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Mut wird gewürdigt

Freitag, 16. März 2007, 14:51 Uhr
Nordhausen (nnz). In der über 100jährigen Geschichte des genossenschaftlichen Wohnens in Nordhausen kann der heutige Tag als denkwürdig eingestuft werden. Zu erleben war der historische Moment in der Stolbergerstraße in Nordhausen. Die nnz war für Sie dabei.

Grundsteinlegung (Foto: nnz) Grundsteinlegung (Foto: nnz)

Am Mittag ist der Grundstein für den Neubau einer Seniorenresidenz im Norden der Rolandstadt gelegt worden. Dabei handelt es sich nicht nur um ein Alten- und Pflegeheim mit 120 modern ausgestatteten Plätzen, sondern um den ersten Neubau der Wohnungsbaugenossenschaft Nordhausen (WBG) seit der politischen Wende. Dass sich die WBG gemeinsam mit einem Betreiber da den älteren Menschen zuwendet, sei zum einen dem demografischen Wandel in der Gesellschaft geschuldet, zum anderen reagieren Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft in erster Linie auf die Wünsche, die in den vergangenen Jahren immer dringlicher aus den Reihen der rund 6.600 Mitglieder kamen.

Als Partner konnten die Genossenschafter dabei die Deutsche Kreditbank als Finanzier sowie die K + S Gesellschaft als künftiger Betreiber der Residenz gewinnen. Mit beiden Unternehmen soll der Bau im kommenden Jahr, am ersten April, bereits fertig sein. „Die Seniorenresidenz soll als Pflegeheim gestaltet werden, das Investitionsvolumen wird sich rund 6,6 Millionen Euro belaufen. Davon werden in erster Linie Unternehmen der Region profitieren können. So ist das Unternehmen Henning-Bau aktuell bereits mit Rohbauarbeiten beschäftigt. Das bedeutet auch Aufträge an die heimische Wirtschaft. Nicht zuletzt werden durch die Seniorenresidenz fast 50 Arbeitsplätze entstehen“, so WBG-Vorstandsvorsitzender Hans-Werner Grimm heute in seiner Ansprache.

In seinem Grußwort dankte Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) den beteiligten Firmen, insbesondere aber der Genossenschaft für ihr Engagement. In Zeiten, da viel von den Folgen der demografischen Entwicklung geredet wird, lasse die WBG praktische Taten folgen. „Sie haben zur rechten Zeit, am rechten Ort das Rechte getan“, lobte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) die WBG und verwies dabei auch auf den Mut der Genossenschaft ein solch gewaltiges Projekt anzugehen.

Das sah auch der Chef der Thüringer Wohnungswirtschaft, Norbert Nareyke, so. Der kommt nicht nur gern nach Nordhausen, der findet auch, dass sich Nordhausen glücklich schätzen könne, wenn Stadtumbau so verstanden werde, wie er im Norden der Rolandstadt jetzt umgesetzt werde. Mit der Seniorenresidenz bekäme die Stadt ein Juwel, das sich in den kommenden Jahren auch für die älteren Menschen als ein solches erweisen werde.
Autor: nnz

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