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Über 1.000 Briefe aus dem Südharz gehen auf die Reise nach Weimar

Montag, 06. November 2000, 15:55 Uhr
Niedersachswerfen (nnz). Am 10. November endet die Anhörungsfrist zum Raumordnungsverfahren "Rüdigsdorf/Kuhberg". Bis zum heutigen Tag haben über 1.000 Bürger des Südharzes ihre Stellungnahme zum geplanten Gipsabbau abgegeben, darunter allein 600 aus Niedersachswerfen. Das allein wertet der Bürgermeister der Gemeinde, Jochen Napieralla, als überzeugenden Beweis für die ablehnende Haltung der Region zum geplanten "Raubbau an der Natur".
Nach nnz-Informationen könne der Protest der Südharzer jedoch verpuffen, die Interventionen der Menschen würden abgeschmettert, hieß es auch Erfurt. Mit dem berühmten "weißen Fleck" auf der Landkarte des Raumordnungsplanes seien der Wirtschaft Tür und Tor geöffnet. Praktisch sei mehrfach geschlafen worden, so zum Beispiel innerhalb der Planungsgemeinschaft Nordthüringen bei der Vorbereitung des Regionalen Raumordnungsplanes Teil B. Auch die Ausweisung als FFH-Gebiet hätte die Bagger der Unternehmen aus Niedersachsen stoppen können.
Napiralla will das alles nicht hinnehmen und hat mit seinen Mitstreitern zu einer weiteren Bürgerversammlung am 21.11.00 in die "Südharzklause" eingeladen. Sollten alle Abbauvorhaben, die bislang im Südharz beantragt wurden, tatsächlich realisiert werden, dann wären das fast 200 Hektar, ein zweiter Kohnstein. Für den Tourismus in dieser Region quasi das Aus.
Autor: psg

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