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Kommunales Gären

Freitag, 16. März 2007, 15:00 Uhr
Nordhausen (nnz). Mit im Boot in Sachen alternative Energiegewinnung sind auch die städtischen Unternehmen. Das sagte jetzt Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Sie hatte zuvor angekündigt, dass Energie-Effizienz bzw. -verbrauch künftig zu einem entscheidenden Prüfkriterium für kommunale Investitionen werde. Weitere Einzelheiten mit einem Klick.


„Bei Erreichen des Zieles der Energie-Effizienz und -einsparung zahlt sich jetzt aus, dass wir unsere kommunalen Unternehmen eben nicht privatisiert haben, dass wir nicht nur die Erträge hier vor Ort haben und für die Daseinsfürsorge einsetzen können, sondern, dass wir damit eben auch direkten Zugriff auf Energieversorger, Wohnungs- und Verkehrsunternehmen haben, sie für unsere Absichten als Partner nutzen können“, so die Oberbürgermeisterin.

Wichtige und kompetente Partner seien unter anderem die Stadtwerke und die Energieversorgung Nordhausen (EVN). „Mit dem äußerst erfolgreichen - und gewinnbringenden - Betrieb der großen Solaranlage im Abfallwirtschaftszentrum Nentzelsrode und der drei städtischen Blockheizkraftwerke haben beide Unternehmen ihre Kompetenz im Bereich der alternativer Energien bzw. der Energie-Effizienz bereits unter Beweis gestellt“, so die Oberbürgermeisterin weiter.

„Mit der EVN, der Verbundnetz GAS AG und der Fachhochschule laufen nun Gespräche zu einem Pilotprojekt: Konkret geht es um den Bau eines Biomasse-Kraftwerkes zwischen Nordhausen-Ost und Himmelgarten. Im Kraftwerk könnte Grünmasse so verwertet werden, dass Strom und Wärme entstehen. Diese Energie wiederum könnten in das - glücklicherweise noch relativ dichte - Fernwärmenetz in unserer Stadt eingespeist werden. Damit entsteht vor Ort und mit Partnern der Region - zum Beispiel den Landwirten - zugleich ein interessanter Wirtschaftskreislauf“, sagte Frau Rinke. „Wir suchen dazu derzeit noch weitere interessierte Partner aus der Region.“
Autor: nnz

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