Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Donnerstag, 22. März 2007, 13:16 Uhr
Nordhausen (nnz). Am Samstag 14 Uhr geht es für den Thüringenligisten Wacker 90 im Spiel gegen Rudolstadt schon um sehr viel. Klaus Verkouter hat sich Gedankern gemacht und liefert interessantes Statistikmaterial.
Rudolstadt und Nordhausen sind Städte, die ums Überleben ihrer Theater kämpfen. Während die Fußballer des FSV Wacker 90 mit einem spektakulären Benefizspiel gemeinsam mit dem FC Rot-Weiß Erfurt, dem BSV Eintracht Sondershausen und den Theaterschaffenden ihren möglichen Beitrag zum Erhalt unseres Musentempels lieferten, geht es am Wochenende um einen Teilbeitrag zum Erhalt der Thüringenliga.
Nach miserablen Vorstellungen in den letzten Monaten muss Wacker den FC Einheit Rudolstadt auf dem Rasen des Albert-Kuntz-Sportparks eigentlich bezwingen, will man sich nicht noch weiter den Abstiegsplätzen nähern.
Das ist der fußballerische Unterschied. Denn der FC Einheit liegt mit 30 Punkten sorgenlos auf dem 7. Platz und hat in letzter Zeit überzeugen können. Die Saalestädter sehen es selbst realistisch und Trainer Giering meint, dass ihr neues System trotz aller Probleme bereits Früchte trägt: Wenn wir in einigen Spielen, in denen wir keineswegs schlechter als der Konkurrent waren, nicht die Punkte regelrecht verschenkt hätten, würden wir noch besser platziert sein.
Vor allem die taktische Umstellung der Rudolstädter auf die Viererkette hat sich bewährt, sodass die Abwehr inzwischen zum besten Mannschaftsteil gezählt wird. Bei Wackers derzeitiger Angriffsmisere dürfte das Überwinden dieses Bollwerks ein unerhört schwieriges Unterfangen werden.
Die Rückrundentabelle gibt ein ernüchterndes Bild und verrät unmissverständlich den Ernst der Lage:
1. 1. FC Gera 03 5 Spiele, 5 Siege, 19 : 4 Tore
5. FC Einheit Rudolstadt 5 Spiele, 3 Siege, 2 Niederlagen, 8 : 3 Tore
16. Wacker 90 Nordhausen 5 Spiele, 1 Unentschieden, 4 Niederlagen 2 : 11 Tore.
Da die Mannschaft die Nerven von uns – ich meine die Fans, die Verantwortlichen des Vereins, die Presseleute – in letzter Zeit arg strapaziert hat, hoffe, nein, erwarte ich, dass sich das Team seiner Verantwortung für die Region bewusst wird, endlich ein Ruck durch die Mannschaft geht und am Sonnabend ein gutes Spiel absolviert. Nur dann kann wieder etwas Ruhe in die aufgebrachten Gemüter einziehen.
Nach dem nnz-Artikel Klartext geredet vom Mittwoch zu urteilen, sollte jedem Aktiven in der Präsidiumsansprache deutlich geworden sein, was die Stunde geschlagen hat.
Die letzten vier Begegnungen gegen den FC Einheit Rudolstadt wurden gewonnen. Und dieser Satz ist an die Spieler gerichtet: Holt wenigstens wieder einen Punkt und lasst die Zuschauer spüren, dass ihr wollt.
Vielleicht hilft die Erinnerung an den 24. März 1990. Das liegt zwar auf den Tag 17 Jahre zurück. Aber ein noch heute aktiver Spieler – Jens Ludwig – trug mit seinem Kopfballtor zum 4:0-Erfolg über Eisenach im überhaupt letzten Heimspiel unter dem Namen Motor Nordhausen bei. Wenige Wochen später war der FSV Wacker 90 Aufsteiger. Das werden wir zwar in diesem Jahr nicht, aber bitte auch keine Absteiger.
K. Verkouter
Autor: nnzRudolstadt und Nordhausen sind Städte, die ums Überleben ihrer Theater kämpfen. Während die Fußballer des FSV Wacker 90 mit einem spektakulären Benefizspiel gemeinsam mit dem FC Rot-Weiß Erfurt, dem BSV Eintracht Sondershausen und den Theaterschaffenden ihren möglichen Beitrag zum Erhalt unseres Musentempels lieferten, geht es am Wochenende um einen Teilbeitrag zum Erhalt der Thüringenliga.
Nach miserablen Vorstellungen in den letzten Monaten muss Wacker den FC Einheit Rudolstadt auf dem Rasen des Albert-Kuntz-Sportparks eigentlich bezwingen, will man sich nicht noch weiter den Abstiegsplätzen nähern.
Das ist der fußballerische Unterschied. Denn der FC Einheit liegt mit 30 Punkten sorgenlos auf dem 7. Platz und hat in letzter Zeit überzeugen können. Die Saalestädter sehen es selbst realistisch und Trainer Giering meint, dass ihr neues System trotz aller Probleme bereits Früchte trägt: Wenn wir in einigen Spielen, in denen wir keineswegs schlechter als der Konkurrent waren, nicht die Punkte regelrecht verschenkt hätten, würden wir noch besser platziert sein.
Vor allem die taktische Umstellung der Rudolstädter auf die Viererkette hat sich bewährt, sodass die Abwehr inzwischen zum besten Mannschaftsteil gezählt wird. Bei Wackers derzeitiger Angriffsmisere dürfte das Überwinden dieses Bollwerks ein unerhört schwieriges Unterfangen werden.
Die Rückrundentabelle gibt ein ernüchterndes Bild und verrät unmissverständlich den Ernst der Lage:
1. 1. FC Gera 03 5 Spiele, 5 Siege, 19 : 4 Tore
5. FC Einheit Rudolstadt 5 Spiele, 3 Siege, 2 Niederlagen, 8 : 3 Tore
16. Wacker 90 Nordhausen 5 Spiele, 1 Unentschieden, 4 Niederlagen 2 : 11 Tore.
Da die Mannschaft die Nerven von uns – ich meine die Fans, die Verantwortlichen des Vereins, die Presseleute – in letzter Zeit arg strapaziert hat, hoffe, nein, erwarte ich, dass sich das Team seiner Verantwortung für die Region bewusst wird, endlich ein Ruck durch die Mannschaft geht und am Sonnabend ein gutes Spiel absolviert. Nur dann kann wieder etwas Ruhe in die aufgebrachten Gemüter einziehen.
Nach dem nnz-Artikel Klartext geredet vom Mittwoch zu urteilen, sollte jedem Aktiven in der Präsidiumsansprache deutlich geworden sein, was die Stunde geschlagen hat.
Die letzten vier Begegnungen gegen den FC Einheit Rudolstadt wurden gewonnen. Und dieser Satz ist an die Spieler gerichtet: Holt wenigstens wieder einen Punkt und lasst die Zuschauer spüren, dass ihr wollt.
Vielleicht hilft die Erinnerung an den 24. März 1990. Das liegt zwar auf den Tag 17 Jahre zurück. Aber ein noch heute aktiver Spieler – Jens Ludwig – trug mit seinem Kopfballtor zum 4:0-Erfolg über Eisenach im überhaupt letzten Heimspiel unter dem Namen Motor Nordhausen bei. Wenige Wochen später war der FSV Wacker 90 Aufsteiger. Das werden wir zwar in diesem Jahr nicht, aber bitte auch keine Absteiger.
K. Verkouter
