Welt, vielleicht auch zur Verteilung des Reichtums in diesem Lande.

Was dann aber doch blieb, das war Zeit für individuelle Gespräche mit Reinhard Bütikofer. Und da schimmerte sie wieder durch, die Partei der Bündnisgrünen. Sie ist in der Spitze einfach nicht mehr so verkrampft als zu den Zeiten der Schröder-Fischer-Koalition. Sie ist wieder grün, näher dran an der Basis. Und wenn Reinhard Bütikofer dann hin und wieder auch noch den Zusatz „Bündnis90“ in den Mund genommen hätte, dann wäre der Abend auch für einst und immer noch Bürgerbewegte in diesem Saal ein runder gewesen...
Autor: nnz

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