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Nordhäuser Bewerbung hatte Erfolg

Freitag, 01. Februar 2002, 13:14 Uhr
Nordhausen (nnz). Es gibt Tausende Wettbewerbe in dieser Zeit. Mitmachen lohnt sich (fast) immer, auch für die Stadt Nordhausen. Ein Beispiel soll das belegen.


73.000 Euro zahlt das Bundesbauministerium für die Erarbeitung eines neuen Stadtentwicklungskonzeptes für Nordhausen. Das ist das Ergebnis einer erfolgreichen Bewerbung der Stadt im November 2001 um die Teilnahme am Wettbewerb „Stadtumbau Ost“. Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) hat jetzt den Zuwendungsbescheid bekommen.

Rund 70 Thüringer Kommunen wollten beim Wettbewerb dabei sein, 37 waren erfolgreich, Nordhausen steht an 5. Stelle. Beigeordneter und Wirtschaftsdezernent Dietrich Beyse (CDU) freut sich: „Der Erfolg unterstreicht Nordhausens Stellung als das Zentrum Nordthüringens. Für das Geld aus Berlin bekommen wir ein neues, zukunftsorientiertes Stadtentwicklungskonzept. Es kostet der Stadt keinen Pfennig!“ Das fertige Konzept ist dann Grundlage für weitere Förderungen, zum Beispiel für Wohnungsmodernisierung oder -instandsetzung, aber auch für einen notwendigen Abriß.

Wo und wie dies alles konkret geschieht, das ist Thema des Konzeptes. Erarbeitet wird es von einem Planungsbüro gemeinsam mit der Stadt Nordhausen und ihren Bürgern. Doch im Konzept geht es um mehr: um einen kompletten Stadtumbau, um eine Strategie der Flächennutzung (welche Bereiche wie nutzen?), um den Umgang mit Leerflächen - und um die Aktualisierung des Leitbildes für Nordhausen. Das alles mit Blick auf die nächsten 10 Jahre. Für zwei Stadtteile - welche, steht noch nicht fest - geht das Konzept ins Detail und zeigt konkrete Umbau-Maßnahmen inklusive Möglichkeiten für deren Umsetzung und Finanzierung.

Dietrich Beyse erklärt: „Der Umbau der Stadt steht im Zeichen neuer Trends, zum Beispiel der veränderten Nutzung von Wohnraum, die zu einem Überangebot führt. Das war Anfang der 90er Jahre ganz anders. Hier bereitet das neue Konzept Entscheidungen vor zur Förderung des Wohnens im Stadtkern, in der Altstadt und in anderen Wohngebieten.“ Dabei berücksichtige man auch das Spezifische der Stadt Nordhausen im Vergleich mit anderen Kommunen: Die hohe Wohndichte in der Innenstadt. Sie müsse erhalten und gefördert werden, denn sie sei wichtig für einen belebten und funktionierenden Stadtorganismus.

Die Analysen, auf denen das Konzept aufbaut - zum Beispiel zur Bevölkerungsentwicklung und zur Wohnungsnutzung - liegen bereits vor. Maßgeblich beteiligt an deren Ausarbeitung war die sogenannte „Arbeitsgruppe Wohnen“, der die Vertreter beider großen Wohnungsunternehmen und Fachleute der Stadt Nordhausen angehören. Diese Arbeitsgruppe wird ausgeweitet und die Umsetzbarkeit des Konzeptes absichern. „Die neuen Trends, auf die wir mit dem Konzept reagieren, begreifen wir als Chance: Abbau städtebaulicher Missstände - mit der Vorbereitung zur Landesgartenschau stecken wir hier schon mittendrin - und Aufbau neuer qualitätsvoller Wohngebiete und Strukturen in unserer Stadt“, so Dietrich Beyse.
Autor: nnz

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